Radfahrende protestieren gegen Autotsunami von der A100

Nach dem Fußverkehr und dem Busverkehr muss jetzt auch der Radverkehr Platz machen für die Autos, die vom neu eröffneten 16. Abschnitt der A100 abfahren. Heute Abend protestieren Radfahrende auf der Elsenbrücke gegen die autozentrierte Politik der Senatsverwaltung, die die Mobilität der Mehrheit der Berliner*innen einschränkt.

„Die CDU hat ein Problem: Sie hat den Autofahr*innen versprochen, Verkehrspolitik in ihrem Sinn umzusetzen. Freie Fahrt für freie Bürger, von der neugebauten Autobahn direkt… in den Stau. Der Verkehrssenat erkennt plötzlich: Wo sollen die ganzen freie Bürger*innen mit ihren freien Autos eigentlich hin? Auch wenn man einen Radweg in eine Autospur umwandelt, ignoriert, dass sich Chaos ausbreitet und sich kaum jemand an die Verkehrsregel hält und halbherzig, eine Busspur einrichtet, die nach wie vor von Autos benutzt wird – der Autotsunami von der Autobahn nimmt kein Ende. Es bleiben zwei Lösungen: Eine Lösung wäre, die Ampelschaltungen am Ende der Autobahn so einzurichten, dass nicht 12-20 Pkw pro Ampelphase durchgelassen werden, sondern nur so viele, wie die umliegenden Straßen auch vertragen, vielleicht 2-5. Die andere Lösung wäre die Sperrung des neuen Autobahnabschnitts,” kommentiert Ragnhild Sørensen von Changing Cities.