, Berlin

Mahnwache des Volksentscheid Fahrrad für zweiten getöteten Radfahrer 2018 // Dienstag, 13. Februar 2018, 17:30 Uhr // Delbrückstraße, Höhe Hausnummer 4a, 14193 Berlin-Grunewald

Berlin, 12. Februar 2018. Der Volksentscheid Fahrrad richtet am Dienstag, den 13. Februar 2018, um 17:30 eine Mahnwache zum Gedenken an den zweiten in diesem Jahr getöteten Radfahrer aus. Die Mahnwache findet an der Unfallstelle in der Delbrückstraße, Höhe Hausnummer 4a zwischen Bismarckallee und Königsallee, in Grunewald statt. Der ADFC wird ein weißes Geisterrad aufstellen. Der Volksentscheid Fahrrad, sein Trägerverein Changing Cities e.V. und das mit aufrufende Netzwerk Fahrradfreundliches Charlottenburg-Wilmersdorf sprechen den Angehörigen des Getöteten ihr tiefes Mitgefühl aus.

Der 79-jährige Radfahrer war am 23. Januar von einer aufgehenden Lkw-Tür getroffen worden. Er starb gestern, am 11. Februar, an seinen schweren Kopfverletzungen. Es handelt sich um den zweiten getöteten Radfahrer in Berlin in diesem Jahr. Im vergangene Jahr wurden drei Radfahrende in Berlin von aufgehenden Fahrzeugtüren getötet.

“Wir sind traurig und fassungslos. Es ist gerade nicht mal zwei Wochen her, dass die erste Radfahrerin in diesem Jahr getötet wurde. Jetzt ist es schon wieder passiert. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen des Getöteten. Wir wünschen ihnen viel Kraft für die Zeit, die vor ihnen liegt”, so Marlene Sattler, die beim Volksentscheid Fahrrad Mahnwachen für getötete Radfahrende organisiert.

Die Mahnwache ist als Demonstration bei der Versammlungsbehörde angemeldet. Es werden zudem Verkehrssenatorin Günther, Staatssekretär Kirchner, Bezirksbürgermeitster Naumann, Verkehrsstadtrat Schrouffeneger sowie verkehrspolitische Sprecher*innen von Fraktionen im Abgeordnetenhaus eingeladen.

 

Weiterführende Links:

Pressemeldung der Berliner Polizei zum Unfall vom 12. Februar 2018

Pressemeldung von Changing Cities / Volksentscheid Fahrrad zur Mahnwache für getötete Radfahrerin in Schöneberg vom 23. Januar 2018

Radgesetz der Initiative Volksentscheid Fahrrad Berlin, Referentenentwurf und Stellungnahme zum Mobilitätsgesetz von Changing Cities e.V.

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Peter Feldkamp, 0176 234 570 14, peter.feldkamp@changing-cities.org

Ansprechpartnerin für die Presse vor Ort:

Marlene Sattler, 0178 3351 1301, marlene.sattler@changing-cities.org

 

Über Changing Cities e.V.: Changing Cities e.V. ist am 23. Mai 2017 aus Netzwerk Lebenswerte Stadt e.V. umbenannt worden. Das bislang größte Projekt des Vereins ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing Cities e.V. unterstützt landes- und bundesweit Bürgerinitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende und lebenswerte Städte einsetzen mit Kampagnenwissen oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als gemeinnützig anerkannt.


Über die Initiative Volksentscheid Fahrrad: Hinter dem Volksentscheid stehen Engagierte, Mobilitätsexpert*innen, Demokratie-Retter*innen und Fahrrad-Enthusiast*innen. Viele Verbände, Unternehmen und Wissenschaftler*innen unterstützten das Anliegen, das Radverkehrsgesetz (RadG) schnell in Kraft zu setzen. Ziel ist, dass wir Berlinerinnen und Berliner sicher und entspannt radfahren können; dafür hat die Initiative das Berliner Radverkehrsgesetz (RadG) erarbeitet. Nur mit dem RadG kann der Senat dauerhaft verpflichtet werden, schnell und aktiv eine gute Radinfrastruktur zu schaffen. Der 10-Punkte-Plan des geplanten Gesetzes benennt konkrete Maßnahmen, jährliche Zielsetzungen und eine Umsetzungsverpflichtung innerhalb von acht Jahren. Der Volksentscheid Fahrrad ist Berlins schnellster Volksentscheid: Der Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens wurde innerhalb von nur dreieinhalb Wochen von 105.425 Berlinern unterschrieben – 7% der Wählerstimmen. Die neue Koalition hat zugesagt, alle Ziele und Forderungen zu übernehmen, ein Mobilitätsgesetz auf Basis des RadGesetzes bis Frühjahr 2017 in Kraft zu setzen und ab 2018 jährlich mehr als 50 Mio. Euro in die Radwege zu investieren. Über 100 aktive Mitstreiter*innen organisieren sich selbst durch Online-Projekttools und durch schnelle, handlungsorientierte Entscheidungsfindung.

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