Christine Schroeter

„Das Fahrradfahren in Berlin ist auf vielen Straßen gefährlich für mich – da musste sich dringend etwas ändern. Und so war mir klar, dass ich mich dafür engagiere.“

Christine Schröter

Was war für dich der Moment, an dem du dich dazu entschlossen hast, dich für lebenswerte Städte einzusetzen?
Als ich Ende 2015 in der Zeitung las, dass sich einige Personen zusammengeschlossen hatten, um einen Volksentscheid Fahrrad in die Wege zu leiten, war ich sofort getriggert und wollte unbedingt dabei sein. Das Fahrradfahren in Berlin ist auf vielen Straßen gefährlich für mich – da musste sich dringend etwas ändern. Und so war mir klar, dass ich mich dafür engagiere.

Gibt es eine bestimmte Überzeugung oder ein bestimmtes Ziel, das dich antreibt?
Das Leben in der Stadt kann so viel angenehmer, schöner und gesünder sein, wenn nicht alles auf Autos konzentriert ist, so als wären Autos das einzige Transportmittel. Ich möchte saubere Luft, mehr Grün, mehr Gerechtigkeit auf der Straße, damit alle etwas davon haben und vor allem sicher an ihr Ziel kommen.

Gibt es Momente aus den sechs Jahren Changing Cities, die besonders schön, bewegend und/oder einprägsam waren, so dass du dich immer noch sehr an sie erinnerst?
Der bewegendste Moment für mich war, als wir die Stimmen für den Volksentscheid am Rathaus abgaben. Auch die Eröffnung der Friedrichstraße als autofreie Zone war ein absoluter Höhepunkt. Die vielen Mahnwachen für im Verkehr Gestorbene waren nicht schön, aber prägen mich sehr.

Was wünscht du dir für die nächsten sechs Jahre Changing Cities? Wo möchtest du die Bewegung für lebenswerte Städte in sechs Jahren sehen?
Ich wünsche mir, dass viele Kiezblocks überall in der Stadt entstehen und der Autoverkehr maßgeblich zurückgeht. Viele Mitbürger*innen werden erst dann verstehen, wie schön die Stadt sein kann. Auf diesen Punkt arbeite ich hin.


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