Kassel goes fahrradfreundlich

Die Bürgerinitiative Radentscheid Kassel überreichte heute 21.781 Unterschriften an Oberbürgermeister Geselle und Verkehrsdezernent Stochla. Für ihr Bürgerbegehren zur Förderung des Radverkehrs in Kassel sammelten die Gruppe von Ende Juli bis Ende Oktober über 4,8 Mal mehr als die notwendige Anzahl von 4.501 Unterschriften. Auch das eigene ambitionierte Ziel von 15.000 Unterschriften wurde deutlich übertroffen. Damit ist der Radentscheid Kassel gemessen an der Relation der gesammelten Unterschriften zur Einwohnerzahl bislang der erfolgreichste Radentscheid in einer deutschen Großstadt. Die massive Unterstützung des Begehrens durch die Bevölkerung stellt einen klaren Handlungsauftrag an die Stadtpolitik dar, endlich eine vernünftige Radinfrastruktur zu schaffen.

„Wir würden uns natürlich freuen, wenn die Lokalpolitik die Zeichen der Zeit erkennt und unsere
Forderungen direkt übernimmt,” gibt Mitinitiatorin und Vertrauensperson Anna Luisa Sümmermann der
Stadtspitze mit auf den Weg. „Allerdings sind wir auch bereit, den Weg weiter bis zum Bürgerentscheid zu
gehen. Aufgrund des positiven Feedbacks und der großen Unterstützung aus der Bevölkerung sind wir
überzeugt, dass eine Mehrheit für die Umsetzung unserer Forderungen stimmen wird. Es ist Zeit für eine
Verkehrswende in Kassel!“

Die Unterschriftenkampagne wurde von zahlreichen Aktionen, wie einer Familien-Fahrraddemonstration
(Kidical Mass) und dem Aufbau eines temporären geschützten Radwegs in Originalgröße entlang der Neuen
Fahrt, begleitet. Das Team des Radentscheids besteht aus mittlerweile ca. 40 engagierten Privatpersonen,
die alle regelmäßig mit dem Fahrrad in Kassel unterwegs sind. Sie alle sind mit der derzeitigen Situation
unzufrieden und engagieren sich deshalb für mehr und bessere Radwege in Kassel.

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