Die Verkehrsunfallentwicklung geht in die falsche Richtung. Die Unfallzahlen steigen und steigen und lagen 2025 über dem Durchschnitt von 2016 bis 2024, wie man dem polizeilichen Bericht zur Verkehrssicherheitslage 2025 in Berlin entnehmen kann. Auf dem Tempelhofer Damm und an der Sonnenallee sowie an der Kreuzung Halenseestraße/Messedamm krachten es jeweils 286 Mal im Jahr 2025 – eine skandalöse Anzahl an Verkehrsunfällen, die von der Senatsverwaltung und Senatorin Bonde (CDU) schulterzuckend zur Kenntnis genommen wird.

„Würden in einem Betrieb so viele Unfälle passieren, das Unternehmen müsste sofort dichtmachen. Im öffentlichen Raum hingegen haben solche Unfallzahlen für die Verantwortlichen kaum Folgen. Was nützt den Bürger*innen ein Verkehrssicherheitsprogramm 2030 und ein Mobilitätsgesetz, in dem Vision Zero festgeschrieben ist, wenn kein politischer Wille vorhanden ist, sie auf der Straße umzusetzen? Wenn keine Radwege gebaut, Kiezblocks gestoppt, Tramplanungen auf Eis gelegt werden und Tempo 30 abgeschafft wird – dann werden die Berliner Straßen unsicherer und gefährlicher. Dank CDU und SPD!”, kommentiert Ragnhild Sørensen von Changing Cities.
17 Fußgänger*innen und 5 Radfahrende wurden 2025 getötet; fast 60 Prozent der Getöteten sind also ungeschützte Verkehrsteilnehmer*innen.
Weiterführende Links:
Die Verkehrsunfallstatistik der Berliner Polizei
