#BundesRad

#BundesRad

Wir sind ein stetig wachsendes Bündnis aus Radentscheiden und Verkehrswende-Initiativen aus ganz Deutschland. #BundesRad fördert den Austausch der Radentscheide und treibt gemeinsame Forderungen auf Bundesebene voran. Dabei vertreten wir bereits fast 700.000 Bürger*innen, die die Radentscheide bisher mit ihrer Unterschrift unterstützen.

Es ist unser gemeinsames Ziel,  Radfahren für alle Menschen sicherer und attraktiver zu machen und somit auch die Lebensqualität in Städten und Gemeinden bundesweit zu verbessern. Unter dem Motto „Deutschland dreht sich“ wollen wir Aktionen und Projekte gemeinsam planen und durchführen. Changing Cities e.V. unterstützt #BundesRad dabei in koordinierender Funktion.

Am 10. September 2020, fast 12 Monate vor den Bundestagswahlen, überreicht das Bündnis seine vier Forderungen vor dem Berliner Reichstag an Gero Storjohann, Gründer und Vorsitzender des Parlamentskreis Fahrrad im deutschen Bundestag. Diese Forderungen wurden in über 20 Gemeinden bundesweit an den Rathäusern angeschlagen (siehe Karte).

Unsere Forderungen an die Bundespolitik:

Vorrang für Fuß-, Fahrrad- und öffentlichen Personenverkehr
Fläche und Finanzmittel werden vorrangig dem Fuß-, Fahrrad- und öffentlichen Personenverkehr (Umweltverbund) zugeteilt und nicht dem motorisierten Individualverkehr.

Der Umweltverbund stellt durch Ausbau und systematische Verknüpfung das bequemste und schnellste Mobilitätsangebot für die Menschen dar. 

Der öffentliche Raum ist so gestaltet, dass er zum Aufenthalt, zum Flanieren und als Begegnungsstätte einlädt.

Öffentliche Institutionen kommunizieren die positiven Effekte des Radfahrens und zu Fuß Gehens und übernehmen gleichzeitig eine Vorbildfunktion bei der Wahl der Verkehrsmittel.
Lückenloses Netz
Um Alternativen zum motorisierten Individualverkehr zu schaffen, wird eine lückenlose Infrastruktur für einen
attraktiven Fuß-, Rad- und öffentlichen Personenverkehr aufgebaut.

Leitlinie jeder Verkehrsplanung muss sein, durch fehlerverzeihende Infrastruktur die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten auf Null zu reduzieren – Vision Zero.

Leichte, flüssige und klimaschonende Mobilität des Umweltverbunds wird  gegenüber dem motorisierten Individualverkehr priorisiert. Bei der Berechnung der Verkehrsleistung, also der Beförderungskapazität, werden alle Mobilitätsformen berücksichtigt. 
Förderung nachhaltiger Mobilität
Staatliche Ausgaben für bzw. Besteuerung von Mobilität erfolgen so, dass Klima-, Umwelt- und Emissionsziele erreicht werden, insbesondere jene der WHO und des sog. Pariser Klimaabkommens.

Direkte, indirekte und Folgekosten der Automobilität werden bei allen Maßnahmen, Planungen und Vorhaben direkt berücksichtigt (internalisiert). Subventionen wie Dieselvergünstigung, Pendlerpauschale und Dienstwagenprivileg für Kraftfahrzeuge werden zügig abgebaut.

Ausgaben für besonders umweltfreundliche Verkehrsmittel wie z. B. Lastenräder und Pedelecs werden finanziell gefördert.  
Rechtliche Bevorzugung von nachhaltiger Mobilität
In allen relevanten Regelwerken wie StVG und StVO wird der Vorrang des Umweltverbundes gegenüber der Auto-
Mobilität festgehalten und die übergeordnete Funktion des Klimaschutzes und der Ressourcenschonung betont.

Die Handlungsfähigkeit der Kommunen im Verkehrswesen wird unter Berücksichtigung bundesweit einheitlicher, zukunftsgerichteter Standards für den Umweltverbund gestärkt.

Forderungspapier (PDF)

Du hast Lust uns zu unterstützen? Wir brauchen Menschen für so ziemlich alles. Das heißt, Du bist in jedem Fall kompetent und willkommen. Bei uns finden alle ihren Platz. Schreib uns unter bundesrad@changing-cities.de


Beiträge zu #BundesRad

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Konferenz für Fuß- und Radentscheide – Dein Input ist gefragt

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BundesRad fordert menschenfreundliche Mobilität

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Change2021 in Immenhausen

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