, Berlin

Yberleben zwischen Lkw?

Presseeinladung / Terminhinweis

 

Yberleben zwischen Lkw?

 

WANN: 24. November 2018, 10:15 Uhr

WO: Holzmarktstraße/ Ecke Alexanderstraße in Berlin-Mitte

WAS: Demonstration gegen Fahrradweichen

 

Spektakuläre Aktion: Was passiert, wenn zwei 40-Tonner und radfahrende Kinder sich auf einem Fahrradstreifen in Berlin-Mitte begegnen? Fahrradaktivist*innen von Changing Cities e.V. zeigen die lebensbedrohliche Situation, wenn ungeschützte Verkehrsteilnehmer*innen zwischen zwei Lkw geraten.

Dies passiert insbesondere auf sogenannten Fahrradweichen, geplant von einer Verwaltung, die mit dem alltäglichen Fahrradfahren offensichtlich nicht sehr gut vertraut ist. Bei Fahrradweichen teilt sich die Fahrradspur nahe einer Kreuzung wie ein „Y“ in zwei Spuren auf - eine für Geradeausfahrende und eine für rechtsabbiegende Radfahrer*innen. Rechtsabbiegende Autos sind hier gezwungen, eine Radspur zu kreuzen. „Fahrradweichen sind für Radfahrende lebensgefährlich, und ich kann mir nicht vorstellen, dass Kfz-Fahrerende damit glücklich sind. Ich würde aus Sicherheitsgründen meinen Kindern verbieten, dort Fahrrad zu fahren“, so Jens Blume von Changing Cities. “Zu jedem geschützten Radweg gehört auch eine geschützte Kreuzung - die Niederländer zeigen wie das geht!”

Changing Cities fordert, keine einzige weitere Fahrradweiche mehr zu bauen und die existierenden sicher und rasch umzugestalten.

Darüber hinaus weisen die Aktivist*innen auf die dringende Notwendigkeit hin, zivilgesellschaftliche Verbände auch weiterhin bei der Erstellung von Standards zu beteiligen, aktuell vor allem an den Beratungen zum Radverkehrsplan. Hier geht es um das Dokument, das die Ziele des Gesetzes in konkreten Anweisungen für die Verwaltungen übersetzt. „Diese Verhandlungen sind das Kernstück des Mobilitätsgesetzes. Hier werden die entscheidenden Maßnahmen beschlossen und Standards festgelegt, die die Berliner Straßen der Zukunft definieren. Und wir wissen: Die Berücksichtigung vieler Interessen und Sichtweisen vermeidet, dass gefährliche Infrastruktur gebaut wird, wie wir es jetzt am Beispiel Fahrradweichen sehen“,  kommentiert Dirk von Schneidemesser, Vorstand von Changing Cities.

 

Die Demonstration ist bei der Versammlungsbehörde angemeldet.



Ansprechpartnerin für die Presse im Team Changing Cities e.V./Volksentscheid Fahrrad:

Ragnhild Sørensen, ragnhild.soerensen@changing-cities.de, 0171 535 77 34

 

Weiterführende Links:

Das Berliner Mobilitätsgesetz (mit Begründungen)

Informationen zu Changing Cities e.V.

Informationen zum Volksentscheid Fahrrad

 

Bilder zur kostenlosen Nutzung für die Presseberichterstattung

 

Über Changing Cities e.V.: Changing Cities e.V. ist am 23. Mai 2017 aus dem Netzwerk Lebenswerte Stadt e.V. entstanden. Das bislang größte Projekt des Vereins ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es 2016 gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing Cities e.V. unterstützt landes- und bundesweit Bürgerinitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende und lebenswerte Städte einsetzen, mit Kampagnenwissen oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als gemeinnützig anerkannt.

Über die Initiative Volksentscheid Fahrrad: Hinter dem Volksentscheid stehen Engagierte, Mobilitätsexpert*innen, Demokratie-Retter*innen und Fahrrad-Enthusiast*innen. Viele Verbände, Unternehmen und Wissenschaftler*innen unterstützten das Anliegen, das Radverkehrsgesetz (RadG) schnell in Kraft zu setzen. Ziel ist, dass wir Berlinerinnen und Berliner sicher und entspannt Rad fahren können; dafür hat die Initiative das Berliner RadG erarbeitet. Nur mit dem RadG kann der Senat dauerhaft verpflichtet werden, schnell und aktiv eine gute Radinfrastruktur zu schaffen. Der 10-Punkte-Plan des geplanten Gesetzes benennt konkrete Maßnahmen, jährliche Zielsetzungen und eine Umsetzungsverpflichtung innerhalb von acht Jahren. Der Volksentscheid Fahrrad ist Berlins schnellster Volksentscheid: Der Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens wurde innerhalb von nur dreieinhalb Wochen von 105.425 Berlinerinnen und Berlinern unterschrieben – sieben Prozent der Wählerstimmen. Die neue Koalition hatte zugesagt, alle Ziele und Forderungen zu übernehmen, ein Mobilitätsgesetz auf Basis des RadGs bis Frühjahr 2017 in Kraft zu setzen und ab 2018 jährlich mehr als 50 Mio. Euro in die Radwege zu investieren. Über 100 aktive Mitstreiter*innen organisieren sich selbst durch Online-Projekttools und durch schnelle, handlungsorientierte Entscheidungsfindung.

zurück zur vorherigen Seite