Vision Zero endlich erfüllen! // Mahnwache von Changing Cities für achten getöteten Radfahrer 2018 // Donnerstag, 9. August 2018, 17:30 Uhr // Koenigsallee - Ecke Hagenstraße in 14193 Berlin-Grunewald (Hagenplatz)

Berlin, 8. August 2018. Heute morgen wurde der achte Radfahrer in diesem Jahr im Berliner Straßenverkehr getötet. Changing Cities und der Volksentscheid Fahrrad rufen für morgen, 9. August 2018, um 17:30 zur Mahnwache an der Unfallstelle Koenigsallee - Ecke Hagenstraße in 14193 Berlin-Grunewald auf, um miteinander um den Getöteten zu trauern und den Angehörigen ihr tiefes Beileid auszudrücken. Der ADFC wird ein weißes Geisterrad an der Unfallstelle aufstellen.

 

Medienberichten zufolge wollte der Radfahrer am Morgen des 8. August einen Lastwagen links überholen, der von der Koenigsallee rechts in die Hagenstraße einbiegen wollte. Dabei wurde er von dem Lastwagen erfasst und überfahren. Er starb noch an der Unfallstelle. Weiteres ist bislang noch nicht bekannt.

 

“Der achte getötete Radfahrer in diesem Jahr. Wir sind traurig und fassungslos, dass schon wieder ein ungeschützter Verkehrsteilnehmer getötet wurde. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freundinnen und Freunden des Getöteten”, so Kerstin Leutloff von Changing Cities.

 

Changing Cities ruft mit der Mahnwache auch die verantwortlichen Politiker*innen in Berlin und im Bund auf, endlich ernst zu machen mit der Vision Zero. Die Vision Zero beschreibt eine Planungs- und Handlungsmaxime, die das Ziel verfolgt, die Zahl der schweren Personenschäden im Straßenverkehr auf Null zu reduzieren. In Berlin ist die Vision Zero in § 10 des Mobilitätsgesetzes verbindlich vorgeschrieben. Im Bund haben sich CDU, SPD und CSU im Koalitionsvertrag ebenfalls der Vision Zero verpflichtet.

 

“Wir wollen keine Ausflüchte und Sonntagsreden mehr hören, sondern endlich Taten sehen. Vision Zero bedeutet: konsequentes Beseitigen der Unfallursachen. Hierfür muss Geld in die Hand genommen werden - und gegebenenfalls die Privilegien des Autoverkehrs einschränkt werden. Das ist die Verantwortung der Politiker*innen in Bund und Land und daran werden wir sie messen”, so Denis Petri von Changing Cities.

 

Die Mahnwache ist als Demonstration angemeldet. Die Teilnehmer*innen werden auf der Fahrbahn an der Unfallstelle schweigend trauern. Der ADFC Berlin wird vor Ort ein weißes Geisterrad aufstellen.

 

Ansprechpartner für die Presse im Team Changing Cities e.V./Volksentscheid Fahrrad:

Denis Petri, denis.petri@changing-cities.org, 0176-57722532

 

Weiterführende Links:

 

Pressebericht zum Unfall im Berliner Tagesspiegel vom 8. August 2018

 

Gesetz- und Verordnungsblatt für Berlin vom 17. Juli 2018 (§10 MobiG auf S. 5-6)



Koalitionsvertrag der Bundesregierung von CDU, SPD und CDU vom 14. März 2018 (Bekenntnis zu Vision Zero auf S. 79)

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Über Changing Cities e.V.: Changing Cities e.V. ist am 23. Mai 2017 aus dem Netzwerk Lebenswerte Stadt e.V.

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Über die Initiative Volksentscheid Fahrrad: Hinter dem Volksentscheid stehen Engagierte,

Mobilitätsexpert*innen, Demokratie-Retter*innen und Fahrrad-Enthusiast*innen. Viele Verbände, Unternehmen

und Wissenschaftler*innen unterstützten das Anliegen, das Radverkehrsgesetz (RadG) schnell in Kraft zu setzen.

Ziel ist, dass wir Berlinerinnen und Berliner sicher und entspannt Rad fahren können; dafür hat die Initiative das

Berliner RadG erarbeitet. Nur mit dem RadG kann der Senat dauerhaft verpflichtet werden, schnell und aktiv

eine gute Radinfrastruktur zu schaffen. Der 10-Punkte-Plan des geplanten Gesetzes benennt konkrete

Maßnahmen, jährliche Zielsetzungen und eine Umsetzungsverpflichtung innerhalb von acht Jahren. Der

Volksentscheid Fahrrad ist Berlins schnellster Volksentscheid: Der Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens

wurde innerhalb von nur dreieinhalb Wochen von 105.425 Berlinern unterschrieben – sieben Prozent der

Wählerstimmen. Die neue Koalition hatte zugesagt, alle Ziele und Forderungen zu übernehmen, ein

Mobilitätsgesetz auf Basis des RadGs bis Frühjahr 2017 in Kraft zu setzen und ab 2018 jährlich mehr als 50 Mio.

Euro in die Radwege zu investieren. Über 100 aktive Mitstreiter*innen organisieren sich selbst durch

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