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	<title>Verkehrswende &#8211; Changing Cities</title>
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		<title>Machterhalt ist CDU wichtiger als eine funktionierende Stadt</title>
		<link>https://changing-cities.org/machterhalt-ist-cdu-wichtiger-als-eine-funktionierende-stadt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2026 10:45:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit der Entscheidung, mehr Platz für den Autoverkehr in der Kantstraße, in der Torstraße, in der Ollenhauer Straße und Unter den Eichen zu schaffen, versucht die CDU kurz vor der Wahl verzweifelt, von ihrer verheerenden verkehrspolitischen Bilanz abzulenken. Eine extra Spur klingt für den Laien nach weniger Stau. Diese Schlussfolgerung ist jedoch seit etwa einem [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit der Entscheidung, mehr Platz für den Autoverkehr in der Kantstraße, in der Torstraße, in der Ollenhauer Straße und Unter den Eichen zu schaffen, versucht die CDU kurz vor der Wahl verzweifelt, von ihrer verheerenden verkehrspolitischen Bilanz abzulenken. Eine extra Spur klingt für den Laien nach weniger Stau. Diese Schlussfolgerung ist jedoch seit etwa einem halben Jahrhundert in der Forschung widerlegt: „Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten“. Changing Cities kritisiert die wissenschaftsignorierende Täuschung der Berliner*innen von Seiten der Verkehrsverwaltung: Wir haben gutes und fundiertes Wissen, und damit könnten wir unsere Stadt optimal gestalten.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Spruch aus den 1970er Jahren stammt von Daniel Goeudevert, einem früheren Manager der Automobilindustrie (u. a. Chef bei Citroën und VW-Vorstand). In der Verkehrsplanung spricht man von induziertem Verkehr und meint damit, dass eine für Pkw ausgebaute Straße eine schnellere Reisezeit als zuvor verspricht. Wer bis dahin vielleicht mit Bus oder Bahn unterwegs war, steigt nun um, weil das Auto als Verkehrsmittel plötzlich attraktiver erscheint. Langfristig steigt so das Verkehrsaufkommen im Straßenabschnitt – und somit kehrt der Stau zurück. Was nach Problemlösung aussieht, verschlimmert die Situation, die man ursprünglich beheben wollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das wissen die Planer*innen in der Senatsverwaltung natürlich – es sind ja weitestgehend ausgebildete Ingenieur*innen, Geograph*innen etc. Trotzdem handeln sie wider besseres Wissen wenige Wochen vor der Wahl – denn sie wissen auch, dass die Bürger*innen den verkehrsplanerischen Kontext nicht kennen. Für den Machterhalt kann man in der aktuellen Politik schon mal die Wissenschaft leugnen. Respekt und Achtung gegenüber der eigenen Wählerschaft hat die CDU offensichtlich nicht. Die CDU nutzt Wissenslücken in der Wählerschaft gezielt aus, um Stimmung zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Was Senatorin Bonde (CDU) sich im Endspurt vor der Wahl erlaubt, ist dreister als alles bisher. Man mag alles für die Autofahrenden tun wollen. Konsequent wäre dann allerdings, Alternativen mit allen Kräften auszubauen und sie so attraktiv zu gestalten, dass ein Großteil der Autofahrenden zum Umsteigen quasi verführt würde. Erst dann werden die Straßen leerer – und nebenbei auch sicherer – und alle, die wirklich auf ihr Auto angewiesen sind, hätten freie Fahrt. Stattdessen setzt die CDU auf Populismus und Betrug der Wählerinnen und Wähler – weil ihnen der Machterhalt wichtiger ist als eine funktionierende Stadt”, sagt Ragnhild Sørensen von Changing Cities.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ideologisch aufgeladene Verkehrspolitik der CDU produziert auf diskursiver Ebene falsche Beschreibungen von Verkehrsflüssen und ein unnötiges Gegeneinander. Die Verkehrssenatorin möchte es vor der Wahl noch möglichst konkret machen und produziert auch ganz real auf den Straßen gefährliche Situationen. Damit ist wirklich niemandem geholfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführende Links:<br></strong><a href="https://tu-dresden.de/bu/verkehr/ivs/voeko/die-professur/news/neue-studie-analysiert-induzierten-verkehrs-und-klimawirkungen-von-fernstrassenprojekten-in-deutschland">Studie der TU Dresden vom Januar 2026, „Mehr induzierter Verkehr und CO2-Emissionen bei Fernstraßenbau – Studie für Hessischen Klimabeirat“</a><br>FGSV, „Hinweise zum im induzierten Verkehr“, 2025: <a href="https://www.fgsv-verlag.de/h-induzierter-verkehr">https://www.fgsv-verlag.de/h-induzierter-verkehr<br></a>Forschungsprojekt „Analyse der verkehrsprognostischen Instrumente der Bundesverkehrswegeplanung“, Juni 2010, im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums, S. 39 ff.: <a href="https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Anlage/G/BVWP/bvwp-2015-verkehrsprognostische-instrumente-endbericht.pdf?__blob=publicationFile">https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Anlage/G/BVWP/bvwp-2015-verkehrsprognostische-instrumente-endbericht.pdf?__blob=publicationFile<br></a><a href="https://www.entwicklungsstadt.de/mehr-platz-fuers-auto-weniger-platz-fuers-fahrrad-der-berliner-sonderweg/">Artikel der Entwicklungsstadt vom 4. August</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Drei Jahre CDU-Verkehrspolitik: Mehr Stau, weniger Sicherheit, gebrochene Versprechen und Gesetze</title>
		<link>https://changing-cities.org/drei-jahre-cdu-verkehrspolitik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 11:34:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilitätsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrssicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Berliner Umwelt- und Verkehrsverbände bilanzieren die CDU-Verkehrspolitik. Mit „Berlin, lass dir das Auto nicht verbieten“ versprach die CDU 2023 Verbesserungen für Autofahrer*innen. Drei Jahre später sind die Staus länger, der ÖPNV-Ausbau stagniert, die Verkehrssicherheit sinkt und zentrale Zusagen sowie gesetzliche Pflichten bleiben unerfüllt. Die Verbände fordern ein Ende faktenfreier Symbolpolitik und eine Verkehrspolitik des Miteinanders, [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Berliner Umwelt- und Verkehrsverbände bilanzieren die CDU-Verkehrspolitik. Mit „Berlin, lass dir das Auto nicht verbieten“ versprach die CDU 2023 Verbesserungen für Autofahrer*innen. Drei Jahre später sind die Staus länger, der ÖPNV-Ausbau stagniert, die Verkehrssicherheit sinkt und zentrale Zusagen sowie gesetzliche Pflichten bleiben unerfüllt. Die Verbände fordern ein Ende faktenfreier Symbolpolitik und eine Verkehrspolitik des Miteinanders, die gesetzliche Klima-, Sicherheits- und Umweltziele einhält.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">ADFC Berlin, BaumEntscheid, Changing Cities, VCD Nordost und Verkehrsentscheid haben heute in Berlin eine gemeinsame Bilanz zum Scheitern der ideologischen CDU-Verkehrspolitik veröffentlicht: Das Factsheet dokumentiert zehn Beispiele der verfehlten CDU-Verkehrspolitik anhand überprüfbarer Daten. Maßstab der Bewertung sind die Versprechen des Koalitionsvertrags sowie gesetzliche Verpflichtungen des Mobilitätsgesetzes und der Straßenverkehrsordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kritik richtet sich ausdrücklich nicht nur aus Sicht von Fuß-, Rad- oder ÖPNV-Nutzenden. Gerade die Gruppe, für die die CDU Politik machen wollte, profitiere heute nicht. Seit dem Amtsantritt der CDU stieg die Staulänge in Berlin um 48 Prozent, die Staustunden wuchsen um 26 Prozent. Gleichzeitig blieb der versprochene Ausbau leistungsfähiger Alternativen weitgehend aus. Busse und Straßenbahnen wurden teilweise langsamer, Busspuren entstehen kaum und der Ausbau von U-Bahn, S-Bahn und Straßenbahn wird durch Machbarkeitsstudien, Vorplanungen und verschobene Verfahren ersetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Heinrich Strößenreuther, Verkehrsexperte, Mit-Initiator Volksentscheid Fahrrad und Volksentscheid Baum:</strong> „Die CDU ist mit dem Versprechen angetreten, Autofahrern das Leben leichter zu machen. Tatsächlich stehen sie heute länger im Stau als vor drei Jahren. Wer den ÖPNV ausbremst, sichere Kreuzungen verschiebt und wissenschaftlich belegte Radverkehrslösungen streicht, produziert genau das Gegenteil dessen, was angekündigt wurde, nämlich mehr Stau.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei den eigenen politischen Zusagen sieht das Bündnis erhebliche Defizite. Maßnahmen zur Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs, sichere Schulwege oder die angekündigte Ausbauoffensive für den ÖPNV seien weit hinter den Versprechen des Koalitionsvertrags zurückgeblieben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gregor Altmann, Vorstandsmitglied des VCD Nordost:</strong> „Wir haben die offiziellen Unterlagen des Verkehrssenats systematisch ausgewertet. Nur zwei von 43 Schienenprojekten zeigen deutliche Fortschritte, während der überwiegende Teil stagniert oder eingestellt wurde. Wer eine Offensive verspricht, muss nach drei Jahren mehr vorweisen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus wirft das Bündnis der CDU und dem CDU-geführten Verkehrssenat vor, gesetzliche Pflichten des Berliner Mobilitätsgesetzes nicht einzuhalten und diese systematisch gesetzlich abzuschwächen statt umzusetzen. So wurde die Vorgabe, jährlich mindestens 30 gefährliche Kreuzungen sicher umzubauen, nach deutlicher Zielverfehlung aus dem Gesetz einfach gestrichen. Gleichzeitig wurden Fristen für den Ausbau des Berliner Radnetzes und von Bike-and-Ride-Anlagen um fünf bis zehn Jahre in die Zukunft verschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ragnhild Sørensen, Pressesprecherin Changing Cities:</strong> „Wer gesetzliche Ziele verfehlt und anschließend die Gesetze an die eigene Untätigkeit anpasst, löst keine Probleme. Berlin braucht eine Verkehrspolitik, die Verpflichtungen erfüllt, statt sie abzuschaffen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders kritisch bewertet das Bündnis den Umgang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Obwohl Berliner Untersuchungen zeigen, dass Verkehrsberuhigung Unfälle, Verletzungen und Sachschäden deutlich reduziert, kürzte der Senat die Mittel für entsprechende Maßnahmen erheblich. Gleichzeitig hält er an Straßenplanungen mit umfangreichen Baumfällungen fest, obwohl der Anteil des Autoverkehrs in Berlin seit Jahren schrumpft und fast jeder zweite Haushalt inzwischen kein Auto besitzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung des Bündnisses zieht sich durch die Verkehrspolitik des Senats ein roter Faden: Wahlkampfversprechen werden nicht eingelöst, verkehrspolitische Ziele des Koalitionsvertrags bleiben unerfüllt, gesetzliche Verpflichtungen werden aufgeweicht und wissenschaftliche Erkenntnisse zugunsten ideologischer Symbolpolitik ignoriert. Die zehn Beispiele des Factsheets belegen dieses Muster anhand öffentlich zugänglicher Daten und parlamentarischer Dokumente.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführende Links:</strong><br><a href="https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/07/260721-Factsheet-Bilanz-CDU-Verkehrspolitik.pdf">Factsheet inkl. ausführlicher Quellensammlung</a></p>
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		<title>„Berlin atmet auf“ – Changing Cities’ Forderungen zur Wahl 2026</title>
		<link>https://changing-cities.org/berlin-atmet-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 06:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilitätsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Radwege]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Verein Changing Cities hat fünf Themenfelder –&#160;Müll, ÖPNV, Schulwege, Verkehrsberuhigung und das Mobilitätsgesetz – identifiziert, die für eine lebenswerte Stadt wahlentscheidend sein werden. Die Themen wurden in berlinweiten Straßengesprächen im Frühjahr 2026 ermittelt. Überall war der Ruf nach einer neuen Ausrichtung der Politik hörbar: Der Stillstand der letzten Jahre hat Berlin enorm geschadet. Die [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Verein Changing Cities hat fünf Themenfelder –<a href="https://changing-cities.org/forderungen-berlin-wahl/">&nbsp;Müll, ÖPNV, Schulwege, Verkehrsberuhigung und das Mobilitätsgesetz </a>– identifiziert, die für eine lebenswerte Stadt wahlentscheidend sein werden. Die Themen wurden in berlinweiten Straßengesprächen im Frühjahr 2026 ermittelt. Überall war der Ruf nach einer neuen Ausrichtung der Politik hörbar: Der Stillstand der letzten Jahre hat Berlin enorm geschadet.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die populistische Pro-Autopolitik von SPD und CDU hat nicht zu den versprochenen Zielen geführt: Wir haben heute weder „mehr Miteinander”, „weniger Stau“ noch „mehr Radwege“. Die Berliner*innen wünschen sich aber eine auf Dialog und Kooperation ausgerichtete Politik, die Nöte (wie Müll oder Verkehrssicherheit) wahrnimmt und tatsächliche Lösungen anbietet, statt leere Parolen wie „Parkplätze statt Ideologie” propagiert. Die Menschen machen sich Sorgen, dass die Stadt und der öffentliche Raum zu einer Art Müllhalde verkommen – sowohl rhetorisch als auch realpolitisch.&nbsp;</p>



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<div class="wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<p class="wp-block-paragraph">Wir haben unsere Forderungen auf Postkarten gedruckt. Die Postkarten können <a href="https://changing-cities.org/shop/">hier</a> bestellt werden und für ein Gespräch mit Politiker*innen, mit Nachbar*innen und Bekannten genutzt werden.</p>



<div class="wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-fe48e5de wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link has-cc-red-background-color has-background wp-element-button" href="https://changing-cities.org/forderungen-berlin-wahl/">zu den Forderungen</a></div>
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<p class="wp-block-paragraph">„Dass SPD und CDU in den Augen der Berliner*innen gescheitert sind, ist unüberhörbar. Wir werden uns deswegen mit ihnen zusammensetzen und ihnen eine gemeinsame, moderne Mobilitätspolitik für Berlin vorschlagen. Nicht leere Worthülsen wie „Miteinander&#8220;, sondern echter Dialog. Berlin braucht Bus und Tram, die immer Vorfahrt haben, gute Radwege, sichere Schulwege und grünere und saubere Plätze. Diese Sachen werden von den Menschen nicht als absurde Ideologie wahrgenommen, sondern als realistische und machbare Maßnahmen für eine lebenswerte Stadt“, kommentiert Ragnhild Sørensen von Changing Cities.<br><br>Im Rahmen von sogenannten „Himmel-und-Hölle-Touren“ zeigt der Verein Politiker*innen Orte in der Stadt, die himmlisch gut gestaltet sind oder aber mit ihrer katastrophalen Infrastruktur das Leben und die Mobilität zur Hölle machen.&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Konfetti für Superblocks</title>
		<link>https://changing-cities.org/konfetti-fuer-superblocks/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 10:20:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Kiezblocks]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesweit]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Superblocks bundesweit]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrsberuhigung]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrswende]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Vorstellung der neuen „Empfehlungen für Superblocks“ (ESu) von Changing Cities stieß letzten Donnerstag auf großes Interesse. Planer*innen, Aktivist*innen und Verwaltungsleute waren gekommen, um mehr über den neuen Leitfaden und dessen verschiedene Perspektiven zu erfahren – und ihn zu feiern. Normalerweise werden solche Regelwerke ohne jegliche öffentliche Beteiligung von Arbeitsgremien der Forschungsgesellschaft für Straßen- und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Vorstellung der neuen „Empfehlungen für Superblocks“ (ESu) von Changing Cities stieß letzten Donnerstag auf großes Interesse. Planer*innen, Aktivist*innen und Verwaltungsleute waren gekommen, um mehr über den neuen Leitfaden und dessen verschiedene Perspektiven zu erfahren – und ihn zu feiern. Normalerweise werden solche Regelwerke ohne jegliche öffentliche Beteiligung von Arbeitsgremien der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) erstellt, die vorrangig aus weißen, mittelalten, männlichen Mitgliedern von Ministerien, Verwaltungen und Ingenieurbüros&nbsp; bestehen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Externe Expert*innen waren eingeladen, um die neue ESu zu bewerten. Christopher Schriner, Bezirksstadtrat Berlin Mitte, richtete sein Augenmerk auf den Unterhalt von Superblocks, der zu oft in Vergessenheit gerät: Wie nutzen wir die Räume, die wir für Menschen geöffnet haben? Es gebe aber inzwischen viele gute Beispiele in Berlin.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Regina Vollbrecht, Bezirksbeauftragte für Menschen mit Behinderung in Reinickendorf, betonte die vielen positiven Seiten der ESu: Oberflächengestaltung, Ampelschaltungen und gesicherte Querungen wurden im Sinne der Barrierefreiheit berücksichtigt. Sie merkte auch an, dass Mischverkehrsflächen für viele Menschen ein Problem sind, denn vor allem Sehbehinderte brauchen taktile Linien (Häuser, Bordsteinkanten usw.), die sogenannten Leitlinien.  Auch eine schöne Bank, die nicht am Boden fühlbar markiert ist, kann zum Problem werden – egal wie gut gemeint sie ist.<br><br>Abschließend berichtete Thomas Hug-Di Lena vom Planungsbüro Urbanista in Zürich von seinen Erfahrungen mit der Umsetzung von Superblocks in der Schweiz. Er sprach von reflexhaften Abwehrhaltungen à la „Das geht nicht bei uns!“,  denen er oft begegnet, und lobte die Demokratisierung von Wissen, die durch die breite Partizipation stattgefunden hat. Der Begriff „Verkehrsverdunstung“ sollte dringend bekannter gemacht werden. Die Tatsache, dass Verkehrsberuhigung nicht zu einer Verlagerung des Verkehrs, sondern zu einer tatsächlichen Reduktion führt, ist selbst in der Fachwelt nicht immer bekannt und häufig die Ursache von Widerständen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wurde im Dragonerareal in Berlin-Kreuzberg an diesem Abend viel über Aha-Effekte und neuen Erkenntnisse gesprochen. Einiges ist passiert seit der ersten Ausgabe der ESu im Jahr 2023: Die Straßenverkehrsordnung und das Straßenrecht wurden novelliert (Tempo 30, angemessene Flächen für Fuß- und Radverkehr usw.). Andere Regelwerke (E-Klima, Entwurf Rast 06, ERA 2X usw.) wurden überarbeitet. Es wurden viele Erfahrungen aus neu entstandenen Superblocks gesammelt. Technische und konzeptionelle Innovationen (Schleifen von Natursteinpflaster, ScanCars usw.) gibt es jetzt, und die Auswirkungen der Klimakrise sowie die Erkenntnisse über die Notwendigkeit der Klimaanpassung nehmen zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wurde klar, dass in der zweijährigen Entstehungsphase viel neues Wissen und unterschiedliche Perspektiven auf Verkehrsrecht, Partizipation, Bedarfe der Rettungsdienste, Barrierefreiheit, das Funktionieren von Navigationssystemen usw. in die ESu eingeflossen sind. Die vielen Beteiligten erhoffen sich damit neuen Schwung für die Umsetzung von Superblocks.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführende Links:<br></strong><a href="https://changing-cities.org/empfehlungen-fuer-superblocks-2026/">ESu zum Download</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die lebenswerte Stadt kann kommen </title>
		<link>https://changing-cities.org/die-lebenswerte-stadt-kann-kommen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 12:34:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[autofrei]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrswende]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Initiative Verkehrsentscheid (ehemals Berlin autofrei) erwirkte ein bahnbrechendes Urteil, in dem klargestellt wird, dass Straßen nicht uneingeschränkt für den Autoverkehr zugelassen werden müssen. Dieser Erfolg ist langfristig mehr wert als eine Zulassung als Volksentscheid. Die Initiative hat erfolgreich eine tiefgreifende Debatte über die gerechte Verteilung des öffentlichen Raumes in Berlin angestoßen. Größter Erfolg ist [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Initiative Verkehrsentscheid (ehemals Berlin autofrei) erwirkte ein bahnbrechendes Urteil, in dem klargestellt wird, dass Straßen nicht uneingeschränkt für den Autoverkehr zugelassen werden müssen. Dieser Erfolg ist langfristig mehr wert als eine Zulassung als Volksentscheid.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative hat erfolgreich eine tiefgreifende Debatte über die gerechte Verteilung des öffentlichen Raumes in Berlin angestoßen. Größter Erfolg ist der Beschluss des Landesverfassungsgerichts: Der öffentliche Raum gehört nicht primär dem motorisierten Individualverkehr. Es ist rechtlich möglich, diesen Raum in Teilen dem Autoverkehr zu entziehen und ihn den Menschen zurückzugeben – für mehr Lebensqualität. Angesichts der Klimakrise, die unsere elementaren Grundrechte bedroht, ist die Rückgabe des öffentlichen Raumes ein Wegweiser in eine demokratische Zukunft. Der Beschluss bestätigt: </p>



<h2 class="wp-block-heading has-cc-blue-color has-cc-gray-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-2">Es ist kein Grundrecht, sich in einer Stadt mit dem Auto von A nach B bewegen zu können.</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unabhängig vom Ausgang lohnt es sich also, Lehren aus dem Ergebnis zu ziehen. 140.000 Menschen haben mit ihrer Unterschrift gezeigt, dass sie grundlegende Änderungen der Verkehrspolitik für erforderlich halten. Für einen Erfolg der Verkehrswende ist es jedoch zwingend nötig, ungewöhnliche Maßnahmen gut zu erklären. Den Menschen muss Gelegenheit zur Gewöhnung gegeben werden. So aber wurde eine breite Akzeptanz durch mehrere Faktoren erschwert:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Der Name:</strong> Der ursprüngliche Name <strong>Berlin autofrei</strong> war bewusst polarisierend, aber schwer vermittelbar. Die Umbenennung der Initiative in <strong>Verkehrsentscheid</strong> signalisierte den strategischen Fokus auf eine Neugestaltung der Mobilität für alle, kam jedoch zu spät.</li>



<li><strong>Die Botschaft:</strong> Einzelne Punkte, wie die privaten Fahrten an 12 Kalendertagen im Jahr pro Person, boten Gegenparteien des Volksentscheids ein Einfallstor, auch weil sie in der Debatte als „12 Fahrten pro Auto pro Jahr“ missverstanden wurden. Die vielen Vorteile gerieten in den Hintergrund: z. B. weniger Stau und mehr Parkplätze für alle, die wirklich auf das Auto angewiesen sind (Handwerker*innen, Lieferdienste, ÖPNV) sowie bessere Luftqualität.</li>



<li><strong>Politische Isolation:</strong> Keine der großen Parteien konnte als Unterstützung für den Verkehrsentscheid gewonnen werden. Selbst Verbände und Vereine, die als progressiv gelten, konnten sich nicht zu einer öffentlichen Unterstützung durchringen – vermutlich weil sie die Skandalisierung durch politische Gegner*innen vermeiden mussten. Dies isolierte die Initiative politisch.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Mobilitätsgesetz (§1, Absatz 1) verspricht verbesserte Mobilitätsangebote: sozial, barrierefrei, klimaverträglich, funktional – und zwar in allen Teilen Berlins. Diese Gesetzesgrundlage ermöglicht besseren ÖPNV, mehr Fuß- und Radwege und weniger Autoverkehr – entsprechend dem aktuellen Verhalten der Bürger*innnen: Nur ein Viertel der Wege werden in Berlin mit dem Kfz zurückgelegt, Dreiviertel gehen zu Fuß, fahren Rad oder nutzen die „Öffis”. Die Parteien werden die Bedürfnisse dieser Mehrheit berücksichtigen müssen – wenn sie gewählt werden wollen,” kommentiert Christian Roux von Changing Cities e.V.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Traurige Autoabhängigkeit</title>
		<link>https://changing-cities.org/traurige-autoabhaengigkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 07:15:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesweit]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrswende]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine neue Studie widerlegt die These, dass der Berliner ÖPNV im Vergleich zu anderen Städten hervorragend ist. Maßstab dieser Studie ist die Effizienz des ÖPNV relativ zum privaten Pkw. Wenn es der CDU-geführten Senatsverwaltung wirklich um Gerechtigkeit auf den Straßen ginge, müsste sie die Abhängigkeit der Menschen vom Auto reduzieren und ihnen durch die Förderung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine neue Studie widerlegt die These, dass der Berliner ÖPNV im Vergleich zu anderen Städten hervorragend ist. Maßstab dieser Studie ist die Effizienz des ÖPNV relativ zum privaten Pkw. Wenn es der CDU-geführten Senatsverwaltung wirklich um Gerechtigkeit auf den Straßen ginge, müsste sie die Abhängigkeit der Menschen vom Auto reduzieren und ihnen durch die Förderung des ÖPNV, des Rad- und Fußverkehrs echte Freiheit in der Wahl der Verkehrsmittel ermöglichen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbst Seattle steht laut der Studie besser da als Berlin! Sie vergleicht die mögliche Erreichbarkeit von Zielen mit dem Auto und mit dem ÖPNV. In Berlin sind die meisten Ziele gut mit dem Auto zu erreichen. Zu günstige und zu vielfältige Parkmöglichkeiten sowie der Verzicht auf eine City-Maut fördern den motorisierten Individualverkehr, während fehlende ÖPNV-Verbindungen und nicht vorhandene Radwege Menschen vom Umstieg auf den Umweltverbund abhalten<strong>. </strong>Obwohl Berlins ÖPNV gar nicht schlecht ist, erhöhen der umfangreiche Autobesitz und die sehr autofreundliche Infrastruktur die Abhängigkeit vom Auto (rot). Das Berliner Bild zeigt aber auch deutlich, dass ÖPNV-Fahrten entlang einiger U- und S-Bahnlinien schon heute mit dem Auto konkurrenzfähig sind (weiß). Die Studie stellt fest, wo das Auto im Alltag strukturell deutlich im Vorteil ist und wo ÖPNV, Fuß- und Radverkehr bereits gleichwertige Alternativen sind. Während Politiker*innen anführen, dass viele Menschen ja „aufs Auto angewiesen” seien und man ihnen deswegen noch mehr Straßen bauen müsse, ist tatsächlich das Gegenteil der Ausweg: Es geht um eine Abhängigkeit vom Auto, die reduziert werden muss, damit Menschen frei entscheiden können, welches Verkehrsmittel sie benutzen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="746" height="1024" src="https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/05/x3-1-746x1024.jpg" alt="Kartenvergleich mehrerer Städte mit farbcodierten CDI-Werten und Legende für Population = 0." class="wp-image-31142" srcset="https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/05/x3-1-746x1024.jpg 746w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/05/x3-1-219x300.jpg 219w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/05/x3-1-768x1054.jpg 768w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/05/x3-1.jpg 793w" sizes="(max-width: 746px) 100vw, 746px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><br><em>Karte der Autoabhängigkeit (car dependency index, CDI). In den blauen Bereichen ist der ÖPNV effizienter als der Kfz-Verkehr. In den roten ist es umgekehrt. Periphere Bereiche sind generell autoabhängiger, aber S- und U-Bahn-Stationen haben einen positiven Effekt – sichtbar in den weißen Flecken, wo ein Auto nicht unbedingt notwendig ist.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">In allen untersuchten Städten zeigt sich eine scheinbare Selbstverständlichkeit: Wo das Auto einfacher, schneller oder verlässlicher ist, wird es benutzt. Die Studie zeigt aber auch großes Potenzial auf: In Paris und Zürich sind die Alltagsziele mit dem ÖPNV besser zu erreichen als mit dem Pkw; zwei Städte, die wesentlich kleiner sind als Berlin. Aber in 13 der 19 untersuchten Städte ist die Effizienz des ÖPNV besser als in Berlin. Das Potenzial für Berlin ist groß&nbsp;– wenn der ÖPNV konsequent ausgebaut würde.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="632" height="884" src="https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/05/Bildschirmfoto-2026-05-04-um-17.58.44.jpg" alt="Neun Karten von Städten mit farbcodiertem Opportunity-Score und grauen Bereichen für Bevölkerung 0." class="wp-image-31143" srcset="https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/05/Bildschirmfoto-2026-05-04-um-17.58.44.jpg 632w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/05/Bildschirmfoto-2026-05-04-um-17.58.44-214x300.jpg 214w" sizes="(max-width: 632px) 100vw, 632px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Der Opportunity Score misst die potenzielle Erreichbarkeit von Alltagszielen mit ÖPNV&nbsp; innerhalb eines angemessenen Zeitraums.</em><br><br>„Es ist traurig zu sehen, wie groß die Autoabhängigkeit in Berlin ist. Vor allem der Nordosten und der Südosten sind so schlecht angebunden, dass das Auto hier definitiv das effizienteste Verkehrsmittel ist. Wiederum zeigt das Bild auch, dass der ÖPNV im Zentrum der Stadt zumindest dem Auto ebenbürtig ist. Es müsste jeder*m Politiker*in nun klar sein, wie dringend der Ausbau des ÖPNV und die Verbesserung der Radinfrastruktur voranzutreiben sind, um die Klimaneutralität in weniger als 20 Jahren zu erreichen. Kiezblocks und autofreie Zonen können dort eingerichtet werden, wo die Erreichbarkeit mit dem ÖPNV gut ist und so die Autoabhängigkeit weiter reduzieren. Mit einem „Weiter so“ wird das nichts!“, kommentiert Ragnhild Sørensen von Changing Cities.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„To achieve net-zero emissions, cities must transition away from reliance on private vehicles” – mit diesem Satz beginnt die Studie [Um Klimaneutralität zu erreichen, müssen Städte davon wegkommen, dass Menschen auf private Fahrzeuge angewiesen sind]. Sie untersucht, wie Städte Erreichbarkeit organisieren und wie Menschen das Angebot nutzen. Ist das Auto das effizienteste Mittel, nutzen es die Menschen, auch wenn es mit Stau, schlechter Luft, Lärm und Stress verbunden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführende Links:<br></strong>Studie „Car Dependency in Urban Accessibility”: <a href="https://arxiv.org/pdf/2604.01019">https://arxiv.org/pdf/2604.01019</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Drei Bezirke fordern Verkehrswende am Ostkreuz</title>
		<link>https://changing-cities.org/drei-bezirke-fordern-verkehrswende-am-ostkreuz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 08:49:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[#Kiezblocks]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrichshain-Kreuzberg]]></category>
		<category><![CDATA[Lichtenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Treptow-Köpenick]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrswende]]></category>
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					<description><![CDATA[So geht zeitgemäße Demokratie: Drei Ostberliner Bezirke fordern gemeinsam vom Senat, einen Gestaltungsprozess für den Verkehrsraum Ostkreuz einzuleiten. Ende April beschlossen die Bezirksverordnetenversammlungen in Lichtenberg und Treptow-Köpenick, was Friedrichshain-Kreuzberg bereits einen Monat zuvor verabschiedet hatte. Die bezirksübergreifende Ostkreuz-Allianz, die von der Zivilgesellschaft ursprünglich initiiert wurde, setzt damit ein wichtiges Signal: Sowohl für die Verkehrswende als [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>So geht zeitgemäße Demokratie: Drei Ostberliner Bezirke fordern gemeinsam vom Senat, einen Gestaltungsprozess für den Verkehrsraum Ostkreuz einzuleiten. Ende April beschlossen die Bezirksverordnetenversammlungen in Lichtenberg und Treptow-Köpenick, was Friedrichshain-Kreuzberg bereits einen Monat zuvor verabschiedet hatte. Die bezirksübergreifende Ostkreuz-Allianz, die von der Zivilgesellschaft ursprünglich initiiert wurde, setzt damit ein wichtiges Signal: Sowohl für die Verkehrswende als auch für die Demokratie müssen wir über unseren Schatten springen – und viel mehr zusammenarbeiten!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist beeindruckend und in der Berliner Stadtplanung einzigartig, dass es drei Bezirken gelungen ist, gemeinsam ein solch deutliches Signal an den Berliner Senat zu senden. Denn die Entwicklung am Ostkreuz schleppt sich schon seit Jahrzehnten ohne nennenswerte Fortschritte dahin – und dies, obwohl die Probleme jenseits des sehr gut ausgebauten ÖPNV-Knotenpunktes mehr als offensichtlich sind“, betont Ragnhild Sørensen von Changing Cities.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ilka Sommer von den Initiator*innen der Ostkreuz-Allianz sagt: „Wir, die Kiezblocks-Initiativen und die sogenannten Poller-Gegeninitiativen am Ostkreuz, haben viel mehr gemeinsam, als in Politik und Öffentlichkeit wahrgenommen wird: zum Beispiel den Wunsch, dass auf den Hauptstraßen der Verkehr für alle sicher fließt. Außerdem wollen wir besser beteiligt werden und den öffentlichen Raum mitgestalten.”&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir freuen uns zwar, dass es gelungen ist, dieses deutliche politische Signal an den Senat zu senden. Wir erwarten aber, dass dieses Zeichen in Politik und Verwaltung auch gehört und verstanden wird und dass endlich ein professioneller Gestaltungsprozess unter Beteiligung erfahrener Beratungsgesellschaften auf den Weg gebracht wird“, ergänzt Eckhard Gauterin von der Ostkreuz-Allianz-Initiative.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zum Hintergrund</strong><br>Das Ostkreuz ist einer der wichtigsten Verkehrsknoten Berlins – auch für den Kfz-Verkehr mit rund 80.000 Kfz pro Tag, die sich durch die wenigen Nadelöhre in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs bewegen [1]. Doch anders als andere große Verkehrskreuze der Hauptstadt, liegen die Verkehrsachsen des Ostkreuzes in dicht besiedelten Nachbarschaften. Rund 200.000 Menschen leben im Großraum Ostkreuz [2]. Daraus ergibt sich die Herausforderung, Verkehrsfluss und städtisches Leben zusammendenken zu müssen. Seit Jahrzehnten gehen die verantwortlichen Akteur*innen der Bezirke, des Senates, des Bundes oder der Deutschen Bahn diese Herausforderung nur stückchenweise an. Ein Gesamtkonzept oder gar eine Steuerungsgruppe Ostkreuz gibt es nicht. Wegen der erheblichen Bedeutung dieses Verkehrsraums – gerade für den stark wachsenden Ostteil Berlins – ist ein gemeinsames und abgestimmtes Handeln von Politik und Verwaltungen auf Bezirks- und Senatsebene überfällig. Dies soll mit der durch die Zivilgesellschaft angestoßenen Ostkreuz-Allianz nun angegangen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">[1] Summe des durchschnittlichen Werktags-Kfz-Verkehrs im Jahr 2023; alleine entlang der drei “Nadelöhre” Elsenbrücke, Hauptstraße / Markgrafendamm und Boxhagener Straße (Quelle: Verkehrsmengenkarte DTVw Kfz / Lkw 2023 des Berliner Senates)</p>



<p class="wp-block-paragraph">[2] Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Lebensweltlich orientierte Räume (LOR-Daten), Stichtag 31.12.2025; Summe der Einwohner*innen in den Planungsräumen zwischen Warschauer Straße und Treskowallee sowie Frankfurter Allee und Neuköllner Schiffahrtskanal.</p>
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		<title>Changing Cities unterstützt autofrei</title>
		<link>https://changing-cities.org/changing-cities-unterstutzt-autofrei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 07:07:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilitätsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrswende]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach vielen und kontroversen Diskussionen hat sich der Verein Changing Cities entschieden, den Verkehrsentscheid Berlin autofrei zu unterstützen. Nach einer sorgfältigen Abwägung zwischen den Vorteilen des Status quo verglichen mit dem zu erwartenden Nutzen des Verkehrsentscheids kamen wir zu dem Schluss: Die Lage auf den Berliner Straßen ist so katastrophal, dass eine Neuausrichtung erforderlich ist. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Nach vielen und kontroversen Diskussionen hat sich der Verein Changing Cities entschieden, den Verkehrsentscheid Berlin autofrei zu unterstützen. Nach einer sorgfältigen Abwägung zwischen den Vorteilen des Status quo verglichen mit dem zu erwartenden Nutzen des Verkehrsentscheids kamen wir zu dem Schluss: Die Lage auf den Berliner Straßen ist so katastrophal, dass eine Neuausrichtung erforderlich ist.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="657" src="https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Parkende-Autos-in-der-Manfred-von-Richthofen-Strasse-1024x657.jpg" alt="Parkende Autos in der Manfred-von-Richthofen-Strasse, Berlin" class="wp-image-30880" srcset="https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Parkende-Autos-in-der-Manfred-von-Richthofen-Strasse-1024x657.jpg 1024w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Parkende-Autos-in-der-Manfred-von-Richthofen-Strasse-300x192.jpg 300w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Parkende-Autos-in-der-Manfred-von-Richthofen-Strasse-768x493.jpg 768w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Parkende-Autos-in-der-Manfred-von-Richthofen-Strasse-1536x985.jpg 1536w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Parkende-Autos-in-der-Manfred-von-Richthofen-Strasse-2048x1314.jpg 2048w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Parkende-Autos-in-der-Manfred-von-Richthofen-Strasse-1280x821.jpg 1280w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Parkende-Autos-in-der-Manfred-von-Richthofen-Strasse-1400x898.jpg 1400w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Parkende-Autos-in-der-Manfred-von-Richthofen-Strasse-1600x1027.jpg 1600w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Parkende-Autos-in-der-Manfred-von-Richthofen-Strasse-1800x1155.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Parkende Autos in der Manfred-von-Richthofen-Strasse, Berlin</figcaption></figure>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="673" src="https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Radweg-Wrangelkiez-Goerlitzer-Ufer-1024x673.jpg" alt="Wrangelkiez - Görlitzer Ufer, Berlin" class="wp-image-30882" srcset="https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Radweg-Wrangelkiez-Goerlitzer-Ufer-1024x673.jpg 1024w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Radweg-Wrangelkiez-Goerlitzer-Ufer-300x197.jpg 300w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Radweg-Wrangelkiez-Goerlitzer-Ufer-768x504.jpg 768w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Radweg-Wrangelkiez-Goerlitzer-Ufer-1536x1009.jpg 1536w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Radweg-Wrangelkiez-Goerlitzer-Ufer-2048x1345.jpg 2048w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Radweg-Wrangelkiez-Goerlitzer-Ufer-1280x841.jpg 1280w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Radweg-Wrangelkiez-Goerlitzer-Ufer-1400x920.jpg 1400w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Radweg-Wrangelkiez-Goerlitzer-Ufer-1600x1051.jpg 1600w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/04/Radweg-Wrangelkiez-Goerlitzer-Ufer-1800x1182.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Infrastruktur für Rad- und Fußverkehr, Wrangelkiez &#8211; Görlitzer Ufer, Berlin</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Autoverkehr in Berlin ist gefährlich. Er ist laut und verdreckt die Luft in den innerstädtischen Quartieren. Parkplätze nehmen mehr Raum als Grünflächen und Spielplätze ein. Der ÖPNV-Ausbau ist quasi zum Stillstand gekommen, Radwege werden tendenziell eher abgebaut und der wachsende Fußverkehr muss sich zwischen E-Rollern, Autos und Werbeaufstellern durchquetschen, weil er in der Straßengestaltung immer als letzter berücksichtigt wird. Eigentlich haben wir mit Changing Cities das Mittel gegen diese Missstände schon erkämpft: Das Mobilitätsgesetz! Es adressiert genau diese Defizite, wird aber nur sehr halbherzig umgesetzt. Nach acht Jahren sind gerade mal 5,9 Prozent des Radnetzes realisiert – das ist jämmerlich.<br>Wir haben also einen zutiefst unbefriedigenden Status quo in Berlin. Deswegen: Wie würde Berlin aussehen, wenn der Verkehrsentscheid umgesetzt würde?&nbsp;</p>



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<div class="wp-block-column is-vertically-aligned-top is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:63.34%">
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-left">Wir geben uns mit dem Status Quo nicht zufrieden.</h2>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Unterstütze unser Engagement für lebenswerte Städte und<br>werde jetzt Changing Cities Fördermitglied.</p>



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<div class="wp-block-column is-vertically-aligned-bottom is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.34%">
<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="744" height="489" src="https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/03/CC-Leute.png" alt="Grafik: Eine Person mit CC-Schild, ein kleiner Mensch mit Skateboard und eine Person mit Kind im Kinderwagen." class="wp-image-30735" srcset="https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/03/CC-Leute.png 744w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/03/CC-Leute-300x197.png 300w" sizes="auto, (max-width: 744px) 100vw, 744px" /></figure>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine veränderte Stadt</strong><br>Nur 34 Prozent aller Berliner*innen besitzen einen Pkw, bundesweit liegt die Zahl bei 59; es ist tatsächlich die niedrigste Pkw-Dichte im ganzen Land. Innerhalb des S-Bahnrings ist die Zahl noch geringer. Hier gibt es nur 19,5 Pkw auf 100 Einwohner*innen. Trotzdem wird dem Autoverkehr auch hier zwischen 60 und 70 Prozent des öffentlichen Raumes zugestanden – ⅔ davon allein fürs Parken. Das heißt: Weniger als 20 Prozent der Menschen beanspruchen mit ihren Pkw mehr als 60 Prozent der Fläche. Das ist nicht gerecht.<br><br>Mit dem Autofrei-Gesetz sollen fast alle Straßen innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings „autoreduziert“ werden (Bundesstraßen ausgenommen). Es würden aber immer noch Autos fahren, nämlich von Menschen, die eine Sondergenehmigung haben: Handwerker, Lieferanten, Feuerwehr, Taxis, Müllabfuhr, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und andere, die auf ihr Auto angewiesen sind. Sie hätten auf einmal sehr, sehr viel mehr Platz, es gäbe keinen Stau mehr, Parkplatzsuche würde der Vergangenheit anhören. Auto fahren würden auch Berliner*innen, die ihr Kontingent (12 Tage pro Jahr und Person) gebrauchen: Für eine vierköpfige Familie heißt das, dass sie an 48 Tagen im Jahr fahren kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kai Wegner (CDU) nennt es ein „gefährliches Lifestyle-Experiment”. Aber bereits heute werden 78 Prozent aller Wege in Berlin zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zurückgelegt. Für die meisten Menschen ist das gelebter Alltag, kein Experiment und keine Frage des Lifestyles. Und es wäre in den autoreduzierten Straßen viel weniger gefährlich als heute.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie sieht autofrei aus?</strong><br>Zuallererst würde Ruhe in die Stadt einkehren. Wir würden wieder die Vögel zwitschern hören, die Luft würde schnell viel besser werden. Es würden am Straßenrand weit weniger Autos parken, und der Platz könnte für Begrünung, Bänke, Sport und Spielplätze oder andere Zwecke benutzt werden. Die Kinder können zu Fuß oder mit dem Fahrrad sicher zur Schule. Man würde spüren, dass sich etwas Entscheidendes verändert hat. Das würde uns wohl auch ein bisschen am Anfang verunsichern: Was machen wir jetzt damit?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort auf diese Frage steht noch aus. „Autoreduziert” bedeutet zwar weniger Autos, aber was dann? Es kann ja nicht einfach so weitergehen, bloß mit weniger Pkw. Wir müssen uns also fragen: Wie wollen wir die innerstädtischen Bereiche für die Zukunft gemeinsam gestalten? Das wird nicht einfach. Wir werden Zeit damit verbringen müssen, Fehler machen und dazu lernen. Aber es würde mit dem Verkehrsentscheid etwas in Bewegung kommen. Wir würden die Möglichkeit bekommen, über das Leben und die Wirtschaft in der Stadt neu zu denken. Wir würden tatsächlich etwas verändern können. Wir, die Berliner*innen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weniger Autoverkehr in der Innenstadt – ein Gewinn für ganz Berlin<br></strong>Man kann über Details des Verkehrsentscheids verhandeln und anderer Meinung sein. Aber zu den grundlegenden verkehrswissenschaftlichen Fragen gibt es eindeutige Belege: Eine Begrenzung des Autoverkehrs in der Innenstadt nützt dem Wirtschaftsverkehr, nützt den Anwohner*innen, beschleunigt den ÖPNV, verbessert die Luftqualität, und diese Effekte wirken sogar in den umliegenden Stadtteilen. Das beweisen die CityMaut-Projekte in London, New York, Stockholm und anderswo.<br>Der Verfassungsgerichtshof hat geurteilt, dass das Gesetz nicht gegen Grundrechte verstoße, es benachteiligt also niemanden unverhältnismäßig. Er leitet aus den Grundrechten einen Anspruch auf ein Minimum an öffentlichen Verkehrswegen ab. „Dieses Minimum bleibe aufgrund der nach wie vor bestehenden Mobilitätsmöglichkeiten jedoch gewahrt. Das Straßennetz werde im Kern nicht berührt und stehe den Bürgern weiter zur Verfügung, um sich vor allem zu Fuß, mit dem ÖPNV oder Fahrrad fortzubewegen.“ (<a href="https://www.noerr.com/de/insights/verfassungsgerichtshof-berlin-berlin-bald-autofrei">Quelle</a>)</p>



<div class="wp-block-columns is-not-stacked-on-mobile has-cc-mint-background-color has-background is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-vertically-aligned-bottom is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.34%">
<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized wp-duotone-unset-1"><img loading="lazy" decoding="async" width="744" height="489" src="https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/03/CC-Leute.png" alt="Grafik: Eine Person mit CC-Schild, ein kleiner Mensch mit Skateboard und eine Person mit Kind im Kinderwagen." class="wp-image-30735" style="width:349px;height:auto" srcset="https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/03/CC-Leute.png 744w, https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/03/CC-Leute-300x197.png 300w" sizes="auto, (max-width: 744px) 100vw, 744px" /></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:63.34%">
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-right">Wir wollen, dass alle saubere luft atmen können.</h2>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Unterstütze unser Engagement für lebenswerte Städte und<br>werde jetzt Changing Cities Fördermitglied.</p>



<div class="wp-block-buttons is-content-justification-right is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-89b4c9e9 wp-block-buttons-is-layout-flex">
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<p class="wp-block-paragraph">Es sind ja vor allem Bewohner*innen der weniger dicht bebauten und grüneren Stadtrandbezirke, die mit ihren Autos ins Zentrum fahren. Hier, innerhalb des S-Bahn-Rings, leben hingegen Menschen, die kaum noch Autos besitzen, aber verstärkt unter dem Autoverkehr leiden: viel Lärm, schlechte Luft und viel zu wenig Grünflächen. Diese Lebensrealitäten gilt es zu adressieren – im Kontext des gesellschaftlichen Wandels von Demografie bis zum Klimawandel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sich neu zu erfinden, in einer Zeit, in der die <a href="https://www.tagesspiegel.de/fossile-falle-der-iran-krieg-offenbart-deutschlands-gefahrliche-abhangigkeit-15367413.html">fossilen Abhängigkeiten</a> immer teurer werden, in einer Zeit, in der Hitzewellen und Kälteperioden eine zubetonierte Stadt an ihren verletzlichen Punkten treffen – das ist die Aufgabe der nächsten Jahrzehnte. Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass Details der Umsetzung eben noch nicht festgelegt, sondern „auszugestalten“ sind. Genau das muss mit den Berliner*innen gemeinsam passieren.<br></p>


<details class='cc-details'  >
<summary class='cc-details__summary'><strong>Zu Fuß</strong></summary>
<div class='cc-details__content'>Die Fußgänger*innen würden am meisten von einer autoreduzierten Innenstadt profitieren. Und das spricht wirklich für das Konzept, denn wir sind ja alle Fußgänger*innen. Während heute mehr und mehr Fußgänger*innen im Verkehr verletzt oder getötet werden, wären die Straßen für sie zukünftig viel, viel sicherer. Wenn weniger Autoverkehr da ist, gibt es wiederum Platz für mehr Radwege – und Radfahrende und E-Roller sollten nie wieder auf dem Fußweg fahren.<br>Wenn Platz für mehr Grün da ist, die Straßen ruhiger und die Luft besser, gewinnen die Fußgänger*innen plötzlich einen Raum, den sie vorher nicht hatten. Es liegt an der Stadtgesellschaft und den Kiezen zu entscheiden, was wir damit machen: Welche Teile wollen wir bewirtschaften – und wie? Welche sollen der Stadt gehören – und zu welchem Zweck? Berlin würde hier eine große Innovationsplattform haben, eine Chance neue Wege zu gehen und wieder ganz vorne bei den Weltmetropolen mitzuspielen.<br></div>
</details>

<details class='cc-details'  >
<summary class='cc-details__summary'><strong>Mit dem Rad</strong></summary>
<div class='cc-details__content'>Mit weniger Autoverkehr könnte man das Straßendesign ändern: Es wäre genügend Platz für breite Radwege, getrennt vom Fuß- und Autoverkehr wie es im Mobilitätsgesetz festgeschrieben ist. Auch die Pläne für Radschnellwege könnte man wieder aus der Schublade holen – und die bisherigen Routenkorridore überdenken. Weil mehr Platz auf der Straßen ist, käme man wahrscheinlich mit weniger extra Brücken und Sonderinfrastruktur aus. Gute, sichere Radwege sind auch die Voraussetzung für eine funktionierende autoreduzierte Stadt – denn irgendwie müssen die Leute ja mobil bleiben können.<br></div>
</details>

<details class='cc-details'  >
<summary class='cc-details__summary'><strong>ÖPNV</strong></summary>
<div class='cc-details__content'>Der Berliner ÖPNV ist besser als sein Ruf. Bereits heute werden 26 Prozent der Wege in Berlin mit dem ÖPNV zurückgelegt, während nur 10 Prozent der Wege in Berlin-Mitte mit dem Auto erbracht werden. Der ÖPNV muss also ausgebaut werden, aber nur in realistischen Größenordnungen; die Autofahrenden, die umsteigen müssen, sind nicht etwa die Hälfte der Berliner*innen, es ist eine kleine Minderheit. Günstig und schnell ist dabei das Anlegen von Bus- und Tramspuren. Mit weniger Autoverkehr hat die Innenstadt mehr Platz hierfür gewonnen. Die hohe Effizienz von ÖPNV, der weit weniger Platz benötigt, um viele Menschen zu transportieren, zahlt sich aus. Das ÖPNV-Netz der Berliner Innenstadt ist bereits heute sehr dicht, es lässt sich durch den Platzgewinn nun leichter optimieren. Mit mehr Park+Ride-Anlagen sowie mehr Regionalzüge und S-Bahnen ließe sich die Mobilität der Stadtrandbezirke viel effizienter als heute organisieren.<br></div>
</details>

<details class='cc-details'  >
<summary class='cc-details__summary'><strong>Anwohner*innen</strong></summary>
<div class='cc-details__content'>Anwohner*innen in den Berliner Kiezen werden aufatmen. Das Wohnumfeld wird sicherer, ruhiger und gesünder. Die etwa 80 Prozent, die eh kein Auto besitzen, werden sich fragen, worüber wir uns eigentlich so lange gestritten haben. Studien zeigen ein ähnliches Muster wie beim Rauchverbot: Viele Menschen denken, warum haben wir das nicht viel früher gemacht? Menschen, die in der Innenstadt täglich mit dem Auto unterwegs sind, (und keine Sondergenehmigung erhalten können), stehen vor einer Umstellung ihres Verhaltens. Dies betrifft einen sehr kleinen Teil der Anwohner*innen. Innerhalb des S-Bahnringes sind laut <a href="https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2026/03/berlin-autofrei-daten-pkw-autos-berliner-ring.html">rbb24</a> 224.189 Pkw im Privatbesitz zugelassen, hinzu kommen 74.371 gewerbliche Kfz. Wie viele von diesen Pkw-Besitzer*innen eine Sondergenehmigung bekommen, wissen wir heute nicht genau. Aber wir <a href="https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2025/04/verkehr-studie-berlin-autos-fussgaenger-bus-bahn-bvg-s-bahn.html">wissen</a>, dass 2023 nur 14 Prozent der Pkw-Fahrenden oder -Mitfahrenden das Auto täglich oder fast täglich nutzten – und zwar in ganz Berlin. Im Innenstadtbereich ist diese Zahl wesentlich geringer. <br>Ein Teil davon würde eine Sondergenehmigung erhalten und könnte unverändert weiter fahren. Der letzte Rest, der Auto fährt, obwohl er oder sie auch anders könnte, muss sich auf 12 Fahrten pro Jahr beschränken. Dies gilt natürlich nur im Innenstadtbereich, überall sonst gibt es keine Beschränkungen. Das Auto muss im Parkhaus oder außerhalb des S-Bahnrings abgestellt werden.<br>Zusammenfassend gilt: Es wird eine Umstellung für eine kleine Minderheit der autofahrenden Anwohnenden innerhalb des S-Bahnrings. Es gilt für diese Menschen, so gute Angebote wie möglich zu schaffen. Sie würden nicht länger vor der Haustür parken können und müssten ihre alltägliche Mobilität umstellen. Dann gäbe es die Gruppe, die Sondergenehmigungen erhalten; für sie ändert sich vor allem, dass sie besser vorankommen. Für die überwiegende Mehrheit wäre eine autoreduzierte Innenstadt nur von Vorteil.<br></div>
</details>

<details class='cc-details'  >
<summary class='cc-details__summary'><strong>Wirtschaftsverkehr</strong></summary>
<div class='cc-details__content'>Für den Wirtschaftsverkehr ist eine autoreduzierte Stadt ein Paradies im Vergleich zu heute. <br>Mit Sondergenehmigung kommt der Wirtschaftsverkehr zügiger durch und findet überall für ihn vorgesehene Stellplätze. Zweite-Reihe-Parken würde im gesamten Innenstadt-Bereich der Vergangenheit angehören. Vor allem auch für die Rettungsdienste wäre eine autoreduzierte Stadt von großem Vorteil: Erstens würden sie zügiger vorankommen, aber viel wichtiger, es gäbe weit weniger Unfälle. Die Stadt würde schnell hohe Ersparnisse im Gesundheitsbereich erleben.<br></div>
</details>

<details class='cc-details'  >
<summary class='cc-details__summary'><strong>Pendler*innen</strong></summary>
<div class='cc-details__content'>Für Pendler*innen, die mit dem Auto in die Innenstadt fahren, wird es Umstellungen geben (gilt nicht für den „pendelnden” Wirtschaftsverkehr). An einem bestimmten Punkt (spätestens beim S-Bahnring) muss ein anderes Verkehrsmittel gewählt werden. Durchfahrten auf Bundesstraßen und Autobahnen sind nach wie vor möglich. Gemessen werden Pendler*innenströme, die die Stadtgrenze überqueren: Die Einpendlerquote nach Berlin lag im Jahr 2023 bei 23,9 Prozent (der Vor-Ort-Beschäftigte). In Hamburg ist diese Zahl mit 37,4 Prozent fast doppelt so hoch. Es sind aber längst nicht alle, deren Ziele im Zentrum liegen. Und es gibt natürlich auch Menschen, die innerhalb der Stadt „pendeln”.<br>Autofahrende mit dem Ziel Innenstadt müssten also auf den ÖPNV oder das Rad umsteigen. Es wird voraussichtlich so, dass der Ausbau dieser Infrastrukturen bis zum Ende der Übergangsperiode (vier Jahre) nicht erreicht wird. Die Senatsverwaltung müsste dafür also ein realistisches Zielszenario erarbeiten. Denn wenn die Innenstadt vom Autoverkehr entlastet wird, ist es möglich, den Radwegeausbau voranzutreiben, die Kiezblock-Quartiere zu verbessern und den ÖPNV auszubauen.<br></div>
</details>

<details class='cc-details'  >
<summary class='cc-details__summary'><strong>Bundesstraßen</strong></summary>
<div class='cc-details__content'>Auf den Bundesstraßen und Autobahnen, die durch die Innenstadt verlaufen, würde der Autoverkehr wie gewöhnlich stattfinden. Diese Straßen sind in der Zuständigkeit des Bundes und nicht vom Gesetz betroffen. Das wären die B 1 (Sachsendamm, Dominicusstraße, Hauptstraße, Potsdamer Straße, Leipziger Straße, Mühlendamm, Alexanderplatz, Karl-Marx-Allee, Frankfurter Allee), B 2 (Greifswalder Straße, Alexanderplatz, Unter den Linden, Brandenburger Tor, Straße des 17. Juni und Heerstraße in Richtung Potsdam), B 5 (Heerstraße, Straße des 17. Juni, Unter den Linden, Karl-Marx-Allee), B 96 (Müllerstraße, Fennstraße, Heidestraße, Tiergartentunnel, Reichpietschufer/Hallesches Ufer, Mehringdamm, Tempelhofer Damm) und B 96a (16. BA A100, Elsenbrücke, Stralauer Allee, Warschauer Straße, Petersburger Straße, Danziger Straße, Schönhauser Allee).<br></div>
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<summary class='cc-details__summary'><strong>Außerhalb des S-Bahn-Rings</strong></summary>
<div class='cc-details__content'>Es wird oft befürchtet, dass es in den angrenzenden Wohnvierteln außerhalb des S-Bahnrings zum Parkchaos kommt. Anfangs wird dies sicher der Fall sein; alle Gewohnheitsveränderungen brauchen ein bisschen Zeit. Mit einer begleitenden Parkraumbewirtschaftung ließe sich das Problem allerdings einhegen. „Aber die Autos lösen sich ja nicht in der Luft auf!” ist dann der nächste Einwand. Es ist kontra-intuitiv, aber genau das passiert tatsächlich. Zahlreiche <a href="https://difu.de/presse/pressemitteilungen/2023-07-18/verkehrsberuhigungsmassnahmen-sorgen-fuer-entlastung-statt-verkehrskollaps">Studien</a> aus In- und Ausland zeigen wiederholt, dass Verkehrsberuhigung insgesamt zu weniger Autoverkehr führt. Die Logik dahinter: <br>Verkehrsteilnehmende passen ihre Routinen an, vermeiden (Auto-)Fahrten, verlagern ihre Mobilität auf andere Verkehrsmittel oder wählen andere Ziele. In diesem konkreten Fall bedeutet das: Je weniger Autos in der Innenstadt, desto besser für die Außenbezirke! <br><br>Ein Blick nach <a href="https://www.tagesspiegel.de/internationales/73000-autos-weniger-pro-tag-mehr-geld-fur-sanierung-kann-new-yorks-citymaut-ein-vorbild-fur-berlin-sein-15171754.html">New York</a> zeigt, dass nach Einführung der City-Maut die verkehrsbedingten Verzögerungen auch in den umliegenden Stadtteilen um <a href="https://rpa.org/news/news-release/new-congestion-pricing-research-shows-fewer-traffic-jams-and-delays-across-the-city-and-region">9-14%</a> zurückgegangen sind. Die Menschen suchen sich also die jeweils effizienten Wege und steigen auf andere Verkehrsmittel um. Und ein Teil der Wege würde in die äußeren Stadtteilzentren von z.B. Spandau, Pankow, Lichtenberg oder Steglitz führen und damit die dezentrale Struktur von Berlin weiter beleben und fördern. Die Dezentralität von Berlin ist ein immenser Vorteil gegenüber zentralisierten Städten, in denen es ein Zentrum gibt, das alle erreichen wollen.<br><br>In den Außenbezirken gibt es viel mehr Autos pro Einwohner*innen und trotzdem gilt erstaunlicherweise: Je mehr Autos pro Kopf in diesen Kiezen zugelassen sind, desto <em>besser</em> ist die durchschnittliche Luftqualität und Lärmbelastung. Mit anderen Worten: Die Belastung durch Autoverkehr ist in den Außenbezirken de facto weit, weit geringer als im innerstädtischen Bereich, weil hier einfach viel mehr Platz ist. <br><br></div>
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		<title>„Mr. Friedrichstraße“ Stefan Lehmkühler ist tot</title>
		<link>https://changing-cities.org/mr-friedrichstrasse-stefan-lehmkuehler-ist-tot/</link>
		
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 12:26:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[Stefan Lehmkühler ist im Alter von nur 61 Jahren gestorben. Changing Cities trauert um einen Aktivisten und Freund, der sich leidenschaftlich und mit viel Humor für die Verkehrswende in Berlin eingesetzt hat. Niemand konnte so schnell reden wie Stefan Lehmkühler. Als er 2015 das Ziel benannte, die Friedrichstraße autofrei zu machen, schmunzelten selbst seine Mitstreiter*innen. [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stefan Lehmkühler ist im Alter von nur 61 Jahren gestorben. Changing Cities trauert um einen Aktivisten und Freund, der sich leidenschaftlich und mit viel Humor für die Verkehrswende in Berlin eingesetzt hat.</strong><strong><br></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Niemand konnte so schnell reden wie Stefan Lehmkühler. Als er 2015 das Ziel benannte, die Friedrichstraße autofrei zu machen, schmunzelten selbst seine Mitstreiter*innen. Aber es war typisch für Stefan: Lösungen finden, Vorschläge machen und reden, reden, reden. Als Ingenieur konnte er seine Visionen mit Zahlen, Berechnungen und Darstellungen hinterlegen – er brachte immer konstruktive Alternativvorschläge für die Umgestaltung des öffentlichen Raumes in die Debatte. So hatte er einen Entwurf für die Leipziger Straße mit Begrünung, breiten Gehwegen, geschützten Radwegen und Trams erarbeitet, der leider nach der Neuausrichtung der Verkehrspolitik nach der Senatswahl 2023 nicht mehr beachtet wurde.<br><br>„Wir feiern jeden Meter, haben wir gesagt, als die Friedrichstraße für den Fuß- und Radverkehr im Sommer 2020 eröffnet wurde. Wir hätten auch sagen können, ‘Wir feiern Stefan’, denn es war auch sein Verdienst, dass die Hauptstadt sich traute, den öffentlichen Raum konkret neu zu denken. Er, der tatsächlich nicht gerne Rad fuhr, wird uns sehr fehlen”, sagt Ragnhild Sørensen von Changing Cities.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stefan Lehmkühler war seit dem Volksentscheid Fahrrad aktiv im Verein und kämpfte insbesondere dafür, Mitte menschenfreundlicher zu machen. Er brannte nicht nur für nachhaltige Mobilität, sondern hat maßgeblich das Netzwerk Pro Straßenbahn vorangebracht, hat für Verkehrswende-Initiativen in ganz Deutschland ein eigenes Tool für selbstorganisierte Verkehrszählungen entwickelt, und war auch bei den Grünen aktiv. Sein Engagement, sein Optimismus und seine Perspektive haben Berlin ein Stück lebenswerter gemacht. Wir machen weiter, wo er aufgehört hat: „Ruhe bewahren. Denken hilft! Meistens.“</p>
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		<title>Mehrheit in Berlin will die Verkehrswende</title>
		<link>https://changing-cities.org/mehrheit-in-berlin-will-die-verkehrswende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2026 14:42:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrswende]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine repräsentative Studie in neun verschiedenen europäischen Städten, darunter Berlin, zeigt einen eindeutigen Wunsch nach besserem ÖPNV. 80 Prozent der Berliner*innen befürworten demnach einen Ausbau des ÖPNV. 59 Prozent wünschen sich die Umwandlung von Autospuren in Bus- oder Tramspuren, wenn der ÖPNV dadurch schneller und zuverlässiger wird. 67 Prozent wünschen sich eine bessere und effizientere [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine repräsentative Studie in neun verschiedenen europäischen Städten, darunter Berlin, zeigt einen eindeutigen Wunsch nach besserem ÖPNV. 80 Prozent der Berliner*innen befürworten demnach einen Ausbau des ÖPNV. 59 Prozent wünschen sich die Umwandlung von Autospuren in Bus- oder Tramspuren, wenn der ÖPNV dadurch schneller und zuverlässiger wird. 67 Prozent wünschen sich eine bessere und effizientere Parkraumregelungen, damit große und schwere Autos nicht so viel Platz wegnehmen. Kurzum: Berlin will die Verkehrswende!</strong><br><br>Die Studie der europäischen NGO Clean Cities zeigt eindeutig, dass der aktuelle Senat seine autozentrierte Verkehrspolitik gegen den Willen einer großen Mehrheit der Bevölkerung durchsetzt. Mehr Autoverkehr wird von einer Mehrheit abgelehnt; stattdessen wünschen die Bürger*innen sich mehr und besseren Fuß-, Rad- und öffentlichen Verkehr. 74 Prozent sind für reduzierte Ticketpreise für Menschen mit weniger Einkommen und 52 Prozent befürworten höhere Steuern auf große und schwere Autos wie SUVs. Bei der Schulwegsicherheit wünschten sich die Berliner*innen vor allem geschützte Radwege, Schulstraßen und bessere Fußwege und Querungsmöglichkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Gute ÖPNV-Verbindungen vom Zentrum bis zum Stadtrand sind von einer großen Mehrheit erwünscht. Wer dies bei den Wahlen im Herbst 2026 ignoriert, verliert Stimmen – so einfach ist das! Die Berliner*innen wollen mehrheitlich die Verkehrswende – smarte, effiziente und sichere Mobilität statt mehr Autoverkehr, mehr Parkplätze und schlechte Luft”, kommentiert Ragnhild Sørensen von Changing Cities.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die repräsentative Studie fragt auch die Haltung zu sogenannten Robotaxis ab, die bereits in den USA und China eingeführt wurden und in verschiedenen europäischen Städten u.a. in London ab 2026 zugelassen werden. Hier ist das Bild weit weniger eindeutig. Etwa 39 Prozent der Berliner*innen zeigen sich offen, ein Drittel hat dazu keine Meinung und das letzte Drittel ist dagegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführende Links:</strong><br><a href="https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2026/01/Cities-Speak-The-Clean-Cities-Urban-Mobility-Barometer-Briefing.pdf">Die Studie „Cities Speak, the Clean Cities urban mobility barometer 2026“ vom 27. Januar 2026</a></p>



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