, Berlin

Vision Zero Null Verkehrstote – lassen Sie Ihren Worten Taten folgen, Herr Minister Scheuer, Frau Senatorin Günther! – Mahnwache von Changing Cities und FUSS e.V. für getötete Fußgängerin // Mittwoch, 2. Mai 2018, 17:15 Uhr // Bushaltestelle Alt-Wittenau

Berlin, 30. April 2018. Am Freitag 27. April erlag eine Fußgängerin ihren schweren Verletzungen. Sie wurde am 12. April in Berlin-Wittenau von einem Autofahrer angefahren und lebensgefährlich verletzt. Changing Cities und der FUSS e.V. rufen für Mittwoch, den 2. Mai 2018, zu einer Mahnwache an der Unfallstelle, Bushaltestelle Alt-Wittenau / Roedernallee in 13437 Berlin-Wittenau, auf. Die beiden Organisationen möchten den Angehörigen der Getöteten ihr Mitgefühl aussprechen. Mit der Aktion fordern sie die politisch Verantwortlichen auf, ihren Worten Taten folgen zu lassen und dem Sterben auf Deutschlands Straßen ein Ende zu setzen.

 

Die Berliner Polizei meldet, dass die 92-jährige am 12. April die Roedernallee an der Bushaltestelle Alt-Wittenau / Roedernallee überquerte und dabei von einem 83-jährigen Autofahrer angefahren und lebensgefährlich verletzt wurde. Sie starb am 27. April an ihren schweren Verletzungen. Erst am 18. April wurde ein Fußgängerin in Berlin-Karow beim Überqueren einer grünen Ampel von einem Autofahrer überfahren. Sie verstarb noch am selben Tag.

2018 starben im Berliner Straßenverkehr bereits 8 FussgängerInnen und 3 RadfahrerInnen.

 

"Wir sind zutiefst betroffen, dass wieder einmal ein alter Mensch / eine Seniorin im Straßenverkehr ums Leben gekommen ist. Ältere Menschen können die Geschwindigkeiten häufig nicht mehr richtig einschätzen. Es ist sehr wichtig, dass die Sichtbeziehungen an Straßen verbessert werden, so dass auch Autofahrende in die Lage versetzt werden, noch rechtzeitig abbremsen zu können. Falschparken muss konsequent geahndet werden und es muss regelmäßig gesicherte, fußgängerfreundliche Querungen geben, damit nicht die gefährliche Abkürzung gemacht wird”, so Annabelle Wolfsturm von FUSS e.V.

 

„Wir sind fassungslos. Ohnmächtig erleben wir, wie immer wieder ungeschützte Verkehrsteilnehmer, die auf die Einhaltung der Verkehrsregeln durch Autofahrer vertrauen müssen, getötet werden. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen, Freundinnen und Freunden des Getöteten. Ihnen sprechen wir unser tiefes Mitgefühl aus“, so Stefan Gammelien von Changing Cities.



Die Mahnwache ist als Demonstration angemeldet.



Ansprechpartner für die Presse im Team von Changing Cities e.V.:

Peter Feldkamp, E-Mail: peter.feldkamp@changing-cities.org , Telefon:  0176 2345-7014

 

Ansprechpartner für die Presse im Team von FUSS e.V.:

Stefan Lieb, Email: stefan.lieb@fuss-ev.de , Telefon: 030 492 7473

 

Ansprechpartner vor Ort:

Annabelle Wolfsturm, Fuss e.V., 0179 491 4815

Stefan Gammelien, Changing Cities e.V., 0152 2204-7379



Weiterführende Links:

Pressemeldung Nr. 0932 der Berliner Polizei vom 28.04.2018 zum Tod der 92-jährigen Fußgängerin in Berlin-Wittenau am 27. April 2018

Pressemitteilung von Changing Cities zur Mahnwache für den getöteten Fußgänger in Berlin-Karow vom 19. April 2018

Kurzzusammenfassung der Auswirkungen von Tempo 30 auf die Verkehrssicherheit

Radgesetz der Initiative Volksentscheid Fahrrad Berlin, Referentenentwurf und Stellungnahme zum Mobilitätsgesetz von Changing Cities e.V.

Diese Pressemitteilung im Online-Bereich

Informationen zu Changing Cities e.V.

Informationen zum Volksentscheid Fahrrad

Imformationen zu FUSS e.V.

Bilder zur kostenlosen Nutzung für die Presseberichterstattung

 

Über Changing Cities e.V.: Changing Cities e.V. ist am 23. Mai 2017 aus Netzwerk Lebenswerte Stadt e.V.

umbenannt worden. Das bislang größte Projekt des Vereins ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es

gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing

Cities e.V. unterstützt landes- und bundesweit Bürgerinitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende

und lebenswerte Städte einsetzen mit Kampagnenwissen oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als

gemeinnützig anerkannt.

 

Über die Initiative Volksentscheid Fahrrad: Hinter dem Volksentscheid stehen Engagierte,

Mobilitätsexpert*innen, Demokratie-Retter*innen und Fahrrad-Enthusiast*innen. Viele Verbände, Unternehmen

und Wissenschaftler*innen unterstützten das Anliegen, das Radverkehrsgesetz (RadG) schnell in Kraft zu setzen.

Ziel ist, dass wir Berlinerinnen und Berliner sicher und entspannt radfahren können; dafür hat die Initiative das

Berliner RadG erarbeitet. Nur mit dem RadG kann der Senat dauerhaft verpflichtet werden, schnell und aktiv

eine gute Radinfrastruktur zu schaffen. Der 10-Punkte-Plan des geplanten Gesetzes benennt konkrete

Maßnahmen, jährliche Zielsetzungen und eine Umsetzungsverpflichtung innerhalb von acht Jahren. Der

Volksentscheid Fahrrad ist Berlins schnellster Volksentscheid: Der Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens

wurde innerhalb von nur dreieinhalb Wochen von 105.425 Berlinern unterschrieben – sieben Prozent der

Wählerstimmen. Die neue Koalition hatte zugesagt, alle Ziele und Forderungen zu übernehmen, ein

Mobilitätsgesetz auf Basis des RadGs bis Frühjahr 2017 in Kraft zu setzen und ab 2018 jährlich mehr als 50 Mio.

Euro in die Radwege zu investieren. Über 100 aktive Mitstreiter*innen organisieren sich selbst durch

Online-Projekttools und durch schnelle, handlungsorientierte Entscheidungsfindung.



zurück zur vorherigen Seite