, Berlin

Deutschlandweite #radfreude-Kampagne des britischen Kosmetikkonzerns Lush und Changing Cities e.V. als Weckruf an Bundesverkehrsminister Dobrindt gestartet.

Berlin, 24. Juli 2017. Der britische Kosmetikkkonzern Lush und Changing Cities e.V., der Verein hinter dem Volksentscheid Fahrrad, starten heute die #Radfreude-Kampagne: Deutschlandweit werden RadfahrerInnen aufgerufen, Radwege-Mißstände per #Radfreude-Hashtag auf Twitter oder Instagram zu posten und damit ihre Vorfreude auf bessere Radwege zu zeigen. Lush gestaltet mit seinen Mitarbeiterinnen die 41 Filialen und ihre Homepage zur Protest- und Aufklärungsplattform um. In einer Weckruf-Aktion wird zum Ende der Kampagne eine #Radfreude-Deutschlandkarte an Verkehrsminister Alexander Dobrindt übergeben.

Gefährliche Kreuzungen, kaputte oder zugeparkte Radwege, fehlende Übergänge oder Abstellmöglichkeiten sollen fotografiert und mit dem Hashtag #Radfreude gepostet werden. Die Fotos werden automatisch auf eine Deutschlandkarte hochgeladen und sind dort recherchierbar. Bis zum 31. August sollen mindestens 500 Fotos aus ganz Deutschland gesammelt werden. Zum Aktionsende werden sie Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, öffentlich übergeben.

„Mit der Aktion zeigen wir Politikern unsere Vorfreude auf sichere und gute Radwege. Mit der #Radfreude-Kampagne wollen wir einen deutlichen Weckruf an Herrn Dobrindt senden, Radverkehr endlich auf die Tagesordnung zu setzen“, erklärt Heiko Rintelen, Koordinator der gemeinsamen Aktion von Lush und dem Verein Changing Cities e.V.

„Einen vor Falschparkern geschützten Radweg, eine LKW-sichere Kreuzung oder eine entspannte Fahrradstraße: Wir werden uns doch noch mal was wünschen dürfen in Zeiten von Dieselskandal, Klimakatastrophe und autoverliebten Verkehrspolitikern“, unterstreicht Marion Tiemann, Team-Koordinatorin Events beim Changing Cities e.V. die Aussage der Kampagne.

Der britische, weltweit tätige Kosmetik-Konzern Lush kooperiert bei der Kampagne mit dem Verein Changing Cities, der in Berlin über den Volksentscheid Fahrrad Deutschlands erstes Radverkehrsgesetz auf den Weg gebracht hat. Im Rahmen der bundesweite Kampagne “Stadt im Wandel” unterstützt Lush den Verein, um das ehrenamtliche Engagement zu fördern und für lebenswertere Städte zu sorgen.

Links und weitere Quellen

Ansprechpartner für die Presse

Im Team Changing Cities e.V. / Volksentscheid Fahrrad
Heiko Rintelen, 0179-15 16 949, presse@volksentscheid-fahrrad.de

Pressesprecher Lush Deutschland
Tobias Kruse, 0151-1882 6037, tobias@lush.de

 

Über Changing Cities e.V.

Changing Cities e.V. ist eine Kampagnenorganisation, die die Verkehrswende von unten weiter vorantreibt. Er zeigt die Flächenkonflikte auf der Straße auf und trägt sie aus. Laut und kreativ, unberechenbar und pragmatisch, politisch unabhängig und mit positiver Energie will der Verein den Finger weiter in die Wunde legen. Ziel ist es, der Zivilgesellschaft eine klare Stimme zu geben, Akteure zu vernetzen und ihnen stärkeren politischen Einfluss zu ermöglichen. Changing Cities e.V. ist gemeinnützig, lebt von Spenden und Fördermitgliedern und ist die Plattform für alle, die an eine bessere Stadt glauben und dafür kämpfen.

Der Verein ist aus dem Netzwerk Lebenswerte Stadt e.V. hervorgegangen, der erfolgreich den Volksentscheid Fahrrad organisiert hat.

Über Lush

Lush kooperiert regelmäßig mit Graswurzelgruppen und Aktivisten, die sich für Menschenrechte, Tierrecht und Umweltschutz einsetzen. Dabei werden die 931 Lush Filialen in 51 Ländern als Plattform genutzt, um denen eine Stimme zu geben, die sonst ungehört bleiben. Vor fünf Jahren wurde der „Sustainable Lush Fund“ gegründet, der Zulieferer unterstützt und mit dem Permakultur-Prinzip arbeitet. Zusammen mit „Ethical Consumer“ rief Lush 2012 den „Lush Prize“ ins Leben, der weltweit höchstdotierte Preis gegen Tierversuche. Jährlich werden dadurch Fortschritte im Bereich der tierversuchsfreien Forschung mit bis zu 345.000 Euro gefördert.

(Die Lush-MitarbeiterInnen in Deutschland sind freiwillig an der Aktion beteiligt, die Teilnahme ist kostenlos).

Über die Initiative Volksentscheid Fahrrad

Hinter dem Volksentscheid stehen Engagierte, Mobilitätsexperten, Demokratie-Retter und Fahrrad-Enthusiasten. Viele Verbände, Unternehmen und Wissenschaftler unterstützten das Anliegen, das Radverkehrsgesetz (RadG) schnell in Kraft zu setzen. Ziel ist, dass wir Berlinerinnen und Berliner sicher und entspannt Radfahren können; dafür hat die Initiative das Berliner Radverkehrsgesetz (RadG) erarbeitet. Der 10-Punkte-Plan des geplanten Gesetzes benennt konkrete Maßnahmen, jährliche Zielsetzungen und eine Umsetzungsverpflichtung innerhalb von acht Jahren. Der Volksentscheid Fahrrad ist Berlins schnellster Volksentscheid: Der Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens wurde innerhalb von nur dreieinhalb Wochen von 105.425 Berlinern unterschrieben. Die neue Koalition hat zugesagt, alle Ziele und Forderungen zu übernehmen, ein Mobilitätsgesetz auf Basis des RadGesetzes bis Frühjahr 2017 in Kraft zu setzen und ab 2018 jährlich mehr als 50 Mio. Euro in die Radwege zu investieren. Über 100 aktive Mitstreiter organisieren sich durch Online-Projekttools und durch schnelle, handlungsorientierte Entscheidungsfindung.

www.volksentscheid-fahrrad.de

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