, Berlin

#DrehDeineStadt! Folge 3: „Viel frische Luft in Stuttgart“

#DrehDeineStadt! Folge 3: „Viel frische Luft in Stuttgart“

Die Fahrradinitiativen in Baden-Württemberg fordern eine Verkehrswende von unten.

 

Berlin, 1. Juni 2018 – Am Wochenende findet in Stuttgart das dritte Fahrrad-Vernetzungstreffen von Changing Cities und dem Radentscheid Stuttgart statt. Nach Bamberg, Darmstadt, Köln und Frankfurt sind die Stuttgarter Fahrradaktivisten auf dem besten Weg, auch in dieser Stadt die Verkehrswende von unten durchzusetzen.

Weniger Autos, weniger Lärm, bessere Luft und Orte zum Verweilen – bundesweit setzen sich immer mehr Bürger und Bürgerinnen für das Wohl ihrer Städte und für die dringend gebotene Verkehrswende von unten ein. Changing Cities, der Initiator des Berliner Radentscheids, unterstützt diese Bewegung mit der Veranstaltungsreihe DrehDeineStadt!. Die Erfolge sprechen für sich: Stuttgart ist bereits die neunte Stadt bundesweit mit einem Radentscheid. „Es ist fantastisch, wie viele Menschen positiv auf die Idee reagieren, auch in Stuttgart einen Radentscheid durchzuführen. Aktuell kümmern wir uns um die rechtliche Absicherung der zehn Ziele für den Stuttgarter Radentscheid. Im Sommer wollen wir mit der Unterschriftensammlung starten“, sagt Thijs Lucas, Radaktivist in Stuttgart.

Bei DrehDeineStadt! entwickeln lokale Aktive und Organisationen Perspektiven und Aktionen für eine  zeitgemäße Verkehrswendepolitik, die aufs Rad setzt, und gründen neue Bündnisse. Nach Hamburg, Wuppertal und Köln ist die Veranstaltung in Stuttgart die vierte dieser Art. „Die Verkehrswende kann nur gelingen, wenn Bürgerinnen und Bürger lokal den Druck auf die Politik erhöhen. Dass ein Bürgerentscheid dafür ein richtiges Mittel sein kann, hat der Volksentscheid Fahrrad in Berlin gezeigt“, so Marlene Sattler von Changing Cities.

In Stuttgart hat die Initiative ihre Ziele klar umrissen: 20.000 Unterschriften für mehr Sicherheit für Fahrradfahrer auf allen Straßen und verbesserte Infrastruktur für alle benachteiligten Verkehrsteilnehmer. Gelingt das Vorhaben, könnten auch die Stuttgarter Wählerinnen und Wähler zur Kommunal- und Europawahl im Mai 2019 über die Verkehrswende abstimmen.

„Wir müssen feststellen, dass die Verkehrswende in Deutschland nur über zivilgesellschaftliches Engagement in den Städten vorangebracht werden kann. Das bundesweite Kampagnennetzwerk ist unsere Antwort auf das Versagen der Politik“, ist Denis Petri von Changing Cities überzeugt.

Der Verein wird auch weiter lokale Initiativen ermutigen, die Verkehrswende in ihren Städten selbst in die Hand zu nehmen und die Veranstaltungsreihe DrehDeineStadt! mit lokalen Partnern fortzusetzen.

 

Ansprechpartner für die Presse im Team von Changing Cities e.V.:

Ragnhild Sørensen, E-Mail: ragnhild.soerensen@changing-cities.org, 0171 535 77 34

Peter Feldkamp, E-Mail: peter.feldkamp@changing-cities.org,  0176 23 45 70 14

Ansprechpartner für die Presse im Team vom Radentscheid Stuttgart:

Bärbel Wittich, E-Mail: Baerbel.Wittich@gmx.net, 0151 177 166 80

 

Weiterführende Links:

Radgesetz der Initiative Volksentscheid Fahrrad Berlin, Referentenentwurf und Stellungnahme zum Mobilitätsgesetz von Changing Cities e.V.

Informationen zu Changing Cities e.V.

Informationen zum Volksentscheid Fahrrad

Bilder zur hornorarfreien Nutzung für die Presseberichterstattung



Über Changing Cities e.V.: Changing Cities e.V. ist am 23. Mai 2017 aus Netzwerk Lebenswerte Stadt e.V. umbenannt worden. Das bislang größte Projekt des Vereins ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing Cities e.V. unterstützt landes- und bundesweit Bürgerinitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende und lebenswerte Städte einsetzen mit Kampagnenwissen oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als gemeinnützig anerkannt.


Über die Initiative Volksentscheid Fahrrad: Hinter dem Volksentscheid stehen Engagierte, Mobilitätsexpert*innen, Demokratie-Retter*innen und Fahrrad-Enthusiast*innen. Viele Verbände, Unternehmen und Wissenschaftler*innen unterstützten das Anliegen, das Radverkehrsgesetz (RadG) schnell in Kraft zu setzen. Ziel ist, dass wir Berlinerinnen und Berliner sicher und entspannt radfahren können; dafür hat die Initiative das Berliner RadG erarbeitet. Nur mit dem RadG kann der Senat dauerhaft verpflichtet werden, schnell und aktiv eine gute Radinfrastruktur zu schaffen. Der 10-Punkte-Plan des geplanten Gesetzes benennt konkrete Maßnahmen, jährliche Zielsetzungen und eine Umsetzungsverpflichtung innerhalb von acht Jahren. Der Volksentscheid Fahrrad ist Berlins schnellster Volksentscheid: Der Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens wurde innerhalb von nur dreieinhalb Wochen von 105.425 Berlinern unterschrieben – sieben Prozent der Wählerstimmen. Die neue Koalition hatte zugesagt, alle Ziele und Forderungen zu übernehmen, ein Mobilitätsgesetz auf Basis des RadGs bis Frühjahr 2017 in Kraft zu setzen und ab 2018 jährlich mehr als 50 Mio. Euro in die Radwege zu investieren. Über 100 aktive Mitstreiter*innen organisieren sich selbst durch Online-Projekttools und durch schnelle, handlungsorientierte Entscheidungsfindung.

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