Josefine Pöggel

Büroteam
Bundesfreiwilligendienst
Koordination #Kiezblocks, Vernetzung

Josefine Pöggel

Wo lebst Du momentan? 
In Friedrichshain.

Was macht eine lebenswerte Stadt für Dich aus? 
Viel Grün, einfach Flächen zum Abspannen vom Alltag ohne permanenten Verkehrslärm. Kleine Oasen mit gemütlichen Stadtmöbeln zum Beisammensein. Urban Greening/Urban Gardening/Urban Farming! Ich wünsche mir grüne Dächer mit Bienenhaltung und vertikalen Gärten, bemooste Hauswände und Algenzucht an Fassaden, Aquaponik, Begrünung aller Straßen, Ausbau von Parks. Vor allem aber eine Stadt, in der ich ohne Angst mit meinem Rad unterwegs sein kann. Leider ist es bis dahin noch ein weiter Weg. 

Und im Gegensatz dazu, was macht eine Stadt weniger attraktiv? 
Ich hatte das Glück, meine Kindheit in einem wunderschönen kleinen Ort an der Müritz verbringen zu dürfen. Grauer Beton, mehrspurige und verstopfte Straßen sind nach vielen Jahren in Berlin noch immer eine Herausforderung für mich. Ich denke, dass im öffentlichen Raum und auch in Innenhöfen deutlich mehr Grün gefördert werden muss. Das kommt in Berlin vielerorts zu kurz und macht viele Stadtteile unattraktiv. Die Müllsituation ist hier teilweise sehr schlecht gelöst, was die Lebensqualität weiter beeinträchtigt.

Stell Dir vor, Du wirst Bürgermeister*in für einen Tag; Was würdest Du anpacken? 
Ich würde alle Umweltschutzprojekte ganz nach oben auf meine Liste setzen und kräftig fördern. Ich würde eine harte Linie gegen die AfD fahren. Und ich würde die Umweltzonen Berlins deutlich ausweiten.

Wie unterstützt Du Changing Cities auf dem Weg zu lebenswerten Städten? 
Ich darf mein Engagement in die Kampagne #Kiezblocks fließen lassen: Menschen vernetzen, Demonstrationen anfeuern, Events planen und begleiten, Workshops geben, Freiwillige unterstützen und Bürger*innen motivieren, ihre Zukunft selbst zu gestalten. 

Mit was verbringst Du (neben Deinem Engagement für Changing Cities) gerne Zeit?
Ich bin ehrenamtlich für den NABU unterwegs und bin eine waschechte Tanzmaus. Wenn ich nicht reisen kann, bin ich wenigstens viel im Grünen und im Sommer bekommt man mich kaum aus dem Wasser.

Und zum Schluss: Verrätst Du uns noch Dein Lebensmotto? 
No risk, no fun!