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	<title>#schönerverkehren &#8211; Changing Cities</title>
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		<title>Keine Ausreden – Schöner Verkehren</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jun 2020 06:47:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#schönerverkehren]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesweit]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrssicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Changing Cities startet heute zusammen mit ACV, BVG, Fuß e.V., der Berliner Polizei und VCD die Social-Media-Kampagne #SchönerVerkehren, die Konflikte im Straßenverkehr neu erzählt. In kurzen Clips wird das Verhalten auf der Straße in die Welt eines Schwimmbads übertragen. Denn das Verhalten, das im Straßenverkehr gängig oder akzeptiert ist, wirkt in einem anderen Umfeld als [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Changing Cities startet heute zusammen mit ACV, BVG, Fuß e.V., der Berliner Polizei und VCD die Social-Media-Kampagne #SchönerVerkehren, die Konflikte im Straßenverkehr neu erzählt. In kurzen Clips wird das Verhalten auf der Straße in die Welt eines Schwimmbads übertragen. Denn das Verhalten, das im Straßenverkehr gängig oder akzeptiert ist, wirkt in einem anderen Umfeld als geradezu „egoistisch“ oder normverletzend.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Platz auf den deutschen Straßen ist eng, der Ton wird immer rauer. Um eine Ausrede ist niemand verlegen, wenn man doch nur kurz, einmal oder ganz schnell eine Ausnahme macht und bestehende Regeln bricht. Der erste Spot der Kampagne #SchönerVerkehren widmet sich einem Verhalten, das viele stört und die Verkehrsteilnehmer*innen enorm polarisiert: Rotlichtverstöße. Während viele Verkehrsteilnehmer*innen angeben, Rotlichtverstöße wahrgenommen zu haben, ist die Anzahl derjenigen, die zugeben, bei Rot gefahren zu sein, verschwindend gering.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Rotlichtverstöße sind so polarisierend, weil die Wahrnehmung des Fehlverhaltens so unterschiedlich ist. Wer ordnungsgemäß in seinem Pkw an einer Ampel wartet, kann mit voller Aufmerksamkeit verfolgen, wie ein*e Radfahrende*r über Rot fährt. Tatsächlich werden aber die weitaus meisten Verstöße durch Autofahrer*innen begangen. In Berlin sind es 77 Prozent der geahndeten Rotlichtverstöße; die Radfahrenden machen tatsächlich nur einen Anteil von 22 Prozent aus. Mit der Kampagne #SchönerVerkehren zeigen wir, wie asozial und gefährlich dieses Verhalten eigentlich ist – egal, von wem es ausgeht“, so Yvonne Hagenbach, Kampagnenleiterin von Changing Cities.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kampagne wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) gefördert und läuft bis November 2020. Das Ziel der Kampagne ist, eine andere Perspektive auf das Verhalten auf der Straße anzubieten, um für die Belange anderer Verkehrsteilnehmer*innen zu sensibilisieren. Nicht regelkonformes Verhalten, das man vielleicht als gefahrlos oder als Kavaliersdelikt einstuft, stellt für andere bzw. für einen selber oft eine tatsächliche Gefahr dar. Da hilft auch die beste Ausrede nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Kampagne Schöner Verkehren versteht Verkehrsverhalten als soziale, kommunikative Handlungen. Die Frage ist, warum wir im Straßenverkehr Verhalten an den Tag legen, das wir in nahezu allen anderen Kontexten nicht akzeptieren würden: Auf der Straße sind wir aggressiver und egoistischer als in anderen Situationen. Das wollen wir mit der Kampagne zeigen. Unser Wunsch ist, dass jede*r die Bedürfnisse anderer Verkehrsteilnehmender kennt und anerkennt“, kommentiert Ragnhild Sørensen von Changing Cities.&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



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<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link no-border-radius" href="https://changing-cities.org/kampagnen/schoener-verkehren/">über die Kampagne</a></div>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ansprechpartnerin Changing Cities e. V.:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ragnhild Sørensen, <a href="mailto:ragnhild.soerensen@changing-cities.org">ragnhild.soerensen@changing-cities.org</a>, 0171 535 77 34</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführende Links:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="http://www.schoenerverkehren.de">I</a></strong><a href="https://schoenerverkehren.de/">nformationen zur Kampagne Schöner Verkehren</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="http://youtu.be/0Wprb4PRI0g">Der erste Spot #roteampel</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.picdrop.de/volksentscheidfahrrad/presse">Bilder zur kostenlosen Nutzung für die Presseberichterstattung</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://changing-cities.org">Informationen zu Changing Cities e. V.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Changing Cities e.V.</strong>: Wir fördern zivilgesellschaftliches Engagement für lebenswertere Städte. Das bislang größte Projekt von Changing Cities e.V. ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es 2016 gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing Cities e.V. unterstützt landes- und bundesweit Bürger*inneninitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende und lebenswerte Städte einsetzen, mit Kampagnenwissen oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als gemeinnützig anerkannt.</p>
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		<title>Über den Zusammenhang von Klopapier und Pollern</title>
		<link>https://changing-cities.org/langsamer-oder-poller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2020 07:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#schönerverkehren]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesweit]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit unserer neuen Kampagne #schönerverkehren wollen wir Verhalten im Straßenverkehr sichtbar machen, das in keinem anderen sozialen Bereich so geduldet werden würde. Dachten wir. Erreichen wollen wir, dass Menschen sich in die Lage der anderen versetzen – einen Perspektivwechsel also. Angesichts der aktuellen Lage kriegt der Kampagnentitel eine ganz neue Bedeutung. Wir haben absichtlich den [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Mit unserer neuen Kampagne #schönerverkehren wollen wir Verhalten im Straßenverkehr sichtbar machen, das in keinem anderen sozialen Bereich so geduldet werden würde. Dachten wir. Erreichen wollen wir, dass Menschen sich in die Lage der anderen versetzen – einen Perspektivwechsel also. Angesichts der aktuellen Lage kriegt der Kampagnentitel eine ganz neue Bedeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben absichtlich den Begriff Verkehr genutzt, nicht nur weil er so neckisch zweideutig ist, sondern vor allem, weil er anders als Mobilität soziale Interaktion einschließt. Dabei haben wir zwei Ebenen ins Visier genommen: Wie verhalten sich Menschen auf der Straße und wie wird dieses Verhalten in den sozialen Medien gespiegelt? Ein kleines Beispiel: Viele Eltern bringen ihr Kind zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule oder lassen es sogar den Weg allein gehen oder fahren. Einige Eltern fahren mit dem Auto direkt vor die Schule, so dass die Situation unübersichtlich wird. Andere Eltern reagieren und bringen ihr Kind ebenfalls mit dem Auto und bald kommen nur noch einzelne Kinder zu Fuß oder mit dem Rad und sind der Situation schutzlos ausgeliefert. Schaut man jetzt in die Kommentarspalten zum Thema Elterntaxi, wird kaum mehr differenziert und Eltern gehen in Schutzbehauptungen: „Was soll ich denn machen, wenn ich mein Kind sicher zur Schule bringen will?“ Ganz klar scheint zu sein: Die Eltern sind selbst schuld. Dass Tempo-30-Zonen vor Schulen und Kitas auch von anderen ignoriert werden, spielt keine Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was hat das mit der jetzigen Situation zu tun? Viel. Um eine schnelle und massive Ausbreitung des Virus zu verhindern, wird geraten zu Hause zu bleiben. Die Grundversorgung ist gesichert und wenn sich alle dran halten, dann schaffen wir es gemeinsam – auch ohne Verbote. So die Idee. Dann beginnen Einzelne Lebensmittel oder andere Artikel der Grundversorgung zu horten, so dass diese zeitweise ausverkauft sind. Bilder von leeren Regalen, die im Internet kursieren, verstärken das Gefühl der Unsicherheit und noch mehr Menschen kaufen über ihren Bedarf. Jede*r, der sich heute ein Paket Toilettenpapier kauft, wird vermutlich von Einigen als „Hamsterer“ eingestuft – egal, wie viel er davon zu Hause hat. Menschen posten Fotos von überfüllten Cafés oder Parks, andere versuchen zu Hause zu bleiben und fragen sich, warum sich so viele nicht an die Regeln halten. Zurück zum Straßenverkehr: Deswegen funktionieren Poller immer, aber „Schule – bitte langsam fahren“ wird auch immer wieder mal ignoriert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist kein Lobgesang auf eine generelle Ausgangssperre, aber im übertragenen Sinne: „Wenn nicht langsamer gefahren wird, kommen die Poller.“ Und wenn es ganz schlecht läuft, erst nachdem etwas passiert ist. Aber wenn jede*r bereit ist, etwas schöner zu verkehren, dann bleibt die Straße offen für alle – wortwörtlich. Und Verurteilungen bringen nichts. Wenn ich nur ein Paket Toilettenpapier kaufe, hat derjenige neben mir keine Sorge, nichts mehr abzubekommen und der dritte keine Möglichkeit ein leeres Regal zu fotografieren. Die Spirale kommt zum Stillstand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">#schönerverkehren #flattenthecurve #socialdistancing</p>
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