Die Nachricht vom plötzlichen Tod Oliver Schwedes hat uns tief erschüttert. Wir möchten Familie und Freund*innen unser herzliches Beileid zum Ausdruck bringen. Er war engagierter Mitstreiter für sozial gerechte und nachhaltige Mobilität, Wegbegleiter der ersten Stunde, Berater und langjähriges Mitglied des Vereins. Seine Stimme wird nicht nur uns sehr fehlen.
Oliver Schwedes hat uns gezeigt, dass Verkehrspolitik mehr ist als Infrastruktur und Technik. Er hat sie als ein Spiegelbild gesellschaftlicher Machtverhältnisse verstanden und uns und seine Kolleg*innen ermutigt, diese Macht zu hinterfragen.
Er war ein wichtiger Fürsprecher des Mobilitätsgesetzes, das durch das Engagement von Changing Cities auf den Weg gebracht wurde: Für ihn war es nicht nur ein juristisches Instrument, sondern ein Symbol für den Anspruch der Zivilgesellschaft, Politik aktiv mitzugestalten.
Vielen von uns gilt er als Vorbild, der wissenschaftliche Analyse und politisches Engagement zusammenbringen konnte, und der unermüdlich die soziale Frage ins Zentrum der Verkehrspolitik und -planung gestellt hat.
Nutzen wir sein Vermächtnis als Auftrag und Erinnerung, dass es bei der Verkehrswende nicht allein um Radwege, Busspuren oder Parkplätze geht, sondern um Demokratie, Gerechtigkeit und die Frage, wie wir als Gesellschaft zusammenleben wollen.