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	<title>Tempo 50 &#8211; Changing Cities</title>
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	<description>Einjährige Fördermitgliedschaft bei Changing Cities</description>
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		<title>An 30 Straßen ist die Luft nach der neuen Richtlinie zu schlecht</title>
		<link>https://changing-cities.org/an-30-strassen-ist-die-luft-zu-schlecht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Nov 2025 13:27:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Luftverschmutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Tempo 50]]></category>
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					<description><![CDATA[Ab 2026 müssen Maßnahmen ergriffen werden, wenn die Luftqualität nach der neuen EU-Richtlinie zu schlecht ist. Was tut die Verkehrsverwaltung? Sie führt Tempo 50 an acht Straßen ein, an denen die ab 2026 einzuhaltenden Grenzwerte bereits heute – also bei Tempo 30 – überschritten werden. Es handelt sich um Mariendorfer Damm, Hermannstraße, Karl-Marx-Straße, Tempelhofer Damm, [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ab 2026 müssen Maßnahmen ergriffen werden, wenn die Luftqualität nach der neuen EU-Richtlinie zu schlecht ist. Was tut die Verkehrsverwaltung? Sie führt Tempo 50 an acht Straßen ein, an denen die ab 2026 einzuhaltenden Grenzwerte bereits heute – also bei Tempo 30 – überschritten werden. Es handelt sich um Mariendorfer Damm, Hermannstraße, Karl-Marx-Straße, Tempelhofer Damm, Elsenstraße, Erkstraße, Martin-Luther-Straße und Müllerstraße. Nach der Wiedereinführung von Tempo 50 an diesen Straßen müssen also in 1,5 Monaten Maßnahmen gegen die schlechte Luft ergriffen werden – Changing Cities schlägt Tempo 30 vor.<br></strong><br>Die Neufassung der EU-Luftqualitätsrichtlinie vom Oktober 2024 verschärft die Grenzwerte für Luftschadstoffe deutlich. Diese müssen zwar erst ab 2030 eingehalten werden, aber bereits ab 2026 müssen Überschreitungen der neuen Grenzwerte durch Luftqualitätspläne adressiert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer parlamentarischen Anfrage benennt die Senatsverwaltung insgesamt 30 Berliner Straßen, in denen die Luftqualität nach den neuen Grenzwerten bereits heute nicht eingehalten wird. Dabei muss angemerkt werden, dass die Luftqualität nur an ausgewählten Standorten gemessen wird, 47 an der Zahl (2023). <strong><br></strong><br>„Mit der neuen EU-Luftqualitätsrichtlinie muss Berlin sich mehr anstrengen. Tempo 50 wieder einzuführen, ist kontraproduktiv und gefährdet die Gesundheit der Bürger*innen. Dabei muss man bedenken, dass die neue Richtlinie nur ein Kompromiss ist. Die WHO-Richtlinien sind weit strenger, und davon ist Berlin heute weit entfernt. Das scheint die Senatsverwaltung aber nicht zu stören: Sie führt Tempo 50 nicht nur an drei der 20 gefährlichsten Straßen ein, sondern auch acht weiteren Straßen mit bekanntermaßen schlechter Luft – Verkehrssicherheit und Gesundheit hin oder her!“, sagt Ragnhild Sørensen von Changing Cities.<br><br><strong>Weiterführende Links:</strong><a href="https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-24203.pdf"><br>Parlamentarische Anfrage vom 7. November</a></p>
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		<title>Hat Berlin eine weitere Autobahn? Senat lehnt geschützte Radwege in der Kaiser-Friedrich-Straße ab</title>
		<link>https://changing-cities.org/hat-berlin-eine-weitere-autobahn-senat-lehnt-geschuetzte-radwege-in-der-kaiser-friedrich-strasse-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2025 07:11:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Charlottenburg-Wilmersdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Klagen]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Radwege]]></category>
		<category><![CDATA[Tempo 50]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrssicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Berlin, 23. September 2025 – Die Kaiser-Friedrich-Straße in Charlottenburg-Wilmersdorf (zwischen Konstanzer Str. und Otto-Suhr-Allee) sei laut Senatsverkehrsverwaltung für den Autoverkehr so bedeutend, dass keine Flächen für den Radverkehr umgewidmet werden könnten. Betroffene haben mit Unterstützung von Changing Cities dort Radwege beantragt und jetzt nach 18 Monaten liegt eine Ablehnung des Senats vor. Nicht nur lehnt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Berlin, 23. September 2025 – Die Kaiser-Friedrich-Straße in Charlottenburg-Wilmersdorf (zwischen Konstanzer Str. und Otto-Suhr-Allee) sei laut Senatsverkehrsverwaltung für den Autoverkehr so bedeutend, dass keine Flächen für den Radverkehr umgewidmet werden könnten. Betroffene haben mit Unterstützung von Changing Cities dort Radwege beantragt und jetzt nach 18 Monaten liegt eine Ablehnung des Senats vor. </strong><strong><br></strong><br>Nicht nur lehnt der Senat Radwege dort ab, er hat auch beschlossen, dass auf einer Teilstrecke von der Kantstraße bis Otto-Suhr-Allee tagsüber wieder Tempo 50 gelten soll. Rund 2200 Fahrzeuge pro Stunde befahren laut der Senatsverwaltung die Kaiser-Friedrich-Straße und – das allerdings lässt die Senatsverwaltung unerwähnt – machen die Hauptverkehrsstraße zu einem wirklich gefährlichen Pflaster für Radfahrende. Die Straße diene als Ausweichroute für Unfälle auf der A100, argumentiert die Senatsverwaltung und müsse deswegen „freigehalten“ werden. Ein sicherer Radweg stört die Senatsverwaltung – die dort jetzt parkenden Autos jedoch nicht.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Statt sichere Infrastruktur für Radfahrende in der Stadt zu schaffen, „reserviert“ der Senat Flächen für ein mögliches Stau- oder Unfallgeschehen auf der Autobahn.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit nicht genug. SenMVKU räumt selbst parkenden Autos mehr Gewicht ein als Menschen, die mit dem Rad unterwegs sind: Der verbliebene Seitenstreifen müsse für ruhenden Verkehr genutzt werden. SenMVKU argumentiert sogar damit, dass Autofahrende ansonsten ordnungswidrig auf Gehwegen parken würden, was ja Fußgänger*innen behindern würde. Völlig ignoriert wird dabei, dass die Verwaltung alle Instrumente in der Hand hat, um genau das zu verhindern. Ordnungswidriges Parken kann sanktioniert und der öffentliche Raum so gestaltet werden, dass ein Parken auf dem Gehweg oder an Überwegen praktisch unmöglich wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dass hier die Gefahr von Autofahrenden, die sich nicht an Recht und Gesetz halten und ordnungswidrig parken, als Argument gegen sichere Radinfrastruktur angeführt wird, ist schon skurril,&#8220; so Paul Jäde, LegalTeam von Changing Cities. „Wenn die Verwaltung sich selbst so handlungsunfähig sieht, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, dass in Berlin dem „Recht des Stärkeren“ zunehmend kein Einhalt mehr geboten wird.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Argumentation gipfelt in einer zynischen Schlussfolgerung: Weniger Platz für den Autoverkehr würde nicht etwa die gewünschte Verkehrswende voranbringen, sondern angeblich mehr Lärm, Abgase und Konflikte erzeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betroffene – darunter auch ein 12-jähriges Schulkind – hatten im Februar 2024 unterstützt von Changing Cities geschützte Radwege für die Kaiser-Friedrich-Straße in Charlottenburg-Wilmersdorf beantragt. Konkret ging es um die Abschnitte</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Brandenburgische Straße (zwischen Konstanzer Straße und Kurfürstendamm),</li>



<li>Lewishamstraße (zwischen Kurfürstendamm und Stuttgarter Platz) sowie</li>



<li>Kaiser-Friedrich-Straße (zwischen Stuttgarter Platz und Otto-Suhr-Allee),<br>jeweils in beiden Richtungen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juli 2024 musste Changing Cities den Berliner Senat mit einer Untätigkeitsklage zu einer Stellungnahme zwingen. Nun liegt die Antwort der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) vor – mit ernüchterndem Ergebnis für alle, die sich sichere Mobilität auf dem Rad wünschen. Der Senat sieht auch hier keine Notwendigkeit einer sicheren Radinfrastruktur.<br><br>„Die Ablehnung von sicheren Radwegen in der Kaiser-Friedrich-Straße ist ein weiterer Rückschritt für Berlin. Wie soll Berlin jemals lebenswert werden, wenn überall dem Kfz-Verkehr Vorrang eingeräumt wird? Dieser Senat hat versprochen, die Stadt zum Funktionieren zu bringen – bekommen haben wir Chaos und Unsicherheit. Das Urteil der Bürger*innen folgt im Herbst 2026!”, kommentiert Ragnhild Sørensen von Changing Cities.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Betroffenen und Changing Cities heißt dies: Dran bleiben! Changing Cities unterstützt die Antragstellenden dabei, jetzt Widerspruch gegen den Bescheid einzureichen und geht auch mit diesem Verfahren bis vor die Gerichte, wenn nötig.<br><br><strong>Weiterführende Links:</strong><br><a href="https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2025/09/Ablehnungsbescheid-Kaiser-Friedrich-Str_anonymisiert.pdf">Anonymisierte Antwort der Senatsverwaltung</a></p>
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		<item>
		<title>Berlin als Europameister: Keine andere Stadt führt Tempo 50 wieder ein</title>
		<link>https://changing-cities.org/berlin-fuhrt-tempo-50-wieder-ein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2025 11:29:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[StVO]]></category>
		<category><![CDATA[Tempo 30]]></category>
		<category><![CDATA[Tempo 50]]></category>
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					<description><![CDATA[Als einzige europäische Stadt schafft Berlin Tempo 30-Bereiche ab. Der heutige Berliner Senatsbeschluss mit Unterstützung der SPD ist der letzte von vielen Beschlüssen, die darauf hinauslaufen, dass die Berliner*innen mit immer weniger Verkehrsberuhigungen auskommen müssen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Als einzige europäische Stadt schafft Berlin Tempo 30-Bereiche ab. Nur in Frau Melonis nationalkonservativem Italien wurden ähnliche Schritte beschlossen, um Verkehrsberuhigungen zu erschweren. Der heutige Berliner Senatsbeschluss mit Unterstützung der SPD ist der letzte von vielen Beschlüssen, die darauf hinauslaufen, dass die Berliner*innen mit immer weniger Verkehrsberuhigungen auskommen müssen. Während andere Städte begrünt werden, weniger Auto- und mehr Fuß- und Radverkehr anstreben und die Luft besser, die Sicherheit höher und der Lärm weniger werden, katapultiert der CDU-/SPD-geführte Senat die deutsche Hauptstadt mitten in der grassierenden Klimakrise zurück in die 1950er Jahre. </strong><br><strong><br></strong>Wissen Sie noch, als Senatorin Schreiner (CDU) 3,2 km nachhaltigen Umbau des Halleschen Ufers stoppte, der vom Bund finanziert wurde? Erinnern Sie sich, als Frau Schreiner sich bei der Überprüfung von Radwegeprojekten mit Autohäusern abstimmte? Oder als ihre Nachfolgerin Frau Bonde (CDU) reflektierende Sonnenschirme vorschlug, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, nachdem 2024 rekordverdächtige 55 Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen waren? Das sind alles absurde Kleinigkeiten, ja, politisches Theater. Aber wenn man parallel nahezu alle Radprojekte stoppt, Tramplanungen einstellt, Bussonderspuren nicht mehr anordnet, die Finanzierung für Kiezblocks stoppt, Planungen für Radschnellverbindungen einstellt, das Fahrradleihsystem abschafft, die ÖPNV-Finanzierung halbiert und nun Tempo 30-Bereiche abschafft – dann erweist sich das „Miteinander“ der CDU als Farce. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es geht nicht um Miteinander. Es geht um eine Politik, die gezielt Autofahrende anspricht und ihnen das Blaue vom Himmel verspricht, um bei der Wahl im Herbst 2026 als Autopartei zu punkten. De facto ist es aber so: Wenn alle Alternativen zum Auto nicht mehr vorhanden sind, steigen die Leute wieder aufs Auto um. Die Stauprobleme, die Luftverschmutzung, die Lärmbelästigung, die fehlende Verkehrssicherheit und das Problem der Klimaneutralität verschlimmern sich dadurch nur. Welche Berliner*innen wünschen sich das – vermutlich nicht einmal Frau Bonde und die CDU”, sagt Ragnhild Sørensen von Changing Cities.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frau Bonde begründet die Abschaffung der Tempo 30-Bereiche mit der StVO. In Deutschland sei Tempo 50 die Regelgeschwindigkeit und ihr bliebe deswegen gar keine andere Wahl. Aber die StVO wurde reformiert und erleichtert nun Ländern und Kommunen, verkehrsberuhigende Maßnahmen anzuordnen. Genau das will Frau Bonde aber nicht. Stattdessen freut sie sich über das neue A100-Teilstück, wo die Autos zügig von der Autobahn in den innerstädtischen Stau überführt werden – natürlich mit Tempo 50.<br><br><strong>Weiterführende Links:</strong><br><a href="https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2025/pressemitteilung.1594380.php">Pressemitteilung des Senats vom 2.9.</a><br><a href="https://etsc.eu/italys-road-rules-reform-passes-into-law-but-some-changes-could-harm-road-safety/">Bericht über Verkehrsmaßnahmen in Italien vom November 2024</a></p>
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		<title>Wer bremst Bondes Tempo-Pläne?</title>
		<link>https://changing-cities.org/wer-bremst-bondes-tempo-plaene/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Aug 2025 10:02:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Tempo 50]]></category>
		<category><![CDATA[Vision Zero]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf einem Zebrastreifen rammte am Montag ein 84-jähriger Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit eine Mutter mit ihrem zweijährigen Sohn. Der Junge wurde laut Polizei durch die Luft geschleudert und musste wie seine Mutter notoperiert werden. Gestern ist er gestorben. Changing Cities spricht den Angehörigen sein tiefes, tiefes Mitgefühl aus und plant mit anderen Organisationen eine Mahnwache [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auf einem Zebrastreifen rammte am Montag ein 84-jähriger Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit eine Mutter mit ihrem zweijährigen Sohn. Der Junge wurde laut Polizei durch die Luft geschleudert und musste wie seine Mutter notoperiert werden. Gestern ist er gestorben. Changing Cities spricht den Angehörigen sein tiefes, tiefes Mitgefühl aus und plant mit anderen Organisationen eine Mahnwache am Unfallort.</strong><strong><br></strong><strong><br></strong>„Es ist unerträglich: Kein zweijähriges Kind darf im Straßenverkehr getötet werden – erst recht nicht auf einem Zebrastreifen. Warum priorisiert Senatorin Bonde (CDU) Tempo 30 an 23 Hauptstraßen wieder abzuschaffen, statt Tempo 30 an allen Fußgängerüberwegen anzuordnen, wie es durch die novellierte StVO nun möglich ist? Dieser schreckliche Todesfall zeigt in aller Deutlichkeit die falschen Prioritäten dieser Senatsverwaltung: Ein – vermeintlich – zügiger Autoverkehr ist ihr wichtiger als die Sicherheit von Kindern!”, sagt Ragnhild Sørensen von Changing Cities.<br><br>Viel zu selten wird der Kontext bedacht: Dieser Unfall ist kein schicksalhaftes Ereignis, denn im vergangenen Jahr ist alle 19 Minuten ein Kind in Deutschland im Straßenverkehr verletzt worden oder ums Leben gekommen. Tempo 30 ist keine Garantie, dass keine Unfälle mehr passieren. Aber Tempo 30 reduziert erheblich die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch stirbt oder schwer verletzt wird: Wird ein*e Fußgänger*in mit 50 km/h angefahren, liegt die Wahrscheinlichkeit, tödlich oder schwer verletzt zu werden, bei 80 Prozent. Bei einer Aufprallgeschwindigkeit von 30 km/h sinkt dieses Risiko auf 40 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Senatsbeschluss zur Wiedereinführung von Tempo 50 wurde gestern Abend auf den 2. September vertagt, da der SPD die Argumentation der Senatsverwaltung für Verkehr nicht ausreicht. Changing Cities begrüßt den Einwand der Partei, Tempo 30 solle behalten bzw. ausgebaut werden. Schaut man sich eine Karte der Berliner Schulen an, ist es nicht vorstellbar, dass nicht eine erhebliche Zahl an Schulkindern diese 23 Hauptstraßen als Schulweg benutzt. Der Tagesspiegel hat zudem mehrere Kitas identifiziert, die sich dort befinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn der Berliner Senat, allen voran die Senatorin für Verkehr, die „Vision Zero“ als Ziel hätte, würden sie mehr tun für die Sicherheit im Berliner Straßenverkehr. Es wäre so einfach, andere Städte machen es erfolgreich vor: Was Berlin wirklich braucht, sind verkehrsberuhigende Maßnahmen, nicht die Aufhebung von Tempolimits oder gar den Rückbau von verkehrssichernder Infrastruktur. Von Träumereien über Magnetschwebebahnen mal ganz zu schweigen.</p>
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			</item>
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		<title>Mit Tempo 50 wohin?</title>
		<link>https://changing-cities.org/mit-tempo-50-wohin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Feb 2025 09:24:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Tempo 50]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrssicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Berliner Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) will mehr Tempo 50 in der Hauptstadt einführen. Nachdem letztes Jahr ein Rekordjahr für die Anzahl der Verkehrstoten war, muten solche Entscheidungen wie Hohn und realitätsfern an. In Anbetracht der messbaren Luftverbesserungen durch Tempo 30 wirkt eine Tempoerhöhung wie ein schlechter Witz. Letztendlich werden die Autos kaum schneller vorankommen: [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Berliner Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) will mehr Tempo 50 in der Hauptstadt einführen. Nachdem letztes Jahr ein Rekordjahr für die Anzahl der Verkehrstoten war, muten solche Entscheidungen wie Hohn und realitätsfern an. In Anbetracht der messbaren Luftverbesserungen durch Tempo 30 wirkt eine Tempoerhöhung wie ein schlechter Witz. Letztendlich werden die Autos kaum schneller vorankommen: Die Kfz-Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt in Berlin etwa 21 km/h – schneller kann nicht gefahren werden, weil die Autos sich gegenseitig im Weg stehen. </strong><strong><br></strong><br>Nachdem aktuell über erhöhte Parkpreise geredet wird, muss Frau Bonde die angeblich so gebeutelten Autofahrer*innen beruhigen: Tempo 50 klingt doch vielversprechend! Bereits ihre Vorgängerin Manja Schreiner (CDU) hatte versprochen: An 34 Stellen sollen Tempo-30-Bereiche wieder aufgehoben werden – freie Fahrt für freie Bürger! Umgesetzt wurde bisher nichts. Die heutige Verkehrssenatorin teilte auch nicht mit, dass die umzuwandelnde Tempo-30-Bereiche z. T. nur 50 Meter lang sind – wirklich schneller wird dadurch niemand vorankommen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Vision von Frau Bonde ist keine. Der Zustand des U-Bahnbetriebs ist katastrophal, also plant sie neue U-Bahnlinien, die frühestens in 20 Jahren gebaut werden. Es sollen so wenig Radwege und Tramspuren wie möglich gebaut werden, da diese dem Autoverkehr angeblich Platz wegnehmen und gleichzeitig „eine Beschleunigung des ÖPNV mit vernünftigen Ampelschaltungen“. Der Zugang zu günstigen Innenstadt-Parkplätzen für die Außenbezirke soll erleichtert werden, obwohl niemand danach gefragt hat. Nun soll Beschleunigung auf den viel benutzten Hauptverkehrsstraßen eingeführt werden – in einer Stadt, in der auf etwa 80 Prozent der Straßen Tempo 30 gilt. Dazu wird die TVO geplant, eine Schnellstraße, die Berlin sich nicht leisten kann! Auch für den 17. Bauabschnitt der A100 lässt Frau Bonde gerne Stadtteile abreißen, wenn das dem Autoverkehr dient. Dann gab es die rekordverdächtigen 55 Verkehrstote…. Wo ist der Plan, Frau Bonde?“, fragt Ragnhild Sørensen von Changing Cities.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Changing Cities e.V.</strong>: Wir fördern zivilgesellschaftliches Engagement für lebenswertere Städte. Das bislang größte Projekt von Changing Cities e.V. ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es 2016 gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing Cities e.V. unterstützt landes- und bundesweit Bürger*inneninitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende und lebenswerte Städte einsetzen, mit Kampagnenwissen oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als gemeinnützig anerkannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mehr Tempo 50 – wo bleibt die funktionierende Stadt?</title>
		<link>https://changing-cities.org/mehr-tempo-50-wo-bleibt-die-funktionierende-stadt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2024 07:20:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Tempo 50]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrssicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Verkehrssenatorin Bonde will mehr Tempo 50 einführen und rechnet „mit erheblichem Widerstand Betroffener [&#8230;], welche nicht nur den Rechtsweg beschreiten, sondern in der Regel auch eine erhöhte mediale Aufmerksamkeit anstreben werden”. Denkt sie dabei auch an die SPD?, fragt Changing Cities. Im Januar dieses Jahres erklärte Herr Saleh, der Berliner SPD-Chef: Wir brauchen „…eine Verkehrspolitik, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verkehrssenatorin Bonde will mehr Tempo 50 einführen und rechnet „mit erheblichem Widerstand Betroffener [&#8230;], welche nicht nur den Rechtsweg beschreiten, sondern in der Regel auch eine erhöhte mediale Aufmerksamkeit anstreben werden”. Denkt sie dabei auch an die SPD?, fragt Changing Cities.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Januar dieses Jahres erklärte Herr Saleh, der Berliner SPD-Chef: Wir brauchen „…eine Verkehrspolitik, die die Lebenswirklichkeit der Berlinerinnen und Berliner abbildet, vor allem die der schwächsten Verkehrsteilnehmer, eine Verkehrspolitik der Entschleunigung. Dazu gehört, dass geprüft werden muss, ob wir nicht tatsächlich viel mehr Tempo-30-Abschnitte einführen.“<em><br></em><br>„Statt die wirklich wichtigen Aufgaben der wachsenden Stadt anzugehen, lässt sich die Verkehrssenatorin in dieses Klein-Klein provinzpolitischer Symbolik hineinziehen und verliert völlig den Blick für das große Ganze. Die CDU spricht von Miteinander, aber seit anderthalb Jahren gibt es nur Maßnahmen zu Lasten des Umweltverbundes, also des Fuß-, Rad- und öffentlichen Nahverkehrs, und der Verkehrssicherheit. Ist das wirklich im Sinne der SPD?”, fragt Ragnhild Sørensen von Changing Cities.<br><br>Die novellierte Straßenverkehrsordnung (StVO), die im August 2024 in Kraft trat, erleichtert auf Wunsch der Kommunen die Einrichtung von Tempo 30 – aber laut CDU soll Berlin lieber ein gefährliches Pflaster bleiben. Die sowieso unter akutem Personalmangel und Abgängen leidende Verwaltung wird nun mit der aufwändigen Prüfung von zig Einzelmaßnahmen noch weiter belastet – statt durch professionelles Verwaltungshandeln entlastet. Dieselben Mitarbeiter*innen, die hunderte von Einzelprüfungen durchführen werden, werden diese voraussichtlich bald wieder rückgängig machen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pressekontakt:</strong><br>Ragnhild Sørensen, ragnhild.soerensen@changing-cities.org, +49 171 535 77 34<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführende Links:</strong><br><a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/berlins-spd-chef-widerspricht-cdu-flachendeckendes-tempo-50-wird-es-mit-uns-nicht-geben-11056222.html">Artikel vom Tagesspiegel vom 15. Januar</a><br><a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-verwaltung-gegen-tempo-30-senat-will-schnelleren-autoverkehr-vor-kitas-und-altenheimen-12377888.html">Artikel vom Tagesspiegel vom 18. September</a><br><br><strong>Über Changing Cities e.V.</strong>: Wir fördern zivilgesellschaftliches Engagement für lebenswertere Städte. Das bislang größte Projekt von Changing Cities e.V. ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es 2016 gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing Cities e.V. unterstützt landes- und bundesweit Bürger*inneninitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende und lebenswerte Städte einsetzen, mit Kampagnenwissen oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als gemeinnützig anerkannt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schreiners „Miteinander”: geteilte Fahrspuren bei T50</title>
		<link>https://changing-cities.org/schreiners-miteinander-geteilte-fahrspuren-bei-t50/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Feb 2024 10:01:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Tempo 50]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Senatsverwaltung unter Manja Schreiner (CDU) will auf 33 Straßenabschnitten in Berlin Tempo 50 wieder zulassen. Auf 23 dieser 33 Straßen befinden sich Radfahrende dann zukünftig im Mischverkehr – direkt neben Kfz, die mit 50 km/h vorbeirasen. Man habe die Verkehrssicherheit überprüft, behauptet die Senatorin. Changing Cities urteilt: Entweder habe Frau Senatorin keine Ahnung, wovon [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Senatsverwaltung unter Manja Schreiner (CDU) will auf 33 Straßenabschnitten in Berlin Tempo 50 wieder zulassen. Auf 23 dieser 33 Straßen befinden sich Radfahrende dann zukünftig im Mischverkehr – direkt neben Kfz, die mit 50 km/h vorbeirasen. Man habe die Verkehrssicherheit überprüft, behauptet die Senatorin. Changing Cities urteilt: Entweder habe Frau Senatorin keine Ahnung, wovon sie spricht, oder sie verbreite absichtlich Lügen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle 33 Straßenabschnitte sind Teil des Berliner Radverkehrsnetzes. Nur an 5 davon wurden die Radwege erneuert oder geschaffen, wie im Radverkehrsplan bis 2030 vorgeschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist uns allen inzwischen klar, dass die Senatorin den Autoverkehr gerne fördern will. Aber welche*r Autofahrende freut sich, bei Tempo 50 die Fahrspur mit Radfahrenden zu teilen? Auch aus Sicht der Autofahrenden ist das doch viel zu gefährlich! Auf diesen Strecken gibt es keinen Radweg. Wenn hier Tempo 50 erlaubt wird, ist das ein Signal in Richtung Gegeneinander und nicht Miteinander. Denn: Wer will mit Tempo 50 neben einer*m 10-Jährigen auf dem Fahrrad fahren? Das ist schlichtweg eine Zumutung – Autofahrenden ist Verkehrssicherheit doch auch wichtig!”, sagt Ragnhild Sørensen von Changing Cities.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine gute Lösung sieht dagegen so aus: überall das Tempo im heutigen Mischverkehr senken, dazu parallel und zügig sichere Radinfrastruktur bauen. Das Mobilitätsgesetz und der Radverkehrsplan bilden die gesetzliche Grundlage. Die Senatorin könnte heute sofort mit der Mobilitätswende beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch auf der Leipziger Straße in Mitte will die Senatorin wieder Tempo 50 einführen. Wegen der vielen Unfällen mit Radfahrenden bereits bei Tempo 30 hat Changing Cities am Donnerstag ein Klageverfahren gegen die Verkehrsverwaltung eingeleitet und einen Antrag auf geschützte Radwege gestellt, um die Sicherheit zu erhöhen. „Manja Schreiner hat es mit diesem Schritt viel wahrscheinlicher gemacht, dass wir das Verfahren gewinnen. Sie erhöht sehenden Auges die Gefahrenlage!”, kommentiert Sørensen.<br><br>Vision Zero, also null Verkehrstote und Schwerverletzte, steht als Ziel im Koalitionsvertrag. Mit mehr Tempo 50 auf den Straßen ignoriert die Senatorin die mit der Koalitionspartnerin SPD vereinbarten Ziele.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um das nicht unerwähnt zu lassen: Die Tempo-30-Anordnungen wurden eingeführt, um die Luftverschmutzung an den 33 Straßenabschnitten zu begrenzen. Diese Anordnung war erfolgreich. In Manja Schreiners Logik kann man deswegen wieder Tempo 50 einführen. Was hat die Senatorin gegen gute Luft?<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pressekontakt:</strong><br>Ragnhild Sørensen, ragnhild.soerensen@changing-cities.org, +49 171 535 77 34<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführende Links:</strong><br>Der Antrag für Leipziger Straße: https://changing-cities.org/wp-content/uploads/2024/01/20240131_Antrag_Leipziger-Strasse_final_geschwaerzt.pdf<br>Changing Cities e.V.: <a href="https://changing-cities.org">https://changing-cities.org<br></a>Bilder zur kostenlosen Nutzung für die Presseberichterstattung:<br>https://www.picdrop.de/volksentscheidfahrrad/presse<br>Diese Pressemitteilung im Online-Bereich: https://changing-cities.org/aktuelles/presse<strong>Über Changing Cities e.V.</strong>: Wir fördern zivilgesellschaftliches Engagement für lebenswertere Städte. Das bislang größte Projekt von Changing Cities e.V. ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es 2016 gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing Cities e.V. unterstützt landes- und bundesweit Bürger*inneninitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende und lebenswerte Städte einsetzen, mit Kampagnenwissen oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als gemeinnützig anerkannt.</p>
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		<title>2024 bereits drei getötete Fußgänger*innen – CDU will mehr Tempo 50</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jan 2024 13:46:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[In den ersten neun Tagen von 2024 wurden in Berlin bereits drei Fußgänger*innen durch Kfz getötet. Die Berliner CDU-Fraktion schlägt trotzdem eine Ausweitung von Tempo 50 auf Berliner Hauptstraßen vor. Sie hat dabei eine Minderheit im Blick: etwa 25 Prozent der Berliner*innen, die ihre täglichen Wege mit dem Kfz zurücklegen. Changing Cities spricht sich für [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>In den ersten neun Tagen von 2024 wurden in Berlin bereits drei Fußgänger*innen durch Kfz getötet. Die Berliner CDU-Fraktion schlägt trotzdem eine Ausweitung von Tempo 50 auf Berliner Hauptstraßen vor.</strong> <strong>Sie hat dabei eine Minderheit im Blick: etwa 25 Prozent der Berliner*innen, die ihre täglichen Wege mit dem Kfz zurücklegen. Changing Cities spricht sich für eine Ausweitung von Tempo 30 aus: „Wir brauchen dringend mehr Verkehrssicherheit für die Mehrheit der Berliner*innen“.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine 78-Jährige, ein 85-Jähriger und eine 89-Jährige – drei Berliner*innen, die von zwei Pkw-Fahrern und einem Lkw-Fahrer überfahren und getötet wurden. Alle drei Kollisionen ereigneten sich auf Hauptverkehrsstraßen mit Tempo 50.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist zynisch, wenn die CDU-Fraktion eine Ausweitung von Tempo 50 auf Hauptstraßen vorschlägt. Die CDU und ihr Fraktionschef Dirk Stettner nehmen entweder gar nicht wahr, dass innerhalb weniger Tage drei Menschen auf Hauptverkehrsstraßen getötet wurden. Oder sie wissen das und offenbaren so, dass ihnen die Sicherheit der Berliner*innen egal ist“, sagt Ragnhild Sørensen von Changing Cities.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir nehmen jetzt wieder alle in den Blick, auch den Autofahrer“, wird Dirk Stettner (CDU) zitiert. „Alle“ umfasst offensichtlich nicht Fußgänger*innen und Radfahrende, denn sie werden nachweislich durch Tempo 50 gefährdet.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Auto ist man durch den Unterschied zwischen Tempo 30 und 50 kaum mehr gefährdet. Aus dieser Perspektive definiert die CDU offensichtlich ihre Verkehrspolitik. Bei einer Kollision mit Fußgänger*innen oder Radfahrenden ist er allerdings gravierend: Lebensgefährliche oder sogar tödliche Verletzungen sind bei 50 km/h sehr viel wahrscheinlicher als bei 30 km/h. Der Aufprall bei Tempo 50 ist fast dreimal so stark wie bei Tempo 30. Neben der Sicherheit bietet Tempo 30 auf Hauptstraßen viele weitere Vorteile: bessere Luft, weniger Lärm, besserer Verkehrsfluss und höhere Aufenthaltsqualität.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pressekontakt:</strong><br>Ragnhild Sørensen, ragnhild.soerensen@changing-cities.org, +49 171 535 77 34</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführende Links:</strong><br><a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/mehr-tempo-50-statt-30-cdu-will-wieder-schnellere-autos-auf-berliner-hauptstrassen-11021344.html">Bericht im Tagesspiegel vom 9. Januar</a><br><a href="https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2024/pressemitteilung.1402261.php">Polizeimeldung vom 8. Januar</a><br><a href="https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2024/pressemitteilung.1403023.php">Polizeimeldung vom 9. Januar</a><br><a href="https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2024/pressemitteilung.1403111.php">Polizeimeldung vom 9. Januar</a><br><a href="https://www.picdrop.de/volksentscheidfahrrad/presse">Bilder zur kostenlosen Nutzung für die Presseberichterstattung</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Changing Cities e.V.</strong>: Wir fördern zivilgesellschaftliches Engagement für lebenswertere Städte. Das bislang größte Projekt von Changing Cities e.V. ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es 2016 gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing Cities e.V. unterstützt landes- und bundesweit Bürger*inneninitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende und lebenswerte Städte einsetzen, mit Kampagnenwissen oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als gemeinnützig anerkannt.</p>
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