Tödliche Kollision an Ampel in Reinickendorf

Eine 59-jährige Fußgängerin, die am Montag den 10. Dezember 2018 um 7 Uhr morgens auf dem ampelregulierten Fußgängerüberweg am S Bhf. Schönholz die Provinzstraße queren wollte und dabei angefahren wurde, ist am Folgetag verstorben. Die Polizei sucht nach Zeugen des Unfalls.

Changing Cities e.V., FUSS e.V. und der VCD Nordost haben zum Gedenken an die 17. getötete Fußgängerin in Berlin 2018 eine weiße Fußgängerfigur am Unfallort aufgestellt, Blumen niedergelegt und Kerzen entzündet. Die Organisatoren sprechen den Angehörigen der Getöteten ihr tiefes Mitgefühl aus.

Erst am 30. November  2018 war eine 69-jährige Fußgängerin beim Überqueren der Königsallee in Berlin-Wannsee von einem Pkw-Fahrer angefahren und kurze Zeit später ihren Verletzungen erlegen (siehe Polizeimeldung).

Unfallschwerpunkt Ampel

Im Jahr 2017 hatte die Polizei für 488 Unfälle die Ursache „falsches Verhalten von Fahrern an Fußgängerfurten“ festgestellt; bei diesen Unfällen hatten die Fußgänger Grün. 189 Unfälle gab es im gleichen Zeitraum, weil Fußgänger bei Rot gegangen waren. Roland Stimpel von Fuss e.V.: „Wenn mehr als doppelt so viele Fußgänger bei Grün verunglücken wie bei Rot, dann zeigt das schwere Fehler im System.“ Der FUSS e.V. verweist auf die renommierte Unfallforschung der Versicherer (UDV). Sie fordert in ihrer Studie „Sicherer Fußgängerverkehr“„stets eigene Signalphasen für Linksabbieger“. An unübersichtlichen Kreuzungen „sollten auch Rechtsabbieger gesonderte Ampelphasen bekommen“.

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