10 Prozent weniger Autoverkehr in 10 Jahren

Seit 2015 ist der Berliner Autoverkehr durchschnittlich um 9,8 Prozent zurückgegangen. An manchen Straßen wie der Torstraße (minus 18 Prozent) und der Leipziger Straße (minus 27 Prozent) sogar weit, weit mehr. Changing Cities kritisiert, dass die Senatsverwaltung mit ihrer „Autos first”–Politik gegen die Mehrheit der Bürger*innen regiert, die in ihrem Verhalten deutlich andere Prioritäten setzen.

Die neuen Zahlen zum Autoverkehr an Hauptverkehrsstraßen in Berlin entstammen den Antworten der Senatsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage. Natürlich sind die Durchschnittsangaben nur Anhaltspunkte, an einigen wenigen Straßen hat der Autoverkehr in den letzten Jahren zugenommen.

„Die CDU-Verkehrssenator*innen haben seit Anfang 2023 alles gegeben: Sie stoppten Radwegeplanungen, sie hörten auf, Bussonderspuren anzuordnen, sie ließen Tramplanungen ruhen und sie führten Tempo 50 wieder an Hauptstraßen ein, wo aus guten Gründen lange Tempo 30 gegolten hat – alles angeblich unter der Prämisse, den Autoverkehr nicht zu behindern. Nach fast drei Jahren Verkehrspolitik aus der Mottenkiste steht fest: Viele Berliner*innen wollen diese Politik nicht und lassen das Auto zunehmend stehen. Mehr Geld auszugeben für mehr Straßen, die nicht benötigt werden, und stattdessen Geld nicht einzunehmen durch eine Erhöhung der Anwohner*innenparkgebühren – diese Regierung kommt Berlin teuer zu stehen”, kommentiert Ragnhild Sørensen von Changing Cities.