Mehrheit in Berlin will die Verkehrswende

Eine repräsentative Studie in neun verschiedenen europäischen Städten, darunter Berlin, zeigt einen eindeutigen Wunsch nach besserem ÖPNV. 80 Prozent der Berliner*innen befürworten demnach einen Ausbau des ÖPNV. 59 Prozent wünschen sich die Umwandlung von Autospuren in Bus- oder Tramspuren, wenn der ÖPNV dadurch schneller und zuverlässiger wird. 67 Prozent wünschen sich eine bessere und effizientere Parkraumregelungen, damit große und schwere Autos nicht so viel Platz wegnehmen. Kurzum: Berlin will die Verkehrswende!

Die Studie der europäischen NGO Clean Cities zeigt eindeutig, dass der aktuelle Senat seine autozentrierte Verkehrspolitik gegen den Willen einer großen Mehrheit der Bevölkerung durchsetzt. Mehr Autoverkehr wird von einer Mehrheit abgelehnt; stattdessen wünschen die Bürger*innen sich mehr und besseren Fuß-, Rad- und öffentlichen Verkehr. 74 Prozent sind für reduzierte Ticketpreise für Menschen mit weniger Einkommen und 52 Prozent befürworten höhere Steuern auf große und schwere Autos wie SUVs. Bei der Schulwegsicherheit wünschten sich die Berliner*innen vor allem geschützte Radwege, Schulstraßen und bessere Fußwege und Querungsmöglichkeiten.

„Gute ÖPNV-Verbindungen vom Zentrum bis zum Stadtrand sind von einer großen Mehrheit erwünscht. Wer dies bei den Wahlen im Herbst 2026 ignoriert, verliert Stimmen – so einfach ist das! Die Berliner*innen wollen mehrheitlich die Verkehrswende – smarte, effiziente und sichere Mobilität statt mehr Autoverkehr, mehr Parkplätze und schlechte Luft”, kommentiert Ragnhild Sørensen von Changing Cities.

Die repräsentative Studie fragt auch die Haltung zu sogenannten Robotaxis ab, die bereits in den USA und China eingeführt wurden und in verschiedenen europäischen Städten u.a. in London ab 2026 zugelassen werden. Hier ist das Bild weit weniger eindeutig. Etwa 39 Prozent der Berliner*innen zeigen sich offen, ein Drittel hat dazu keine Meinung und das letzte Drittel ist dagegen. 

Weiterführende Links:
Die Studie „Cities Speak, the Clean Cities urban mobility barometer 2026“ vom 27. Januar 2026