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	<title>Mahnwache &#8211; Changing Cities</title>
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		<title>Radfahrer stirbt nach Kollision mit anderem Radfahrer / Mahnwache</title>
		<link>https://changing-cities.org/radfahrer-stirbt-nach-kollision-mahnwache/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 14:54:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrichshain-Kreuzberg]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Mahnwache]]></category>
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					<description><![CDATA[WANN:&#160; Sonntag, den 3. Mai, 16:00 UhrWO: Mühlenstraße Ecke Mildred-Harnack-Straße in 10243 Berlin-Friedrichshain Am Donnerstag, den 16. April stießen ein 65-jähriger mit einem 14-jährigen Radfahrer zusammen, der bei Rot an der Ecke Mühlenstraße / Mildred-Harnack-Straße wartete. Der 65-Jährige stürzte und verlor das Bewusstsein. Er erlag am 21. April seinen Verletzungen. Changing Cities e.V. spricht allen [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>WANN</strong>:&nbsp; Sonntag, den 3. Mai, 16:00 Uhr<br><strong>WO</strong>: Mühlenstraße Ecke Mildred-Harnack-Straße in 10243 Berlin-Friedrichshain<br><br><strong>Am Donnerstag, den 16. April stießen ein 65-jähriger mit einem 14-jährigen Radfahrer zusammen, der bei Rot an der Ecke Mühlenstraße / Mildred-Harnack-Straße wartete. Der 65-Jährige stürzte und verlor das Bewusstsein. Er erlag am 21. April seinen Verletzungen. Changing Cities e.V. spricht allen Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus und ruft zur Mahnwache auf.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unfall ist sehr außergewöhnlich, die genauen Umstände sind noch nicht bekannt. Changing Cities meldet für jede*n im Straßenverkehr getöteten Radfahrende*n eine Mahnwache an, ungeachtet der Klärung von „Schuldfragen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mahnwache ist als Demonstration bei der Versammlungsbehörde angezeigt. Der ADFC Berlin stellt ein weißes Geisterrad an der Stelle auf, wo ein Mensch gestorben ist. Eine Fahrraddemo mit Start am ADFC im Velokiez um 15:15 Uhr fährt zum Unfallort.</p>
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		<title>Redebeitrag für die in Berlin-Zehlendorf getötete Radfahrerin</title>
		<link>https://changing-cities.org/redebeitrag-fuer-die-in-berlin-zehlendorf-getoetete-radfahrerin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jul 2025 16:34:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mahnwache]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Montag, den 30. Juni haben wir uns in Berlin-Zehlendorf zu einer Mahnwache versammelt. Dort haben wir gemeinsam mit dem ADFC Berlin der an der Clayallee Ecke Sundgauer Straße getöteten Radfahrerin gedacht. Christian Roux hat gesprochen:  Guten Abend, mein Name ist Christian Roux. Ich bin vom Verein Changing Cities. Ich danke Ihnen, liebe Freunde, Familie, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-cc-gray-background-color has-background wp-block-paragraph"><strong><em>Am Montag, den 30. Juni haben wir uns in Berlin-Zehlendorf zu einer Mahnwache versammelt. Dort haben wir gemeinsam mit dem ADFC Berlin der an der <a href="https://changing-cities.org/radfahrerin-getoetet-mahnwache/">Clayallee Ecke Sundgauer Straße getöteten Radfahrerin</a> gedacht. Christian Roux hat gesprochen: </em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Guten Abend,<br><br>mein Name ist Christian Roux.<br><br>Ich bin vom Verein Changing Cities. Ich danke Ihnen, liebe Freunde, Familie, Geschwister, Angehörige und Betroffene, im Namen von Changing Cities und des ADFC Berlin, dass Sie so zahlreich gekommen sind, um gemeinsam mit uns zu trauern, aber auch um gemeinsam ein Zeichen zu setzen, dass es so nicht weitergehen darf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 15. Juni befuhr eine 87 jährige Radfahrerin den Hochbordradweg der Clayallee in nördlicher Richtung. Auf Höhe der Sundgauerstrasse wurde sie von einer Autofahrerin, die aus der Sundgauerstrasse nach rechts in die Clayallee abbog, so schwer verletzt, dass sie an den Verletzungen starb. Für zu viele Menschen in der Politik ist es nur eine weitere Zahl, aber für uns und vor allem für ihre Familie war sie ein Mensch. Sie lebte seit 50 Jahren in Berlin, war trotz des hohen Alters sehr aktiv und pflegte weiterhin alleine ihren Garten. Der Weg zum Seniorensport sollte leider ihr letzter werden. Ich spreche Ihnen, den Kindern und Enkelkindern im Namen aller Anwesenden Menschen mein tiefstes Mitgefühl aus und wünsche Ihnen viel Kraft für die kommenden Wochen und Monate.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie ist dieses Jahr die 13. getötete Person im Berliner Straßenverkehr. In der Zeit, in der wir diese Mahnwache vorbereiteten, wurden bereits 4 weitere Menschen getötet. Im Osten Berlins starb eine Person nach dem Ausstieg aus der Tram durch ein illegales Autorennen. Im Süden Berlins ein Rentnerehepaar auf dem abendlichen Spaziergang. Nach ersten Erkenntnissen ebenfalls mit überhöhter Geschwindigkeit. Heute Mittag musste ich diese Rede erneut anpassen. Keine 400 m von uns in nördlicher Richtung wurde heute Morgen ein 24-jähriger von einem Autofahrer oder Autofahrerin getötet. Die Person beging Fahrerflucht und ließ die schwerstverletzte Person liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Ort hier ist für viele kein unbekannter Ort. Auf der einen Seite gibt es die Sundgauerstraße, um die sich eine eigene Bürgerinitiative gebildet hat und die seit langem auf die Gefahren durch die Nutzung dieser Straße als Abkürzung hinweist. Gefordert werden unter anderem Tempo 30 in der Sundgauerstraße sowie eine rote Markierung des querenden Radwegs zur Erhöhung der Sichtbarkeit. Ebenfalls nötig ist eine Herausnahme der Sundgauerstraße aus dem übergeordneten Straßennetz. Auf der anderen Seite gibt es die Clayallee, auf der ein Bussonderstreifen zu Gunsten eines Parkstreifens weggeklagt wurde. Es braucht nun einmal Prioritäten im Leben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kreuzung, an der wir uns befinden, ist eines von vielen eklatanten Beispielen verfehlter Verkehrsplanung in dieser Stadt. Wir haben einen Hochbordradweg, der erst im Kreuzungsbereich in den Sichtbereich von Autofahrer*innen ragt. Wir haben einen Kurvenradius, der beim Abbiegen nicht zum Bremsen zwingt, und zum Unfallzeitpunkt hatten wir eine Baustelle, die alles noch ein bisschen unübersichtlicher machte. Von diesen Kreuzungen haben wir nicht eine, nicht zwei, nicht drei, sondern hunderte im ganzen Stadtgebiet. Wie konnten wir zulassen, dass über Jahrzehnte die ganze Stadt in eine Vorhölle für Radfahrende und zu Fuß gehende umgebaut wurde?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Senat</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zuerst möchte ich mich an den Senat wenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Haltet euch an Gesetze! Das Mobilitätsgesetz gibt klar vor, wo und wie Radwege gebaut werden müssen. Was macht ihr derweil? Sämtliche Radweg-Planungen wurden verworfen. Das Recht auf Parkplatz wurde über das Recht auf sicheres Radfahren gehoben. Wie verlogen kann man sein? Wie wenig muss man Menschen lieben, die sich ohne Auto durch die Stadt bewegen? Entschärft Kreuzungen proaktiv mit kostentechnisch niederschwelligen Mitteln, wie Poller. Mitte, Schöneberg und Kreuzberg machen es im großen Stil vor. Wir leben in einer Stadt und nicht auf einer Autobahn. Niemand braucht große Abbiegeradien oder Kreuzungen, auf denen man mehrere Wohngebäude oder hunderte Bäume pflanzen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liebe CDU. Ihr wollt die Law and Order Partei sein? Dann liefert doch mal. Wann wird die Bußgeldstelle vernünftig ausgestattet? Wann werden mehr Blitzer aufgestellt? Wann werden die Kontrollen permanent erhöht, um gegen Raser vorzugehen oder Menschen am Handy? Oder ist die Durchsetzung der Gesetze im Straßenverkehr für Sie einfach irrelevant?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liebe SPD. Hört auf damit, der Erfüllungsgehilfe der&nbsp; CDU zu sein. Wie könnt ihr euch in dieser Koalition noch im Spiegel ansehen? Das Mobilitätsgesetz, das von euch mit geschaffen wurde, wird mit Füßen getreten. Und ihr schaut einfach zu?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liebe Frau Bonde, wann geben Sie endlich die TVO oder den Schlangenbader Tunnel auf? Das sind Millionen, die wir sinnvoll in die Verkehrssicherheit dieser Stadt investieren könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wann wird der Preis der Parkvignette signifikant erhöht, damit Besitzer von Autos zumindest zu einem kleinen Teil für die von ihnen verursachten Kosten aufkommen?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bezirke</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt allerdings nicht nur den Senat. Es gibt auch die 12 Berliner Bezirke mit viel mehr Macht als man uns teils glauben lässt. Liebe Bezirke, vieles könnt ihr selber. Anbei ein paar Tipps, die kostengünstig und sicher vor Sabotage aus dem Senat sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuerst wären da die berühmten Teileinzüge. Der phänomenale und bahnbrechende Entscheid des Berliner Verfassungsgericht zum Volksbegehren Berlin Autofrei hat euch dafür noch einmal ganz klar den Rücken gestärkt. Nutzt es!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiter geht es mit dem Gehwegparken. Ordnet diese Übergriffigkeit gegenüber Fußgänger*innen großflächig ab, denn wo weniger Parkplätze sind, fahren am Ende weniger Autos. Wo weniger Autos fahren, gibt es weniger Unfälle. Traut euch, lasst die Ewiggestrigen klagen und verlieren. Wir brauchen mehr Jurisprudenz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann wäre da noch die berühmte StVO, die in dieser Stadt zu oft lediglich als lose Empfehlung angesehen wird. Bestellt euch Abschleppwagen vor, lastet sie aus, befreit uns von Falschparker*innen an jeder Ecke. Es muss in die Köpfe gehen, dass dies kein Kavaliersdelikt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man kann den aktuellen Senat gar nicht genug kritisieren, aber ihr solltet nicht davon ablenken, dass ihr selber viel mehr machen könntet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ausblick</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt aber auch Lichtblicke wie den Entscheid des Berliner Verwaltungsgericht in der vergangenen Woche. Das Volksbegehren Berlin Autofrei wurde zugelassen und als verfassungskonform bewertet. Das ist bahnbrechend und revolutionär. Wir leiden in dieser Stadt an schlechter Luft und unsicheren Straßen. All das nur, weil eine Minderheit eine große Mehrheit der Fläche quasi kostenlos nutzen darf und uns tagein tagaus gefährdet. Letzte Woche wurde durch das Urteil eine große Tür geöffnet und wir müssen diese nutzen. Wir brauchen diese Bewegung von unten. Während wir an der Spitze von Parteien Menschen haben, die gewillt sind, sich dem Auto unterzuordnen, haben wir eine Basis, die dazu nicht mehr bereit ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Aussagen aus der Politik der vergangenen Woche möchte ich hierzu zitieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Ein weitreichendes Verbot von Autos im Innenstadtbereich könnte jedoch zu einer Polarisierung zwischen Innen- und Außenstadt führen. Das Risiko, dass Menschen, die derzeit noch ein Auto besitzen, sich überrumpelt fühlen, ist nicht zu vernachlässigen.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja es ist nicht zu vernachlässigen, aber wir können nicht ständig auf die Gefühle einer Minderheit an Autofahrer*innen Rücksicht nehmen, während wir dabei zuschauen, wie teils über 50 Menschen in einem einzigen Jahr getötet werden. Diese Aussage ist ein absolutes Armutszeugnis. Die Polarisierung wurde von denen angefangen, die die Stadt autogerecht umgebaut haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres, gekürztes Zitat: “In Berlin sollten sich alle so fortbewegen können, wie sie es wollen.” Und später weiter: “Auf den Mix kommt es an &#8211; und auf die Sicherheit. Ein autofreies Berlin grenzt aus und passt nicht zu einer Metropole. Das wird es mit mir nicht geben.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Sicherheit? Welche Sicherheit? Dieses Zitat ist von Kai Wegner. Er hat es in der Hand. Würde der Senat eine moderne Verkehrspolitik führen, dann wäre es vermutlich gar nicht soweit gekommen, dass Menschen ihre Freizeit opfern um ein Gesetz zu schreiben, das den Verkehr in unserer Stadt so sehr zum Positiven neu denkt. Wir können gerne auf andere Metropolen schauen. In Paris werden zehntausende Parkplätze entwidmet und begrünt, während Politiker*innen in dieser Stadt tatsächlich einzelnen Parkplätzen nachtrauern und es skandalös finden, wenn eine Straße vor einer Schule eingezogen wird, damit Kinder sich dort sicher aufhalten können. In New York hat ein Bürgermeisterkandidat realistische Chancen auf das Amt, der den Busverkehr kostenlos machen will. In Amsterdam wird seit Jahrzehnten vorgelebt, dass eine Stadt mit weniger Autos ein Traum sein kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wovor habt ihr alle Angst? Traut euch. Die nächste Wahl sollte sich um genau dieses Thema drehen. Berlin, lass dir das Autofahren verbieten, du wirst es lieben! Liebe Grüne, liebe Linke, liebe SPD, hört auf den Stimmen der wenigen Autofahrer*innen hinterherzurennen und dabei die große Mehrheit der Berliner*innen zu verlieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ich bin müde.&nbsp;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Müde darüber, bereits über 20 Reden für Mahnwachen geschrieben zu haben, denn es ist keine Routine. Es trifft mich jedes Mal ins Herz. Jedes Mal wenn ich die Meldung erhalte, dass diese anachronistische Verkehrspolitik das nächste Opfer gefordert hat. #VisionZero, wo bist du?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lasst uns zum Abschied darauf besinnen, für wen wir gekommen sind. Für eine Frau, die auf dem Fahrrad und am Ort unseres Versammelns getötet wurde. Sie könnte noch unter uns sein, wenn eine Autofahrerin besser geschaut hätte, bevor sie einfach weiterfährt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lasst uns zum Abschied 3x klingeln und eine Schweigeminute abhalten. Im Anschluss werden wir ein weißes Fahrrad als Erinnerung und Mahnmal aufstellen, an dem ihr Kerzen und Blumen abstellen könnt.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Radfahrer von Lkw-Fahrer getötet // Mahnwache</title>
		<link>https://changing-cities.org/radfahrer-von-lkw-fahrer-getoetet-mahnwache/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2025 09:44:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelhof-Schöneberg]]></category>
		<category><![CDATA[Mahnwache]]></category>
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					<description><![CDATA[Wo: Gutschmidtstraße / Ecke Buckower Damm in 12349 BerlinWann: Freitag, den 21. März, 17:30 Uhr Ein Lkw-Fahrer bog Dienstagmittag rechts in den Buckower Damm ab und fuhr einen 63-jährigen Radfahrer an; der Radfahrer verstarb noch im Rettungswagen. Genau an derselben Stelle, Gutschmidtstraße / Ecke Buckower Damm, wurde eine Radfahrerin im November 2016 tödlich von einem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wo: Gutschmidtstraße / Ecke Buckower Damm in 12349 Berlin<br>Wann: Freitag, den 21. März, 17:30 Uhr</strong><br><br><strong>Ein Lkw-Fahrer bog Dienstagmittag rechts in den Buckower Damm ab und fuhr einen 63-jährigen Radfahrer an; der Radfahrer verstarb noch im Rettungswagen. Genau an derselben Stelle, Gutschmidtstraße / Ecke Buckower Damm, wurde eine Radfahrerin im November 2016 tödlich von einem rechtsabbiegenden Lkw-Fahrer verletzt. Changing Cities e.V. ruft neun Jahre später wieder an derselben Stelle zur Mahnwache in Berlin-Britz auf und spricht den Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus.</strong><br><br>Das  Abbiegen über zwei Fahrstreifen auf der Gutschmidtstraße wurde nach dem tödlichen Unfall auf einen Fahrstreifen reduziert. Das Grundproblem, der flache Abbiegewinkel, der das schnelle Abbiegen ermöglicht, wurde jedoch nicht angegangen. Jetzt ist ein weiterer Radfahrer getötet worden.<br><br>„Zwei tödliche Kollisionen zwischen Rad- und Lkw-Fahrenden an der genau identischen Stelle. Fast neun Jahre liegen dazwischen. Neun Jahre, währenddessen nicht entschieden eingegriffen wurde, um die Verkehrssicherheit herzustellen. Dieses Beispiel zeigt in aller Deutlichkeit, dass Tote und Verletzte im Straßenverkehr  keine Schicksalsschläge sind, sondern ein systemisches Problem, das konsequent ignoriert wird. Damals wurde eine 50-jährige Frau getötet, dienstags ein 63-jähriger Mann. Solange dieses Problem nicht ernst genommen wird, fragen wir: Wer wird wohl der oder die nächste sein, Frau Bonde?”, sagt Ragnhild Sørensen von Changing Cities.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens: So viele Verkehrstote wie 2024, nämlich 33, gab es zuletzt 2016. Täglich grüßt die Verkehrssicherheitsignoranz…:<br>2016 hieß es: „An der Kreuzung Gutschmidtstraße/Ecke Buckower Damm erfasste beim Abbiegen ein Lkw eine Radfahrerin.“<br>2025 heißt es: „[A]n der Kreuzung Gutschmidtstraße/Buckower Damm [wurde] ein 63-jähriger Radfahrer von einem abbiegenden Lkw erfasst.“ <br>2016 haben wir zur Mahnwache aufgerufen. Wir wollten die Aufmerksamkeit auf die Verkehrssicherheit lenken, damit nicht dieselben Unfälle immer wieder passieren. Neun Jahre später müssen wir an genau derselben Stelle wieder zusammenkommen. Wie kann das sein? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mahnwache ist als Demonstration bei der Versammlungsbehörde angezeigt. Der ADFC Berlin wird an der Unfallstelle ein weißes Geisterrad aufstellen. Eine Fahrraddemo mit Abfahrt um 16 Uhr in der Möckernstr 47 bringt die Teilnehmenden zum Unfallort. Politiker*innen aus Senat, Abgeordnetenhaus und Bezirk wurden zur Teilnahme eingeladen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mitte Januar verstorbene Radfahrer (Prenzlauer Promenade) wurde inzwischen aus der polizeilichen Unfallstatistik entfernt, da nicht der Sturz, sondern ein medizinischer Notfall zum Tod geführt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführende Links:</strong><br><a href="https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2025/pressemitteilung.1542408.php">Meldung der Polizei vom 19. März 2025</a><br><a href="https://www.bz-berlin.de/archiv-artikel/lkw-erfasst-50-jaehrige-radlerin-die-wird-schwer-verletzt">Meldung der BZ vom 28. November 2016</a><br><br><strong>Über Changing Cities e.V.</strong>: Wir fördern zivilgesellschaftliches Engagement für lebenswertere Städte. Das bislang größte Projekt von Changing Cities e.V. ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es 2016 gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing Cities e.V. unterstützt landes- und bundesweit Bürger*inneninitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende und lebenswerte Städte einsetzen, mit Kampagnenwissen oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als gemeinnützig anerkannt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erster toter Radfahrer 2025 nach nur 14 Tagen // Mahnwache</title>
		<link>https://changing-cities.org/erster-toter-radfahrer-2025-nach-nur-14-tagen-mahnwache/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jan 2025 14:27:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pankow]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Mahnwache]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrssicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Wo: Prenzlauer Promenade / Ecke Rothenbachstraße in 13089 BerlinWann: Samstag, den 18. Januar, 16 Uhr Vor zwei Tagen starb ein Radfahrer nach einem Alleinunfall. Er stürzte mit seinem Fahrrad an einer schräg anzufahrenden Bordsteinkante, an der sich Schneehaufen seit Tagen auftürmten, und verstarb laut Polizei noch am Unfallort. Changing Cities e.V. ruft zur Mahnwache in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wo: Prenzlauer Promenade / Ecke Rothenbachstraße in 13089 Berlin<br>Wann: Samstag, den 18. Januar, 16 Uhr</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vor zwei Tagen starb ein Radfahrer nach einem Alleinunfall. Er stürzte mit seinem Fahrrad an einer schräg anzufahrenden Bordsteinkante, an der sich Schneehaufen seit Tagen auftürmten, und verstarb laut Polizei noch am Unfallort. Changing Cities e.V. ruft zur Mahnwache in Berlin-Pankow auf und spricht den Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus.</strong><br><br>„Wir wissen nicht genau, wie dieser Mann gestorben ist. Aber wir wissen, dass Radwege nur in Ausnahmefällen im Winter geräumt werden. Und wir wissen konkret, dass dieser nicht geräumt war. Im Gegenteil: Hier wurde der Schnee von der Fahrbahn hingeschoben und gelagert. Wenn Frau Bonde nun vorhat, ein Verkehrssicherheitsmaßnahmenprogramm aufzulegen, könnte sie ja mit dem Winterdienst anfangen. Der hätte womöglich ein Menschenleben retten können“, sagt Ragnhild Sørensen von Changing Cities. Doch auch der Frühlingsanfang wird aus dieser Strecke keine sichere für Radfahrer*innen machen. Ein schmaler, plötzlich endender Radstreifen, der nach rechts auf einen Fuß- und Radweg verschwenkt, macht das Radfahren hier zu jeder Jahreszeit gefährlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun will die Verkehrssenatorin das lange versprochene Verkehrssicherheitsprogramm 2030 im ersten Halbjahr 2025 vorlegen als Reaktion auf die viel zu vielen Verkehrstoten. Es starben im Jahr 2024 55 Menschen, also 40 Prozent mehr als im Vorjahr 2023. Der Fokus soll auf Schulwege gelegt werden, auf den Berliner Radverkehrsplan und auf die Sicherheit für Fußgänger*innen bei Straßenüberquerungen. Beim Radverkehrsplan geht es Frau Bonde laut Morgenpost allerdings nicht um den Radwegebau – dieser wurde ja durch sie weitestgehend gestoppt in Berlin – nein, sie will den Radverkehrsplan „mit Blick auf Verkehrssicherheit anpassen”. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Skepsis ist durchaus angebracht, nachdem bereits diese Woche weitere Kürzungen im Bereich des Fuß- und Radverkehrs angekündigt wurden. Denn ohne sichere Infrastruktur gibt es keine Verkehrssicherheit. Diese Binsenweisheit scheint in der Senatsverwaltung nicht angekommen zu sein. Es fehlt nur noch, dass die Verwaltung erklärt, sie will die Verkehrssicherheit „priorisieren” und Yogaübungen vorschlägt…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mahnwache ist als Demonstration bei der Versammlungsbehörde angezeigt. Der ADFC Berlin wird an der Unfallstelle ein weißes Geisterrad aufstellen. Eine Fahrraddemo mit Abfahrt um 15 Uhr in der Möckernstr 47 bringt die Teilnehmenden zum Unfallort. Politiker*innen aus Senat, Abgeordnetenhaus und Bezirk wurden zur Teilnahme eingeladen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführende Links:</strong><br><a href="https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2025/pressemitteilung.1521112.php">Meldung der Polizei zum Unfall vom 15. Januar</a><br><a href="https://www.morgenpost.de/berlin/article408090470/viele-verkehrstote-wie-berlins-strassen-sicherer-werden-sollen.html">Bericht aus Morgenpost vom 15. Januar</a><br><br><strong>Über Changing Cities e.V.</strong>: Wir fördern zivilgesellschaftliches Engagement für lebenswertere Städte. Das bislang größte Projekt von Changing Cities e.V. ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es 2016 gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing Cities e.V. unterstützt landes- und bundesweit Bürger*inneninitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende und lebenswerte Städte einsetzen, mit Kampagnenwissen oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als gemeinnützig anerkannt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rede Mahnwache für Alex</title>
		<link>https://changing-cities.org/rede-mahnwache-fuer-alex/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Dec 2024 11:38:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Mahnwache]]></category>
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					<description><![CDATA[51. 51 Menschen wurden dieses Jahr im Berliner Straßenverkehr getötet. 51 Schon alleine diese Zahl auszusprechen, schmerzt. Mein Name ist Christian Roux und ich bin vom Verein Changing Cities. Ich danke Ihnen allen im Namen von Changing Cities und des ADFC Berlin, dass Sie so zahlreich erschienen sind, damit wir gemeinsam eines Menschen gedenken können, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">51.</p>



<p class="wp-block-paragraph">51 Menschen wurden dieses Jahr im Berliner Straßenverkehr getötet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">51 Schon alleine diese Zahl auszusprechen, schmerzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Name ist Christian Roux und ich bin vom Verein Changing Cities. Ich danke Ihnen allen im Namen von Changing Cities und des ADFC Berlin, dass Sie so zahlreich erschienen sind, damit wir gemeinsam eines Menschen gedenken können, den zwar viele von uns nicht kannten, aber dessen Tod uns dennoch sehr betroffen macht. Es sind aber auch sehr viele Menschen gekommen, die Alex persönlich kannten. Liebe Angehörige, liebe Freunde, Freundinnen, Kollegen und Kolleginnen, wir sind heute hier, um mit Ihnen zu trauern und Ihnen in Ihrem Schmerz beizustehen. Ich danke auch Oda Hassepass, Filiz Keküllüoğlu und Stephan Gelbhaar für ihr kommen. Es zeigt uns, dass es noch Politiker*innen gibt, denen der Tod Unschuldiger nicht gleichgültig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Stelle, an der wir uns versammelt haben, wurde der 38-jährige Alex vor drei Tagen in den frühen Morgenstunden durch einen Autofahrer getötet, der mit massiv überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Das Trümmerfeld ergoss sich über 100 m. Der Fahrer &#8211; gerade einmal 20 Jahre alt. Es war kein Unfall. Alex wurde getötet. Das müssen wir in aller Deutlichkeit aussprechen. Den Fatalismus, der im Wort “Unfall” mitschwingt, müssen wir ablegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alex war selbst in der Fahrradbranche aktiv und hat über sie seine Liebe zu Fahrrädern entdeckt. Ohne Besitz eines Führerscheins oder BVG Karte legte er all seine Wege mit dem Fahrrad zurück. Er war ein erfahrener Radfahrer, der bei jedem Wetter fuhr, mal mit besserer, mal schlechterer Laune. Einer, der seine Freunde mahnte, sich doch nicht die Vorfahrt erzwingen zu müssen. Freunde und Familie beschreiben ihn als fleißigen und zuverlässigen Mensch, auf den immer Verlass war. Ein sehr korrekter Mensch und großer Fan der Beatsteaks. Sein plötzlicher und viel zu früher Tod hinterlässt eine tiefe Lücke.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vergangenen Sonntag erst hatten wir uns versammelt, um Abschied von zwei Menschen zu nehmen, die ebenfalls im Berliner Straßenverkehr getötet wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während wir diese Mahnwache vorbereiteten, ereilten uns bereits die nächsten zwei Fälle. Wir versammeln uns also, um des 49. Toten im Berliner Straßenverkehr zu gedenken, in dem Wissen, dass der 50. sowie der 51. bereits tot sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist unerträglich. Das ist skandalös.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sage es ganz deutlich: Nicht Mit Uns!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zunahme an Verkehrstoten ist dabei kein tragischer Zufall. Sie ist ein klares Ergebnis der Politik des aktuellen Senats, so wie der Versprechen aus dem Wahlkampf. Die CDU ging voran und peitschte die Berliner*innen auf, sich ihr Auto nicht verbieten zu lassen. Seit der gewonnenen Wahl wird politisch alles dafür getan, um dieses Versprechen &#8211; bzw. wie ich es verstehe &#8211; diese Drohung zu erfüllen. Fertig geplante Radweg-Projekte wurden nicht gebaut, teils sogar aktiv wieder abgeordnet und hohe Summen an Fördergeldern verfallen, auf die unsere klamme Stadt doch so sehr angewiesen ist. Sämtliche Radschnellverbindungen, bis auf eine, wurden auf Eis gelegt. Bezirke, die gerne die Mobilitätswende umsetzen wollen, werden finanziell massiv ausgebremst. Wo vom Senat nicht gespart wird, ist bei anachronistischen Projekten wie die Tangentiale Verbindung Ost &#8211; auch als TVO bekannt, die über 800 Millionen Euro kosten soll und ein Naherholungsgebiet in eine Asphaltwüste verwandeln soll, oder der Sanierung des Schlangenbader Tunnels, dessen Sanierung schon vor über 10 Jahren mit 32 Millionen Euro beziffert wurde. Bei üblichen Preissteigerungen reden wir also von über einer Milliarde Euro, die eingespart werden könnte. Selbst ein weiterer Ausbau der A100 wird ohne Sinn und Verstand weiter gegen den Willen der betroffenen Bezirke vorangetrieben. Manja Schreiner war bereits eine erwartbare Enttäuschung als Verkehrssenatorin. Ihre Nachfolgerin Ute Bonde steht ihr dabei leider in nichts nach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liebe CDU, liebe SPD, Ihr tragt nicht alleine die Schuld daran, dass die Stadt so aussieht, wie sie aussieht, aber Ihr tragt als regierende Parteien mit Euren anachronistischen Entscheidungen die Schuld, dass sie so lebensfeindlich bleibt, wie sie ist. Wie verachtend klingen in Anbetracht der diesjährig tödlichsten Woche im Berliner Straßenverkehr die Worte eines CDU Abgeordneten, der letzte Woche im Abgeordnetenhaus eine Rede hielt, bei der er von Realitäts-Anpassungen im Verkehrs-Budget redete. Realitätsanpassungen… Welch abstoßender Euphemismus für massive Budgetkürzungen. Wie soll das Budget genau an die Realität angepasst werden? Wie viele Tote sind akzeptabel, liebe CDU? 50? 100? Für mich sind genau 0 Tote im Straßenverkehr akzeptabel. Wer nichts gegen Raser*innen unternimmt und wer sich gegen Tempo 30 in der Stadt ausspricht, hat seinen moralischen Kompass vollständig aus den Augen verloren. Politik trägt Verantwortung und sollte keine Spielwiese für Menschen sein, die unser Leben, so wie das unserer Kinder, aktiv durch ihre Entscheidungen ruinieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz konkret wurden die Gelder für Zebrastreifen halbiert, es werden keine neuen Blitzer angeschafft, obwohl sie sich selbst finanzieren. Anwohnerparken bleibt bei günstigen 2,8 Cent pro Tag, anstatt die Gebühren auf ein für Hauptstädte übliches Maß anzuheben und diese Gelder in die Mobilitätswende zu stecken. Das Personal in der Bußgeldstelle wird weiterhin nicht aufgestockt, sodass tausende Anzeigen weiterhin nicht verarbeitet werden. Die Fahrbahn wird immer mehr zu einer rechtsfreien Zone.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schauen wir uns konkret die Straße an, auf der wir stehen. Die Landsberger Allee. Drei Fahrstreifen in jede Richtung. Manche Autobahnen wären eifersüchtig auf diese Aufteilung und das mitten in der Stadt. Aktuell ist hier eine Baustelle. Wie kann es sein, dass wir in der Lage sind, eScooter, die maximal 20 km/h fahren können, je nach Bereich in ihrer Geschwindigkeit einzuschränken, während man erst seit kurzem in Autos einen verpflichtenden Geschwindigkeitsassistenten hat, der jedoch per simplem Knopfdruck deaktiviert werden kann? Wenn die Baustelle beendet ist, wird man hier auf Grund der Breite der Straße noch schneller fahren können. Was wird der Senat tun, um dies zu verhindern, wenn weder bauliche Veränderungen geplant sind und er auch kein Geld für Blitzer ausgeben will?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lasst uns wieder darauf besinnen, für wen wir uns hier versammelt haben. Für Alex, einen leidenschaftlichen Radfahrer und treuen Freund. Lasst uns zum Abschied dreimal klingeln und eine Schweigeminute abhalten. Im Anschluss werden wir ein weißes Fahrrad aufstellen als Erinnerung und Mahnmal an Alex.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>von Christian Roux</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Mahnwache für einen getöteten Radfahrer</title>
		<link>https://changing-cities.org/mahnwache-fuer-einen-getoeteten-radfahrer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Nov 2024 13:45:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Lichtenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Mahnwache]]></category>
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					<description><![CDATA[Wann: Freitag, 29. Freitag, 17:30 UhrWo: Landsberger Allee / Ecke Judith-Auer-Straße, 10369 Berlin-Fennpfuhl In der 47. Kalenderwoche des Jahres rufen Changing Cities und ADFC Berlin zu einer Mahnwache für den 49. Verkehrstoten. Die Bilanz des Miteinander ist verheerend: Mehr als ein Verkehrstoter pro Woche. Ein 38-jähriger Radfahrer wurde in der Nacht zu Dienstag von einem [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wann: </strong>Freitag, 29. Freitag, 17:30 Uhr<br><strong>Wo:</strong> Landsberger Allee / Ecke Judith-Auer-Straße, 10369 Berlin-Fennpfuhl</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In der 47. Kalenderwoche des Jahres rufen Changing Cities und ADFC Berlin zu einer Mahnwache für den 49. Verkehrstoten. Die Bilanz des Miteinander ist verheerend: Mehr als ein Verkehrstoter pro Woche. Ein 38-jähriger Radfahrer wurde in der Nacht zu Dienstag von einem Pkw-Fahrer mit „deutlich überhöhter Geschwindigkeit“ angefahren und viele Meter durch die Luft geschleudert. Er starb am Kollisionsort. Changing Cities spricht </strong><strong>den Angehörigen und Freund*innen sein tiefes Mitgefühl aus</strong><strong>.  </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Letzte Woche haben wir bereits einen 17-Jährigen und einen 63-Jährigen betrauert, diese Woche wurde ein 38-Jähriger getötet. Was ist in dieser Stadt los? 32 Menschen ohne Blechschutz wurden dieses Jahr getötet, 20 Füßgänger*innen und 12 Radfahrende. Stellen Sie sich eine Fabrik vor, in der 32 Menschen wegen Arbeitsunfällen ums Leben gekommen wären. Wären Sie damit einverstanden, dass diese Fabrik einfach und unverändert weiterbetrieben wird? Würden Sie da frohen Mutes jeden Tag zur Arbeit erscheinen? Im Verkehrsbereich erlauben wir uns solche abstrusen Verhältnisse – und schauen vor lauter Gewöhnung weg, während die Ungeschützten sterben, und die Motorisierten überleben. Wer übernimmt für diese Gewalt endlich die Verantwortung?”, fragt Ragnhild Sørensen von Changing Cities.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mahnwache ist als Demonstration bei der Versammlungsbehörde angemeldet. Der ADFC Berlin stellt am Unfallort ein Geisterrad auf. Eine #VisionZero-Demo fährt ab dem Velokiez in der Möckernstraße 47 um 16:30 Uhr zum ersten Unfallort und weiter zur Senatsverwaltung für Inneres und Sport, von Senatorin Iris Spranger.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführende Links:</strong><br><a href="https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2024/pressemitteilung.1506727.php">Polizeimeldung vom 26. November</a> <br><br><strong>Über Changing Cities e.V.</strong>: Wir fördern zivilgesellschaftliches Engagement für lebenswertere Städte. Das bislang größte Projekt von Changing Cities e.V. ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es 2016 gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing Cities e.V. unterstützt lande#- und bundesweit Bürger*inneninitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende und lebenswerte Städte einsetzen, mit Kampagnenwissen oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als gemeinnützig anerkannt.</p>
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		<title>Mahnwachen für zwei getötete Radfahrer (17 bzw. 63 Jahre alt)</title>
		<link>https://changing-cities.org/mahnwachen-fuer-zwei-getoetete-radfahrer-17-bzw-63-jahre-alt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2024 08:37:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Pankow]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Reinickendorf]]></category>
		<category><![CDATA[Mahnwache]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrssicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Wann #1: Sonntag, 24. November, 16 UhrWo #1: Oranienburger Straße/Ecke Taldorfer Weg, 13437 Berlin-WittenauWann #2: Sonntag, 24. November, 17 UhrWo #2: Breite Straße/Ecke Mühlenstraße, 13187 Berlin-Pankow Ein 17-jähriger Mensch ist tot. Er wurde am 9. November von einem Autofahrer in Alt-Pankow angefahren und erlag am 15. November seinen Verletzungen. Am selben Tag verstarb ein 63-Jähriger, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wann #1: </strong>Sonntag, 24. November, 16 Uhr<br><strong>Wo #1:</strong> Oranienburger Straße/Ecke Taldorfer Weg, 13437 Berlin-Wittenau<br><strong>Wann #2: </strong>Sonntag, 24. November, 17 Uhr<br><strong>Wo #2:</strong> Breite Straße/Ecke Mühlenstraße, 13187 Berlin-Pankow</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein 17-jähriger Mensch ist tot. Er wurde am 9. November von einem Autofahrer in Alt-Pankow angefahren und erlag am 15. November seinen Verletzungen. Am selben Tag verstarb ein 63-Jähriger, der zwei Wochen zuvor in Wittenau mit seinem Fahrrad unterwegs war. Changing Cities spricht </strong><strong>den Angehörigen und Freund*innen sein tiefes Mitgefühl aus</strong><strong> und ruft zu Mahnwachen an den Unfallorten auf.&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ein 17 Jahre kurzes Leben – das ist ein Aufleuchten, ein Hoffnungsschimmer, ein Verlangen nach mehr, das jetzt brutal beendet wurde. Ich bitte jede und jeden, sich ins 17. Lebensjahr zurückzuversetzen: Was wäre, wenn alles, was danach kam, ausgelöscht würde? Das Leben eines 17-Jährigen, der Freitagabend auf dem Rad unterwegs war, wurde beendet. Ignoriert von den allermeisten Verkehrsplaner*innen, Politiker*innen und Autofahrenden. Dieses Jahr ist ein katastrophales Jahr in Berlin: 48 Menschen sind bereits gestorben, im Vorjahr waren es 33. Fast 50 Prozent mehr Menschen über 65 sind dieses Jahr auf den Berliner Straßen gestorben, und die Zahl der verunglückten Kinder im Straßenverkehr steigt und steigt. Das „Miteinander“ des SPD-CDU-Senats erweist sich als kalter Überlebenskampf. De facto heißt es: Wer klimaschonend unterwegs sein will, gefährdet sein Leben. Die Ungeschützten sterben, und die Motorisierten überleben“, kommentiert Ragnhild Sørensen von Changing Cities.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der aktuellen Sparzwänge fordert Changing Cities einfache, aber wirksame Sofortmaßnahmen: Doppelte Abbiegespuren müssen aufgelöst und in geschützte Radwege umgewandelt werden. An Gefahrenstellen muss Tempo 30 oder Schrittgeschwindigkeit angeordnet und durchgesetzt werden. Sichtbehinderungen durch parkende Fahrzeuge müssen unterbunden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Changing Cities fordert seit Jahren ein Umdenken in der Verkehrspolitik, eine fehlerverzeihende Infrastruktur und den Schutz der Schwächeren statt individueller Schuldzuweisung,</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mahnwache ist als Demonstration bei der Versammlungsbehörde angemeldet. Der ADFC Berlin stellt an den Unfallorten Geisterräder auf. Eine #VisionZero-Demo fährt ab dem Velokiez in der Möckernstraße 47 um 14:30 Uhr zum ersten Unfallort und weiter zum zweiten Unfallort.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pressekontakt Changing Cities:</strong><strong><br></strong>Ragnhild Sørensen, ragnhild.soerensen@changing-cities.org, +49 171 535 77 34</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführende Links</strong><br><a href="https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2024/pressemitteilung.1499578.php">Polizeimeldung vom 16. November, Reinickendorf</a><br><a href="https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2024/pressemitteilung.1501468.php">Polizeimeldung vom 16. November, Pankow</a><br><br><strong>Über Changing Cities e.V.</strong>: Wir fördern zivilgesellschaftliches Engagement für lebenswertere Städte. Das bislang größte Projekt von Changing Cities e.V. ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es 2016 gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing Cities e.V. unterstützt lande#- und bundesweit Bürger*inneninitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende und lebenswerte Städte einsetzen, mit Kampagnenwissen oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als gemeinnützig anerkannt</p>
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		<title>Zeug*innen gesucht</title>
		<link>https://changing-cities.org/zeuginnen-gesucht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Aug 2024 09:31:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Mitte]]></category>
		<category><![CDATA[Mahnwache]]></category>
		<category><![CDATA[Unfall]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Angehörigen bitten darum, dass Zeug*innen des Unfalls auf der Kreuzung Mollstraße / Karl-Liebknecht-Straße sich bei ihnen melden. Bitte meldet euch nicht bei uns, sondern per Mail an: verkehr2024@gmx.de oder per Telefon unter 0176 84321020. Hier der Aufruf der Angehörigen als PDF (enthält auch ein Foto). Hier die Polizeimeldung vom 27. Juli 2024: Hier unsere [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Angehörigen bitten darum, dass Zeug*innen des Unfalls auf der Kreuzung Mollstraße / Karl-Liebknecht-Straße sich bei ihnen melden. Bitte meldet euch nicht bei uns, sondern per Mail an: verkehr2024@gmx.de oder per Telefon unter 0176 84321020.</p>



<span id="more-23560"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Hier der Aufruf der Angehörigen als <a href="https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2024/08/Radfahrerin-bei-Verkehrsunfall-toedlich-verletzt.pdf">PDF</a> (enthält auch ein Foto).<br><br>Hier die <a href="https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2024/pressemitteilung.1471488.php">Polizeimeldung</a> vom 27. Juli 2024:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier unsere <a href="https://changing-cities.org/vom-lkw-ueberrollte-26-jaehrige-ist-jetzt-tot-mahnwache/">Pressemitteilung</a> zur Mahnwache am 12. August.</p>
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		<item>
		<title>Vom Lkw überrollte 26-Jährige ist jetzt tot // Mahnwache</title>
		<link>https://changing-cities.org/vom-lkw-ueberrollte-26-jaehrige-ist-jetzt-tot-mahnwache/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Aug 2024 07:25:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mitte]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Lkw in der Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Mahnwache]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://changing-cities.org/?p=23469</guid>

					<description><![CDATA[Wann: Montag, 12. August, 17:30 UhrWo: Karl-Liebknecht-Straße / Ecke Mollstraße, 10178 Berlin-Mitte Eine 26-jährige junge Frau ist gestorben, 12 Tage, nachdem sie von einem Lkw-Fahrer in der riesigen Kreuzung Karl-Liebknecht-Straße Ecke Mollstraße überfahren wurde. Changing Cities spricht den Angehörigen und Freund*innen sein tiefes Mitgefühl aus und ruft zur Mahnwache am Unfallort auf. Laut Polizei wollte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wann: </strong>Montag, 12. August, 17:30 Uhr<br><strong>Wo:</strong> Karl-Liebknecht-Straße / Ecke Mollstraße, 10178 Berlin-Mitte</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine 26-jährige junge Frau ist gestorben, 12 Tage, nachdem sie von einem Lkw-Fahrer in der riesigen Kreuzung Karl-Liebknecht-Straße Ecke Mollstraße überfahren wurde. Changing Cities spricht den Angehörigen und Freund*innen sein tiefes Mitgefühl aus und ruft zur Mahnwache am Unfallort auf.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Polizei wollte der Fahrer eines Betonmischers am 27. Juli um vier Uhr morgens rechts abbiegen, übersah dabei die junge, geradeaus fahrende Frau und überrollte sie.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie der Unfall genau passiert ist, ist sehr schwer nachzuvollziehen. Es gibt an dieser Stelle beim Einfahren in die Kreuzung eine sogenannte Fahrradweiche, also einen Radstreifen zwischen der abbiegenden und der geradeaus führenden Autospur. Geradeaus fahrende Radfahrende müssen sich hier einordnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt drei mögliche Erklärungen:<br>1) Die Radfahrerin befand sich auf der Rechtsabbiegerspur und wollte geradeaus fahren. Hier ist allerdings kein Platz für Lkw und Radfahrerin nebeneinander: Die Radfahrerin muss also vor dem Lkw an der Kreuzung gewartet haben und somit sichtbar gewesen sein – sonst gäbe es keine Kollision in der Kreuzung.<br>2) Die Radfahrerin fuhr vorschriftsmäßig auf der Fahrradweiche, wurde von hinten vom Lkw-Fahrer angefahren, als er die Spur gewechselt hat, um rechts abzubiegen.<br>3) Die Radfahrerin fuhr über die Fußgängerfurt der Ampel und wurde von dem Fahrer nicht gesehen. Bei gefährlicher Infrastruktur, wie sie hier vorliegt, weichen Radfahrende regelmäßig aus Angst auf den Gehweg aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist kaum zu ertragen, wenn so eine junge Person stirbt. Wir wünschen den Angehörigen und Freund*innen viel Kraft. Wir argumentieren seit Jahren, dass Fahrradweichen für alle Verkehrsteilnehmer*innen viel zu gefährlich sind. Der Radwegestopp im letzten Sommer und der diesjährige Planungsstopp der Radschnellverbindungen zeigen wieder mal, dass die Sicherheit des Radverkehrs keine Priorität bei dieser Senatsverwaltung hat. Wenn „priorisiert“ wird, dann immer zu Ungunsten der Radfahrenden. Deswegen werden&nbsp; Menschen nach wie vor auf den Berliner Straßen getötet“, sagt Ragnhild Sørensen von Changing Cities.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fahrradweichen sind für Radfahrende extrem gefährlich, weil der Abbiegekonflikt in der Kreuzung nicht gelöst, sondern einfach vorverlagert wird. Autos und Radfahrende haben eine deutlich höhere Geschwindigkeit, wenn sich die Verkehre kreuzen als direkt an der Kreuzung. Zusätzlich haben Radfahrende motorisierten Verkehr auf beiden Seiten neben sich, oft mit viel zu geringem Abstand und völlig ungeschützt. Staut sich der Autoverkehr in der Kreuzung, wird häufig der geradeaus führende Radweg zugestellt, so dass die Radfahrenden dann auch noch behindert und gefährdet werden. Die Berliner Senatsverwaltung hat vor einigen Jahren die Einrichtung von Fahrradweichen gestoppt, als sie die Gefahr erkannt hat. Die alte Infrastruktur wird aber vorerst nicht umgebaut – und neue kommt bei der jetzigen autozentrierten Verkehrsverwaltung nicht dazu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mahnwache ist als Demonstration bei der Versammlungsbehörde angemeldet. Der ADFC Berlin stellt am Unfallort ein Geisterrad auf. Eine #VisionZero-Demo fährt ab dem Velokiez in der Möckernstraße 47 um 17 Uhr zum Unfallort.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pressekontakt Changing Cities:</strong><strong><br></strong>Ragnhild Sørensen, ragnhild.soerensen@changing-cities.org, +49 171 535 77 34</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführende Links:</strong><br><a href="https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2024/pressemitteilung.1471488.php">Polizeimeldung vom 7. August</a><br><br><strong>Über Changing Cities e.V.</strong>: Wir fördern zivilgesellschaftliches Engagement für lebenswertere Städte. Das bislang größte Projekt von Changing Cities e.V. ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es 2016 gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing Cities e.V. unterstützt lande#- und bundesweit Bürger*inneninitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende und lebenswerte Städte einsetzen, mit Kampagnenwissen oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als gemeinnützig anerkannt.<br><br></p>
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		<item>
		<title>Radfahrer tödlich verletzt // Fahrerflucht // Mahnwache</title>
		<link>https://changing-cities.org/radfahrer-toedlich-verletzt-fahrerflucht-mahnwache/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jul 2024 07:13:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Treptow-Köpenick]]></category>
		<category><![CDATA[Mahnwache]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://changing-cities.org/?p=23304</guid>

					<description><![CDATA[Wann: Freitag, 2. August, 17:30 UhrWo: Müggelheimer Damm / Ecke Waldnesselweg, 12557 Berlin-Köpenick  Ein 45-jähriger Radfahrer ist gestorben, fast einen Monat, nachdem er von einem Pkw-Fahrer angefahren wurde. Der 25-jähriger Mann verließ den Unfallort stadtauswärts mit hoher Geschwindigkeit und wurde erst gestern ermittelt. Changing Cities spricht den Angehörigen und Freund*innen sein tiefes Mitgefühl aus und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wann: </strong>Freitag, 2. August, 17:30 Uhr<br><strong>Wo:</strong> Müggelheimer Damm / Ecke Waldnesselweg, 12557 Berlin-Köpenick</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong> Ein 45-jähriger Radfahrer ist gestorben, fast einen Monat, nachdem er von einem Pkw-Fahrer angefahren wurde. Der 25-jähriger Mann verließ den Unfallort stadtauswärts mit hoher Geschwindigkeit und wurde erst gestern ermittelt. Changing Cities spricht den Angehörigen und Freund*innen sein tiefes Mitgefühl aus und ruft zur Mahnwache am Unfallort auf.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wünschen den Angehörigen und Freund*innen viel Kraft. Fahrerflucht ist eine Straftat. Selbst wer nur an einem Unfall beteiligt sein <em>könnte</em>, muss sofort anhalten. Man darf die Unfallstelle erst verlassen, wenn alle Beteiligten damit einverstanden sind. Doch das Problem geht weit über das Verhalten des Fahrers hinaus: Wenn die Infrastruktur sicher für alle wäre, – an dieser Stelle fehlt z.B. eine sichere Querung – könnten die meisten Unfälle vermieden werden“, sagt Ragnhild Sørensen von Changing Cities.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Müggelheimer Damm ist eine bekannte Raserstrecke. Doch leider wird diese Bedrohung selbst unter Journalist*innen bagatellisiert: „Denn, ganz ehrlich, wer hält sich schon an die vorgeschriebenen Tempo 50, vor allem nächtens auf leerer Straße?“, fragte der Müggelheimer Bote im Mai 2023. Der Rest des Artikels beschäftigte sich mit Bußgeldfragen.&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber es ist bekannt, dass der Bußgeldkatalog keineswegs abschreckend wirkt. Trotz einer Verschärfung im November 2021 gaben laut einer Umfrage der Unfallforschung der Versicherer mehr als die Hälfte der befragten Autofahrer*innen zu, dass sie sich trotzdem nicht häufiger an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten als zuvor. Wenn der Ahndungsdruck nicht gleichzeitig erhöht wird, sind erhöhte Bußgelder nur bedingt wirksam. Es sei denn, sie sind wirklich hoch: In Dänemark z. B. ist das niedrigste Bußgeld für eine Geschwindigkeitsüberschreitung 160 Euro. Diese Summe wird in Deutschland erst bei einer Überschreitung von 16-20 km innerorts fällig. In der Schweiz werden nicht nur Fahrerlaubnisse eingezogen, sondern je nach Delikt die Tatfahrzeuge langfristig konfisziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mahnwache ist als Demonstration bei der Versammlungsbehörde angemeldet. Der ADFC Berlin stellt am Unfallort ein Geisterrad auf. Eine #VisionZero-Demo fährt ab dem Velokiez in der Möckernstraße 47 um 16 Uhr zum Unfallort.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pressekontakt Changing Cities:</strong><strong><br></strong>Ragnhild Sørensen, ragnhild.soerensen@changing-cities.org, +49 171 535 77 34</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführende Links:</strong><br><a href="https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2024/pressemitteilung.1461216.php">Polizeimeldung vom 27.07.2024</a><br><a href="https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/toedlich-verunglueckter-radfahrer-in-berlin-koepenick-fluechtiger-fahrer-nach-vier-wochen-ermittelt-li.2239689">Bericht der Berliner Zeitung vom 29.07.2024</a><br><a href="https://www.mueggelheimer-bote.de/23/05/polizei-gegen-raser.html">Artikel im Müggelheimer Bote vom Mai 2023</a><br><a href="https://www.welt.de/wirtschaft/article242800055/Bussgelder-Hoehere-Strafen-fuer-Raser-beeindrucken-laut-Umfrage-nur-wenige-Fahrer.html">Bericht der Welt zu Bußgelderhöhung und Rasern vom 20.12.2022</a><br><a href="https://changing-cities.org"><br></a><strong>Über Changing Cities e.V.</strong>: Wir fördern zivilgesellschaftliches Engagement für lebenswertere Städte. Das bislang größte Projekt von Changing Cities e.V. ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es 2016 gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing Cities e.V. unterstützt lande#- und bundesweit Bürger*inneninitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende und lebenswerte Städte einsetzen, mit Kampagnenwissen oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als gemeinnützig anerkannt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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