In einer sonntäglichen Pressemitteilung feiert Senatorin Bonde (CDU) das fünfjährige Jubiläum des Mobilitätsgesetzes. Das Gesetz wurde am 28. Juni 2018, also vor knapp acht Jahren, verabschiedet. Mit „Pragmatismus statt Ideologie” gehe sie vor, ohne konkreter zu werden. Changing Cities, der Verein, der das Gesetz mit dem Volksentscheid Fahrrad angestoßen hat, nennt die Halluzinationen der Senatsverwaltung Schaufensterpolitik. Eine solche Politik ist der Hauptstadt nicht würdig.
„We are moderately confident this text is entirely human“, also „wir sind relativ überzeugt davon, dass dieser Text ausschließlich von Menschen geschrieben wurde“, bewertet ein KI-Überprüfungsportal die Pressemitteilung.
„Nichtssagend, realitätsfern und ohne jegliche Relevanz”, kommentiert indessen Ragnhild Sørensen von Changing Cities. „Wir sind vieles von dieser Senatsverwaltung gewöhnt, aber dass sie an einem Sonntag ein falsches Jubiläum erfindet, um sich selbst zu loben, hat schon potemkinsche Dimensionen. Mussten gute Nachrichten nach dem Eis-Chaos und den vielen Knochenbrüchen her? Wegen der fortschreitenden Magnetschwebebahn-Pläne, die niemand will? Nach dem Bekanntwerden des immer weiter steigenden Budgets für die TVO? Diese Senatsverwaltung kann man nicht mehr ernst nehmen. Berlin hat mehr verdient als eine Senatsverwaltung, die erfindet und betrügt.“
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Pressemitteilung vom 8.2.2026