Petition: Sichere Radwege jetzt!


Die Koalition aus SPD und CDU ist angetreten mit dem Versprechen, mehr Radwege als die Vorgängerregierung zu bauen. Gehalten hat sie dieses Versprechen nicht. Stattdessen wurden Radwegprojekte verzögert und sogar gestoppt. Ihre letzte Demontage: Das Mobilitätsgesetz wird so geändert, dass Berliner Hauptverkehrsstraßen zukünftig keine Radwege bekommen sollen.

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Wie um dieses Versagen zu verschleiern, veranstaltet die Senatsverwaltung für Verkehr auch dieses Jahr wieder eine Imagekampagne fürs Radfahren in Berlin: Stadtradeln. Drei Wochen lang wird Radfahren als klimafreundliche und spaßige Aktivität vermarktet. Das ist an Sarkasmus kaum zu überbieten.

Wir brauchen keine teuren Imagekampagnen, wir brauchen sichere Radwege!

Wir fahren in Berlin Fahrrad und merken täglich: Diese Straßen sind nicht für uns gemacht. Zu oft erleben wir beim Radfahren bedrohliche Situationen, werden von Autofahrenden zu eng überholt, haben Angst um unsere Kinder, die in dieser Stadt irgendwie Fahrradfahren lernen wollen. Wir alle kennen eine liebe Person, die schon einen schlimmen Fahrradunfall hat.

Andere Städte zeigen, dass die #VisionZero möglich ist. Das heißt: Die Zahl der Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr wird auf Null reduziert. Das ist keine Träumerei, das ist möglich, wenn wir Druck für eine bessere Verkehrspolitik machen.

Warum solltest du jetzt diese Petition unterschreiben?

Nach dreieinhalb Jahren Stillstand beim Radwegebau braucht Berlin neuen Schwung! Wir nehmen nicht länger hin, dass Menschen im Straßenverkehr sterben. Lasst uns der aktuellen Regierung Feuer unterm Hintern machen und der neuen Regierung für den Tag ihrer Vereidigung gleich mit auf den Weg geben: Wir wollen, dass alle sicher zuhause ankommen, jeden Tag. Dafür brauchen wir sichere Radwege – und Deine Unterschrift!

Sichere Radwege sind systemrelevant
Täglich fahren in Berlin Zehntausende Menschen mit dem Rad. Diese Stadt würde kollabieren, wenn alle diese Menschen aufs Auto umsteigen würden. Auch die BVG könnte niemals alle aufnehmen. Wir als Radfahrer*innen sorgen mit für eine funktionierende Stadt, sichere Radwege sind dafür die Grundlage.
Sichere Radwege fördern Gleichberechtigung
Wer in Berlin Fahrrad fährt, muss mutig sein. Das wollen wir ändern! Sichere Radwege sind breit genug, dass die schnellen und die langsamen, die dreirädrigen Fahrräder und die Kinderräder nebeneinander Platz haben. So können alle, die wollen, Fahrrad fahren und auf den Straßen ist endlich Platz für diejenigen, die wirklich aufs Auto angewiesen sind.
Sichere Radwege retten Leben
Sichere Radwege retten Leben, indem sie Radfahrende physisch vom motorisierten Verkehr trennen und so das Risiko schwerer Unfälle drastisch senken.
Sichere Radwege sparen Geld
Radwege zu bauen ist deutlich günstiger, als Straßen für Autos zu bauen. Auch die Instandhaltung kostet weniger. Zudem steigen Studien, dass Radfahren die Menschen fit hält, was wiederum gesundheitliche Folgekosten erspart. All das sind Ausgaben, die von allen Berliner*innen getragen werden. Aber auch jede*r Einzelne kann mit dem Radfahren Geld sparen. Wir wollen nicht länger aufs Auto oder teure BVG-Tickets angewiesen sein, nur weil die Radwege zu schlecht oder nicht vorhanden sind.
Sichere Radwege schützen das Klima
Wir sagten schon, dass man in Berlin Mut braucht, um sich mit dem Fahrrad in den Verkehr zu wagen. Dadurch entscheiden sich Menschen für das Auto, die eigentlich lieber das Rad nehmen würden, wenn die Infrastruktur ihnen Sicherheit gäbe. Ein Blick in andere Städte wie Utrecht, Kopenhagen oder Paris zeigt: gute Fahrradinfrastruktur bringt die Menschen auf’s Rad. Und das spart CO2.

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